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KonsumentInnen-Umfrage

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Symbole und Personen mit Bezug zu Nachhaltigkeit

Um Nachhaltigkeit zu kommunizieren müssen die attraktivsten Symbole verwendet und glaubwürdige Personen zur Vermittlung eingesetzt werden (siehe dazu auch den Exkurs zum Thema Nachhaltigkeitskommunikation). Daher wurden in der Umfrage auch diese Aspekte aufgegriffen.

Als erstes wurde dazu in einer sogenannten Rangfrage gefragt: *Wenn Sie Symbole/Bilder für die Nachhaltigkeit nennen müssten, welche gefallen Ihnen dafür am besten?“. Bei Total wurde der 1. Rang mit 3 Punkten, der 2. Rang mit 2 Punkten und der  3.Rang mit einem Punkt gewertet.

Symbole

Rang 1

Rang 2

Rang 3

Total

Globus

183

46

35

630

Familienbilder mit mehreren Generationen

88

92

48

404

Lachende Kinder

51

65

54

272

Gletscher

35

38

19

162

Blumen-Wiesen

29

27

33

147

Solarzellen

18

48

37

139

Windräder

15

24

43

112

Berge

19

19

14

90

Glückliche ArbeitnehmerInnen

9

24

30

81

Wasserkraftwerk

13

15

23

77

Eisbären

7

14

27

62

Meer

4

24

22

58

Wale

7

12

18

51

Hybrid-Auto

4

10

18

40

Delphine

5

8

11

34

Adler

2

3

8

17

Pandas

0

2

9

11

Uhu

1

1

2

6

Palmen

1

1

1

5

Jaguar

0

2

1

3

Keines der genannten (siehe unten)

31

6

9

108

Hier gewann klar der Globus mit 630 Punkten. „Familienbilder mit mehreren Generationen“ und „Lachende Kinder“ belegen mit 404 bzw. 272 Punkten Platz 2 und 3. Das heisst also, die positiven Bilder dominieren, bevor dann mit 162 Punkten die Gletscher, die ja oft in der Nachhaltigkeitskommunikation eingesetzt werden, kommen. Platz 5 belegen mit 147 Punkten die Blumen-Wiesen, bevor dann mit 139 bzw. 112 Punkten die technischen Symbole Solarzellen und Windräder folgen. Alle Tiere als Symbole sind eher abgeschlagen auf den letzten Plätzen. Einzig die Eisbären erhielten 62 Punkte.

Allerdings ist hier zu bemerken, dass der Verfasser einige wichtige Begriffe nicht abgefragt hatte, wie die folgende Frage: „Gibt es ein anderes Symbol/Bild oder allenfalls eine Kombination von mehreren Bildern, das für Sie Nachhaltigkeit ausdrückt?“ zeigte. So wurde in den Freitextfeldern der Wald 23mal und der Baum 19mal genannt. Auch Urwald mit 12 Nennungen und Wasser und Kreis/Kreislauf mit je 11 Nennungen hätten wohl in Frage 20 höhere Werte erzielt.

Ein förderlicher Faktor in der Nachhaltigkeitskommunikation kann auch der Einbezug von Personen sein, die mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werden. Diese könnten dann als BotschafterInnen eingesetzt werden. Deshalb wurde gefragt: „Welche Personen verkörpern für Sie den Begriff der Nachhaltigkeit im deutschsprachigen Raum am besten?“. Im Freitext-Feld wurde Klaus Töpfer mit 13 Stimmen vor Ernst (Ulrich) von Weizsäcker (Verfasser Faktor 4) mit 10 Stimmen und Helmut Schmidt mit 9 Stimmen am meisten genannt. Auf Platz 4 folgt der Begründer der dm-Drogeriemarkt Kette und Verfechter des Grundeinkommens Götz W.Werner.

Person

Anzahl

Klaus Töpfer

13

Ernst (Ulrich) von Weizsäcker

10

Helmut Schmidt

9

Götz w. Werner

7

Renate Künast

5

Simonetta Sommaruga

5

(Carl) Friedrich von Weizsäcker

5

Christoph Blocher

4

Hermann Scheer

4

Franz Alt

4

Jürgen Trittin

4

Max Havelaar

4

Robin Cornelius

3

Reinhold Messner

3

Albert Einstein

3

Adolf Ogi

3

Betrand Piccard

3

Thilo Bode

3

Richard Karl von Weizsäcker

3

 

Von den SchweizerInnen wurde die frühere Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga mit 5 Nennungen am meisten genannt. Am zweitmeisten wurde zum Erstaunen des Verfassers Christoph Blocher, ein eher rechtsorientierter Schweizer Politiker, genannt, der eigentlich schwer mit der klassischen Definition von Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werden kann. Bei nur 4 Nennungen kann das aber mit ein paar Fans von ihm begründet werden, denn seine Anhängerschaft ist umfassend überzeugt von ihm. Platz 3 bei den SchweizerInnen teilen sich Robin Cornelius, der Gründer von Switcher, Ballon- und Solarflugzeug Pionier Bertrand Piccard und Alt-Bundesrat Adolf Ogi mit je 3 Nennungen. Auch eine fiktive Romanfigur fällt auf: So wurde Max Havelaar 4 mal genannt, obwohl er nie gelebt hat.

Die Frage wurde  immerhin von 52.6% beantwortet. Auffallend war vor allem, dass keine klassisch prominente Person mehr als einmal genannt wurde. So figuriert kein Musiker, kein Filmschauspieler, kein TV-Star und kein Künstler in dieser Liste. Wäre die Umfrage in den USA durchgeführt worden, so hätte das Bild wohl anders ausgesehen.

Hier würde also noch einiges Potential in der Nachhaltigkeitskommunikation im deutschsprachigen Raum bestehen, wenn Prominente sich mehr zum Thema äussern würden.

Welche Medien von strategischen KonsumentInnen genutzt werden, erfahren Sie im nächsten Kapitel.

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