LebensQualität generell (2)
Zufriedenheit in den einzelnen Lebensqualitäts-Sphären
Wenn wir in Form des Lebensqualitäts-Index Lebensqualität „messen“, messen wir eigentlich immer die Zufriedenheit mit der eigenen Lebensqualität, gemessen am eigenen Erwartungshorizont. Ähnliches können wir auch für die sechzehn Lebensqualitäts-Sphären tun. Dies geschieht mit dieser Frage:
Und wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Lebensqualität in diesen einzelnen Sphären? Maßstab wäre die für Sie größtmögliche Zufriedenheit in dieser Sphäre, entsprechen der Zahl 10. Dagegen würde 1 die größte denkbare Unzufriedenheit bedeuten.

Das durchschnittliche Maß der Zufriedenheit mit der eigenen aktuellen Lebensqualität (Lebensqualitäts-Index) beträgt 77 von 100 möglichen Punkten, umgerechnet auf eine Zehnerskala also 7.7. Exakt diesen Wert sehen wir auch, wenn wir die durchschnittliche Zufriedenheit in allen sechzehn Lebensqualitäts-Sphären errechnen. Die durchschnittliche Zufriedenheit in allen Sphären ist also genau gleich groß wie die Zufriedenheit mit der eigenen Lebensqualität insgesamt.
Dabei sind die Differenzen zwischen den Werten der einzelnen Sphären wesentlich geringer als bei der Frage nach deren Bedeutung. Bei der Frage nach der Zufriedenheit schwanken die Werte nur zwischen 7.1 (Nachhaltigkeit) und 8.2 (Echtheit, Raum), was den genannten Schnitt von 7.7 ergibt. Dieses Ergebnis lässt etliche Fragen offen: Ist Zufriedenheit eine weitgehend stabile und damit nicht zu beeinflussende Größe? Ist es egal, was wir tun, weil sich unsere Zufriedenheit ohnehin nicht steigern lässt? Gibt es so etwas wie einen gläsernen Deckel bei der Zufriedenheit mit unserer Lebensqualität, den wir nicht durchbrechen können? Wir wissen es noch nicht.
Zufriedenheit und Unzufriedenheit
Legt man die beiden Sternkurven der Bedeutung von und der Zufriedenheit mit den sechzehn Lebensqualitäts-Sphären übereinander, ergibt sich dieses Bild:

Die Zufriedenheitsrate liegt also meist etwas hinter der Bedeutung zurück, mit Ausnahme der weniger wichtigen Sphären Materie und Stabilität, wo die Zufriedenheit sogar über der Bedeutung liegt. Insgesamt zeigt sich auch hier das Bild einer mittleren Zufriedenheit von etwa drei Vierteln des maximal Denkbaren.
Das Gegenteil von Zufriedenheit ist Unzufriedenheit, und auch die können wir direkt messen als Differenz zwischen maximaler Zufriedenheit (Punktwert 10) und real angegebener Zufriedenheit. (Das ergibt einen theoretisch denkbaren Unzufriedenheitswert zwischen 1 bis 9.) Zusätzlich können wir dieses Maß an Unzufriedenheit gewichten, und zwar mit der Bedeutung der jeweiligen Sphäre.
Dafür multiplizieren wir den Unzufriedenheits-Wert mit dem Wert für die Bedeutung der Sphäre. Dies deshalb. weil Unzufriedenheit in einer wichtigen Sphäre höher zu gewichten ist als in einer unwichtigen. Wie sich zeigt, wird der maximale Wert für gewichtete Unzufriedenheit von 90 (9 mal 10) bei weitem nicht erreicht (Tiefstwert: Raum = 15 / Höchstwert: Nachhaltigkeit = 24), und die Unterschiede zwischen den einzelnen Sphären sind gering. Im Schnitt gibt es pro Sphäre einen Unzufriedenheits-Wert von 19.


Wie sieht mein eigenes Profil der Zufriedenheit und Unzufriedenheit in den sechzehn Lebensqualitäts-Sphären aus?
Was hat sich dabei in den letzten Jahren zum Guten oder Schlechten verändert?