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Von Thailand und anderen Abenteuern

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Der Optimismus-Index

indexoptim

Stabile  Verläufe auch beim Optimismus-Index:

Wie entwickelt sich der Optimismus-Index in den Befragungen von spirit.ch?

Die Basis-Befragung von spirit.ch läuft seit Mitte 2009. Sie enthält auch folgende Frage:

Wie optimistisch sind Sie bezüglich Ihrer persönlichen Zukunft? Bitte drücken Sie das mit einer Zahl zwischen 1 („ich sehe die Zukunft total schwarz) bis 100 („ich sehe eine völlig rosige Zukunft“) aus.

Immer, wenn wieder 50 vollständig ausgefüllte Fragebogen dazu kommen, werden die neusten Durchschnittswerte gerechnet. Das ergibt folgenden Kurvenverlauf:

indexoptim2

Die Kurve mit dem Optimismus-Index verläuft sehr stabil, sie schwankt nur um drei Punkte. Ob sich diese Stabilität auch im Laufe der nächsten Jahre erhalten wird, oder ob sich der zuletzt festgestellte leichte Abwärtstrend fortsetzt, wird sich weisen.

Neu können wir auch beim Optimismus-Index Unterschiede nach Geschlecht, Land und Alter feststellen:

optimxsex

Keinerlei Unterschiede zwischen den Geschlechtern also – obwohl die Frauen für die Entwicklung ihrer eigenen Lebensqualität in den nächsten zehn Jahren etwas optimistischer sind als die Männer (siehe Lebensqualitäts-Index).

optimxland

Auch nach Herkunftsland kein Unterschied – obwohl die Nicht-Schweizer die Zukunft ihrer Lebensqualität viel optimistischer einschätzen als die SchweizerInnen (siehe Lebensqualitäts-Index).

optimxalter

Man könnte die Tatsache, dass ältere Menschen, speziell jene jenseits der 65, die Zukunft ihrer Lebensqualität eher pessimistisch sehen (siehe Lebensqualitäts-Index), darauf zurückführen, ältere Menschen seien generell weniger optimistisch als jüngere. Diese Annahme ist allerdings falsch. 

Die Auswertung nach Altersgruppen bringt zwar zunächst das erwartete Ergebnis: Der Optimismus-Index sinkt von 79 (unter 35) über 74 (35 bis 49) auf 70 (50 bis 64). Danach (65plus) steigt er allerdings wieder leicht auf 71. Ältere Menschen sind also keineswegs grundsätzlich pessimistisch, und zwar auch dann nicht, wenn es wie in der Frage explizit um ihre persönliche Zukunft geht.

Eine spezielle Analyse zum Zusammenhang zwischen generellem Optimismus und Erwartungen an die künftige Entwicklung der eigenen Lebensqualität bestätigen die Vermutung: Ein solcher Zusammenhang existiert nur leicht ausgeprägt. Man kann also durchaus grundsätzlich optimistisch gestimmt sein und trotzdem erwarten, mit der eigenen Lebensqualität ginge es künftig eher bergab. Und umgekehrt.


 

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