LebensQualität generell (2)

Gute Wahl
Ich weiß, die Assoziationskette ist etwas kühn, doch von der „Pariserin“, wie das oben abgebildete Fresko im Volksmund genannt wird, das dreieinhalbtausend Jahre alt ist und aus der minoischen Kultur auf Kreta stammt, führt mich ein direkter Gedankenpfad zu Paris, dem Prinzen aus Troja, der mit seiner Ver- oder Entführung der schönen Helena den vielbesungenen trojanischen Krieg auslöste.
Derselbige hatte davor schon die ebenso vielbesungene Wahl des Paris zu treffen: Unter drei Göttinnen sollte er die schönste auswählen. Was er, nicht besonders klug, auch tat. Kein Wunder, dass die unterlegenen Damen ziemlich sauer waren und später zu Ungunsten von Paris und seiner Partei heftig in den Krieg eingriffen.
Dank guter humanistischer Bildung hat mich diese Geschichte gelehrt, dass man bei solchen Auswahlprozessen vorsichtig sein sollte. Wenn einem abverlangt wird, sich zwischen einander ausschließenden Alternativen zu entscheiden, könnte es sein, dass die Fragstellung noch einmal überdacht werden sollte. Vielleicht ist ja gar keine Entscheidung auf dieser Ebene nötig. Vielleicht gibt es eine Wahlmöglichkeit, die, auf einer höheren Ebene, die sich bisher ausschließenden Alternativen in sich vereinigt und integriert.
Lebensqualität ist, so meine Frucht der Erkenntnis aus langjährigem Nachdenken und noch längerer Erfahrung, genau das. Und deshalb die ideale Wahl für die Rolle des neuen Leit-Werts, der an die Stelle von Lebensstandard treten kann und soll. Meine diesbezügliche Wahl habe ich deshalb längst getroffen. In aller gebotenen lakonischen Kürze…