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Von Thailand und anderen Abenteuern

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Unternehmens-Umfrage

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Zusammenfassung der Befragung der Unternehmen

Dass von den 70 angeschriebenen Unternehmen 38, also mehr als die Hälfte, den doch umfangreichen Fragebogen ausfüllten, zeigte das enorme Interesse der Unternehmen an den Themen Nachhaltigkeitskommunikation und strategischer Konsum. Das überraschenste Resultat der Umfrage bei den Unternehmen war wohl, dass die Unternehmen den Einfluss der strategischen KonsumentInnen auf die Marketingentscheider der Anbieter einiges höher einschätzen, als die KonsumentInnen selber.

Auch stimmen praktisch alle Unternehmen darin überein, dass der Einfluss des strategische Konsums auf Ihr eigenes Unternehmen in den nächsten Jahren zunehmen wird. Auch hier sind die Unternehmen davon überzeugter als die KonsumentInnen. Für praktisch alle Unternehmen sind zudem die strategischen KonsumentInnen eine wichtige Zielgruppe.

Bezogen auf die Grösse der Zielgruppe schätzen die Unternehmen im Schnitt, dass heute jede fünfte Person und in zehn Jahren mehr jede dritte Person zu den strategische Konsumenten gehören wird. Auch in diesem Punkt liegen die Schätzungen klar über der Selbsteinschätzung.

Es kann also festgehalten werden, dass die KonsumentInnen sich selber kaum bewusst sind, welchen Einfluss Sie bereits heute auf die Entscheidungen der Anbieter haben. Sobald sich diese Konsumentengruppe bewusst wird, welche „Macht“ sie ausüben kann, werden sich zunehmend auch Leute, die bis anhin nicht an den Einfluss glaubten bzw. bereits resignierten, diesem Konsumverhalten zuwenden. Dadurch wird das Thema salonfähig und gleichzeitig hip. Und wie bei der Umfrage bei den KonsumentInnen ist die soziale Akzeptanz eine der grössten Hebel für nachhaltigen Konsum. Erste Ansätze dieser Tendenz zeigen sich bei den Carrot Mobbers.

Insofern müssen Unternehmen auf der Hut sein und nicht erst übermorgen mit einigen nachhaltigen Einzelmassnahmen versuchen die Kastanien aus dem Feuer zu holen, sondern bereits heute Nachhaltigkeit als zentrales strategisches Element begreifen. Es wird spätestens in ein paar Jahren zu einem stark umsatzrelevanten Faktor werden. zudem wird nachhaltiges Wirtschaften bei der Finanzbeschaffung, beim Recruiting, in der Produktion/Distribution und im Handel von Emmisionsrechten zu einem zentralen Faktor.

Des weiteren zeigen die Befragungen, dass mehr NachhaltigkeitsInformationen am Verkaufspunkt (POS) und via Tests (wie z.B. Öko-Test) gewünscht werden, als die Unternehmen anbieten. Auch werden in Radio und TV mehr Nachhaltigkeitsinformationen gewünscht.

Insgesamt gesehen muss aber wohl für eine wirksame und erfolgreiche Kommunikation mit strategischen KonsumentInnen allen Kommunikationskanälen Aufmerksamkeit geschenkt werden, eine zu starke Fokussierung auf die neuen Medien und damit verbunden ein Abbau der Informationen in den anderen Kanälen könnte sich als Irrtum erweisen.

Verstärken sollten die Unternehmen Ihre Information beim Einsatz von Pestiziden / Gentech- und Nano-Inhaltsstoffen, bei der Deklaration der Transportwege und bei den Öko-Bilanzen der Produkte. Auch dem FairTrade messen die KonsumentInnen mehr Gewicht bei als die Unternehmen selbst.

Die wichtigste Botschaft für Unternehmen ist sicher, dass eine absolut transparente und vor allem ehrliche Kommunikation des Themas zentral wichtig ist. Fehler werden nicht so schnell verziehen. Lieber eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in kleinen ehrlich dargestellten Schritten als grosse Versprechen, die auf Dauer unglaubwürdig wirke, wenn sie nicht erreicht werden (wie im Beispiel der Selbstverpflichtung der Automobilhersteller).

Zu diesem Thema besteht sicherlich noch einiges an Forschungsbedarf, der in der Masterarbeit herausgearbeitet wurde.

Hier gelangen Sie zu den Resultaten der KonsumentInnen-Befragung.

© 2009, Christian Engweiler

 

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