Konsum für bessere Welt
Der Konsum für eine bessere Welt hängt von Lebensqualitäts-Werten ab
Strategischer Konsum, den man auch als Konsum für eine bessere Welt bezeichnen kann, wächst zunehmend und stellt die Anbieter vor neue Herausforderungen. In einer unserer Befragungen (März 2009) wollten wir herausfinden, ob sich das Lebensqualitäts-Profil von Konsumenten für eine bessere Welt (stark oder sehr stark daran Interessierte) von jenem des Rests unterscheidet. Hier sind die Ergebnisse:

Die Profile unterscheiden sich doch deutlich. Und zwar nicht nur in der Sphäre Nachhaltigkeit, wo die Abweichung nach oben der Konsumenten für eine bessere Welt zu erwarten war, geht es doch bei den nachhaltigen Werten immer um eine bessere Welt. Doch die Konsumenten für eine bessere Welt legen im Rahmen ihrer Lebensqualität auch überdurchschnittlich viel Wert auf Respekt, Echtheit, Reifung, Sinn und Lebenskunst, dafür weniger auf die materielle Sphäre. Will man bei ihnen eine Resonanz auslösen, so sollte man diese Fakten nicht vergessen…
Der gleiche Vergleich liegt übrigens auch für die Einzel-Werte der Lebensqualitäts-Sphäre Nachhaltigkeit vor:

Die durchschnittliche Abweichung beträgt hier fast einen ganzen Skalen-Punkt, was angesichts der Tatsache, dass wir es beim Lebensqualitäts-Profil normalerweise mit Abweichungen im Nahbereich zu tun haben, sehr viel ist. Die Konsumenten für eine bessere Welt weisen also ein klares Werte-Profil auf, das es bei der Kommunikation mit ihnen zu berücksichtigen gilt. Dabei ist zu differenzieren: Wenn man beispielsweise den Wert Frieden anspricht, erreicht man alle Konsumenten fast gleichermassen. Dagegen ist die Resonanz etwa auf den Wert Gleichberechtigung bei den Konsumenten für eine bessere Welt sehr viel stärker als beim Rest.
Übrigens: In der Gruppe der Befragten mit weniger hohem Lebensqualitäts-Index (bis achtzig) gibt es 34 Prozent Konsumenten für eine bessere Welt, in jener mit einem LQ-Index über achtzig sind es dagegen 53 Prozent. Noch ein Anlass zum Nachdenken…