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KonsumentInnen-Umfrage

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Bereiche und Gründe strategischen Konsums

Welche Branchen sind wichtig für strategische Konsumenten? Und aus welchen Motiven wird strategisch konsumiert? Die Antworten zu diesen beiden Fragen finden Sie auf dieser Seite.

konsumbereiche

In allen Mittelwerten (bei strategischen wie nicht-strategischen Konsumenten) belegen Lebensmittel und Haushaltsgeräte klar die ersten beiden Plätze, wenn auch in verschiedener Reihenfolge. Dritter Bereich ist bei allen die Mobilität. Bei allen Mittelwerten belegt zudem Telekom/IT den letzten Platz, und Möbel, Textilien/Schuhe und Do-it-yourself und Gartenartikel finden sich in den letzten 5. Einzig Kinderspielzeug erreicht eine wesentlich höhere Klassierung bei den nicht-strategischen KonsumentInnen.

Interessant ist der Unterschied der Bedeutung zwischen strategischen und nichtstrategischen KonsumentInnen. Hier fallen vor allem 2 Bereiche ins Auge: Körperpflege / Kosmetika /Medikamente und Wasch- und Reinigungsmittel sind strategischen Konsumenten wesentlich wichtiger als nicht-strategischen Konsumenten. Eine Deutung könnte sein, dass beide chemische Stoffe enthalten und hier bei den strategischen Konsumenten mehr Sensibilität vorhanden ist.

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„Die Umwelt ganz allgemein zu entlasten“ wird also am meisten als sehr wichtig oder mit dem Wert 4 bezeichnet, auch wenn „Um regionale Anbieter zu bevorzugen“  am meisten als sehr wichtig genannt wurde.

„Um soziale Akzeptanz im Freundeskreis zu haben“ erscheint auffällig abgeschlagen. Vielleicht wurde dieser Punkt auch zu technokratisch formuliert und hätte andere Werte gebracht, wenn das Item z.B. mit „Um bei den Freunden zu punkten“ bezeichnet worden wäre. Hier kommt sicherlich aber auch die soziale (Un-)erwünschtheit (vgl. Glossar) ins Spiel, doch ist der Wert so tief, dass davon ausgegangen werden muss, dass soziale Akzeptanz tatsächlich bis heute im Bezug auf Nachhaltigkeit eine absolut unwichtige Rolle spielt. Hier könnte also ein wichtiger Hebel liegen, um strategischen Konsum zu fördern. Eine Werbekampagne, die zeigen würde, dass strategischer Konsum zunehmend auch in Freundeskreisen eine wichtige Rolle spielt, könnte ein Ansatz sein.

Auffällig ist auch, dass der Wert „Um vorbildliche Unternehmen zu belohnen“ wesentlich höher ist als „Um schlechte Unternehmen abzustrafen“.

Bei den Unterschieden der Mittelwerte zwischen den Teilgruppen fällt vor allem auf, dass der Wert „Um meine persönliche Lebensqualität zu erhöhen“ einen sehr geringen Unterschied zwischen  den strategischen Konsumenten und den nichtstrategischen Konsumenten aufweist und bei letzterer Gruppe zur Nummer 2 aufsteigt. Die Gründe „Um regionale Anbieter zu bevorzugen“ und „Um die Umwelt ganz allgemein zu entlasten“ sind bei allen Gruppen in den ersten drei Rängen, analog dazu ist die soziale Akzeptanz überall auf dem letzten Platz.

Des Weiteren fällt auf, dass die Gründe „Um eine gerechte Welt zu ermöglichen“ und „Um ein Zeichen für die Politik zu setzen“ hohe Unterschiede zwischen den Teilgruppen aufweisen, das heisst diese Gründe sind verhältnismassig wichtiger für strategische Konsumenten. Die soziale Akzeptanz und die Erhöhung der persönlichen Lebensqualität weisen hingegen sehr tiefe Unterschiede zwischen den Teilgruppen auf.

Im nächsten Kapitel betrachten wir nun die Bedeutung und den Einfluss strategischen Konsums.

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