{"id":403,"date":"2013-04-08T14:29:27","date_gmt":"2013-04-08T14:29:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=403"},"modified":"2013-04-08T14:29:27","modified_gmt":"2013-04-08T14:29:27","slug":"kurzumfrage-werte-wandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=403","title":{"rendered":"Werte im Wandel"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/fragen\/wertewandel.jpg\" alt=\"wertewandel\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p> <span class=\"Titel3rot\">Jetzt da: die dynamische Werte-Hitparade<\/span> <\/p>\n<p class=\"Stil28\"><em>Wie haben sich im letzten Jahrzehnt Ihre Werte gewandelt? Das wollten wir mit der neuen Kurzumfrage herausfinden, die wir in Zusammenarbeit mit <a href=\"http:\/\/www.seiwert.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Professor Lothar Seiwert<\/a> durchf\u00fchren. Die Ergebnisse liegen hier in einer Kurzfassung vor. <\/em><\/p>\n<p class=\"Stil28\"><em><strong>Den vollst\u00e4ndigen Schlussbericht mit detaillierter Auswertung nach Geschlecht und Alter k\u00f6nnen Sie <a href=\"Downloads\/Werte im Wandel.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier herunterladen<\/a>.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Die wichtigsten Erkenntnisse<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>a) Das wichtigste Gesamtergebnis<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><em>Werte werden immer wertvoller:<\/em><\/p>\n<p>Alle getesteten zwanzig Werte sind in den letzten zehn Jahren wichtiger geworden, besonders aber die \u201eLebens-Werte\u201c Gesundheit, Lebensfreude, Lebenssinn, Lebensqualit\u00e4t und Gesundheit.<\/p>\n<p><strong>b) Das wichtigste Einzelergebnis<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><em>Die dynamische Werte-Hitparade birgt \u00dcberraschungen:<\/em><\/p>\n<p>Der \u201eunscheinbare\u201c Wert Zufriedenheit klettert auf das Podest der Werte-Hitparade und verweist den scheinbar viel attraktiveren Wert Gl\u00fcck auf die hinteren R\u00e4nge.<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Hintergrund und Teilnehmende an der Studie<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Im April 2013 f\u00fchrt die Stiftung spirit.ch in Zusammenarbeit mit Prof. Lothar Seiwert eine Online-Befragung zum Thema <em>Werte-Wandel<\/em> durch. Es ging dabei um die Erstellung einer <em>\u201edynamischen Werte-Hitparade\u201c<\/em>: F\u00fcr zwanzig aus fr\u00fcheren Befragungen ermittelte besonders wichtige Werte sollte erfasst werden, ob diese bei den Befragten in den letzten zehn Jahren an Bedeutung gewonnen oder verloren haben.<\/p>\n<p>Eingeladen zur Teilnahme wurden die Empf\u00e4nger des Newsletters von Prof. Seiwert, die Teilnehmenden an den letzten Umfragen zur Ermittlung der \u201eWerte-Hitparade\u201c sowie die Empf\u00e4nger des Newsletters von spirit.ch.<\/p>\n<p>Den Kurz-Fragebogen vollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllt haben schliesslich 607 Teilnehmende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Dies ist eine beachtliche Teilnehmerzahl. Dazu kommt, dass die Ergebnisse sehr stabil sind: Die Schlussergebnisse unterscheiden sich von einer Zwischenauswertung mit rund der H\u00e4lfte der Teilnehmenden nur minimal. Daraus l\u00e4sst sich schliessen, dass die Antwortenden dieser Studie ein sehr verl\u00e4ssliches Meinungsbild jener Menschen abgeben, die sich grunds\u00e4tzlich f\u00fcr das Thema Werte interessieren.<\/p>\n<p>Von den 607 Teilnehmenden sind 54% Frauen und 46% M\u00e4nner. Damit liegt der Frauen-Anteil deutlich h\u00f6her als bei vergleichbaren Online-Umfragen. Das best\u00e4tigt Erkenntnisse aus fr\u00fcheren Studien: Frauen sind tendenziell st\u00e4rker am Thema Werte interessiert als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Nach Altersgruppen verteilen sich die Teilnehmenden wie folgt:<\/p>\n<p>&#8211; bis 39 &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 9%<\/p>\n<p>&#8211; 40 bis 49&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 30%<\/p>\n<p>&#8211; 50 bis 59&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 28%<\/p>\n<p>&#8211; 60 bis 69&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 19%<\/p>\n<p>&#8211; 70 und mehr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 14%<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Teilnehmer ist 22 Jahre alt, der \u00e4lteste 93. Das Durchschnittsalter liegt bei 54 und damit \u00fcber dem Bev\u00f6lkerungsschnitt. Das liegt zum einen an der Altersstruktur der angesprochenen Adressaten, k\u00f6nnte zum anderen aber auch ein Hinweis darauf sein, dass das Interesse an Werten mit zunehmendem Alter steigt.<\/p>\n<p>Nach der Art ihres Bildungsabschlusses verteilen sich die Teilnehmenden wie folgt:<\/p>\n<p>&#8211; Volksschule&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; 1%<\/p>\n<p>&#8211; Berufslehre&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 20%<\/p>\n<p>&#8211; Abitur\/Matura&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 12%<\/p>\n<p>&#8211; Fachhochschule&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 32%<\/p>\n<p>&#8211; Universit\u00e4t&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 35%<\/p>\n<p>Wir haben es also mit einem \u00fcberdurchschnittlich gebildeten Publikum zu tun, wenn wir von Werten reden. Was keineswegs bedeutet, dass das Thema Werte nur Akademikern zug\u00e4nglich w\u00e4re&#8230;<\/p>\n<p><strong>Die Bedeutung der 20 wichtigsten Werte<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>In zwei Befragungsrunden hatte spirit.ch vor dieser Umfrage die Top 20 der Werte-Hitparade ermittelt. Aus Gr\u00fcnden der Befragungs\u00f6konomie haben wir uns auf diese 20 Werte konzentriert, um f\u00fcr diese zus\u00e4tzlich die Dimension der Dynamik zu ermitteln.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst haben wir jedoch nach der pers\u00f6nlichen Bedeutung dieser 20 Werte gefragt. Anders als in den bisherigen Befragungsrunden konnte jeder Wert auf einer Skala von 1 bis 10 eingestuft werden. Diese Frage brachte folgende Ergebnisse:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/fragen\/wewa1.jpg\" alt=\"wewa1\" width=\"600\" height=\"368\" \/><\/p>\n<p>Wie leicht zu ersehen ist, sind alle Werte sehr wichtig, denn alle erreichen (gerundet) einen Wert von mindestens 8 auf der Zehnerskala. Offensichtlich sind unter den Top 20 der Werte-Hitparade wirklich nur sehr wichtige Werte vertreten.<\/p>\n<p>Entsprechend gering fallen die Unterschiede zwischen Rang 1 (9.2) und Rang 20 (7.8) aus. Die Befragten verf\u00fcgen eindeutig \u00fcber ein breites Spektrum von sehr wichtigen Werten. Das ist ein wichtiger Hinweis: Wenn man Werte anspricht, spricht man nicht einzelne Werte an, sondern ein ganzes B\u00fcndel von (fast) gleichwertigen Werten.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz sind auch Differenzierungen im Nahbereich sichtbar, das heisst, es sind nicht alle Werte exakt gleich wichtig und bedeutsam. Es l\u00e4sst sich innerhalb der Top 20-Werte durchaus eine Rangierung vornehmen.<\/p>\n<p>Apropos Rangierung: In der zweiten Runde der Werte-Hitparaden-Ermittlung mussten die Befragten die zuvor ausgew\u00e4hlten zwanzig Werte rangieren, also in eine Reihenfolge der Bedeutung bringen. Die damals ermittelten Rangierungen k\u00f6nnen wir mit den jetzigen R\u00e4ngen vergleichen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/fragen\/wewa2.jpg\" alt=\"wewa2\" width=\"600\" height=\"368\" \/><\/p>\n<p> <\/p>\n<p>Die beiden Ranglisten sind eindeutig nicht identisch, sieht man mal vom ersten (Gesundheit) und zwanzigsten (Nachhaltigkeit) Rang ab. Besonders starke Abweichungen ergeben sich einerseits bei den Werten Lebensqualit\u00e4t und Eigenverantwortung, die in der aktuellen Umfrage deutlich weiter hinten rangieren, und andererseits bei Zufriedenheit und Zuverl\u00e4ssigkeit, die deutlich besser abschneiden als bei der letzten Umfrage.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rbar sind solche Abweichungen dadurch, dass wir zwar viele gleichberechtigte Werte haben, diese jedoch untereinander keineswegs konfliktfrei sind. Immer wieder m\u00fcssen wir entscheiden, welcher Wert uns gerade noch wichtiger ist als die anderen. Eine Rangierung simuliert diese Konfliktsituation, indem sie zur Entscheidung zwingt, welcher Werte im Zweifelsfall vor und hinter welchem anderen rangiert.<\/p>\n<p>Insofern ist die rot dargestellte Linie mit den R\u00e4ngen der eindeutigen Rangierung vermutlich aussagekr\u00e4ftiger \u2013 wenn es denn um R\u00e4nge geht. Entscheidender ist ohnehin die Erkenntnis, dass es mindestens zwanzig sehr wichtige Werte gibt, deren Bedeutung zwar im Nahbereich durchaus differenziert, die jedoch so etwas wie eine Einheit bilden.<\/p>\n<p><strong>Werte-Wandel<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die pers\u00f6nliche Bedeutung einzelner Werte ist keineswegs ein Leben lang festgeschrieben. Werte-Wandel hat nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine pers\u00f6nliche Bedeutung. Wir haben deshalb gefragt, wie man diesen Wandel in den letzten zehn Jahren selbst erlebt hat:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/fragen\/wewa3.jpg\" alt=\"wewa3\" width=\"600\" height=\"368\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/fragen\/wewa4.jpg\" alt=\"wewa4\" width=\"600\" height=\"368\" \/><\/p>\n<p>Erstaunliches Fazit: Kein einziger Wert ist (nat\u00fcrlich im Schnitt) in den letzten zehn Jahren weniger wichtig geworden. Vielmehr sind alle Werte mehr oder weniger wichtiger geworden.<\/p>\n<p>Um den \u00dcberblick zu erleichtern, haben wir eine Art \u201eNetto-Wanderungsbewegung\u201c errechnet: Eine starke Ver\u00e4nderung ergab drei Punkte, eine schwache einen Punkt und Stabilit\u00e4t null Punkte, nat\u00fcrlich jeweils mit entsprechenden Vorzeichen. Daraus l\u00e4sst sich f\u00fcr jeden Wert sein Dynamik-Index errechnen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/fragen\/wewa5.jpg\" alt=\"wewa5\" width=\"600\" height=\"368\" \/><\/p>\n<p>Hier wird deutlich, dass zwar alle Werte an Bedeutung gewonnen haben, aber nicht alle gleich viel. Unangefochten liegt auch hier der Wert Gesundheit an der Spitze, das heisst, Gesundheit war schon wichtig und ist noch viel wichtiger geworden.<\/p>\n<p>Dahinter folgen Lebensfreude, Lebenssinn, Zufriedenheit und Lebensqualit\u00e4t. Zusammenfassend k\u00f6nnte man diese Werte als \u201eLebens-Werte\u201c bezeichnen. Es geht dabei immer um die Frage nach einem gegl\u00fcckten Leben und wie man dieses gestalten kann. Dieses Thema, zu dem Gesundheit ja auch geh\u00f6rt, hat im letzten Jahrzehnt also eine eindeutige Dynamik entwickelt.<\/p>\n<p>Das kann man nicht von allen abgefragten Werten behaupten, manche wie Sicherheit oder Humor haben in den letzten zehn Jahren wenig Bedeutung hinzugewonnen. Und auch die Werte \u201esoziale Verantwortung\u201c und \u201eGerechtigkeit\u201c weisen verh\u00e4ltnism\u00e4ssig wenig Dynamik auf. \u00dcber die Gr\u00fcnde daf\u00fcr l\u00e4sst sich h\u00f6chstens spekulieren.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz l\u00e4sst sich eine klare Aussage treffen: <strong><em>Da alle zwanzig wichtigsten Werte wichtiger geworden sind, hat das Thema Werte insgesamt an Bedeutung gewonnen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gilt es bei dieser Aussage zwei Relativierungen zu beachten: Zum einen haben an der Umfrage naturgem\u00e4ss vorwiegend Menschen teilgenommen, die sich durch das Thema Werte angesprochen f\u00fchlen. Es handelt sich also nicht um eine Stichprobe, die f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung repr\u00e4sentativ ist. Repr\u00e4sentativ ist die Stichprobe vielmehr f\u00fcr jenen Teil der Menschen im deutschsprachigen Raum, die f\u00fcr das Thema Werte bereits sensibilisiert sind, also gleichsam f\u00fcr die Vorhut des Werte-Wandels.<\/p>\n<p>Diese Vorhut nimmt in der Regel Entwicklungen vorweg, die sich sp\u00e4ter in breitere Kreise ausbreiten. Deshalb ist es so wichtig zu wissen, wie sie denkt und tickt. Wenn wir also erfahren, dass bei den Sensibilisierten die Bedeutung von Werten auf breiter Front gewachsen ist, k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass eine \u00e4hnliche Entwicklung auch ausserhalb dieser Minderheit bereits eingesetzt hat, wenn auch auf tieferem Ausgangsniveau.<\/p>\n<p>Die zweite Einschr\u00e4nkung betrifft die Auswahl der getesteten Werte. Die Aussage, alle Werte seien wichtiger geworden, bezieht sich ja \u201enur\u201c auf die zwanzig wichtigsten Werte der fr\u00fcher ermittelten Werte-Hitparade. Urspr\u00fcnglich betrug dort die Anzahl der einbezogenen Werte immerhin 55. Das heisst: Die jetzt ausgew\u00e4hlten 20 Werte sind zwar die wichtigsten aus der urspr\u00fcnglichen Auswahl, doch es gibt daneben noch viele weitere Werte, die zwar nicht ganz so wichtig, wohl aber immer noch bedeutsam sind.<\/p>\n<p>Vermutlich w\u00fcrde sich unter diesen restlichen 35 Werten der eine oder andere finden, dessen Bedeutung nicht zugenommen oder sogar abgenommen hat, doch dies w\u00fcrde an der Gesamtaussage, wonach Werte insgesamt wichtiger geworden sind, nichts \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Innerhalb dieser Gesamttendenz gibt es weitere interessante Einzelerkenntnisse. Vor allem der Blick auf die ersten f\u00fcnf R\u00e4nge der Liste mit der st\u00e4rksten Bedeutungszunahme ist aufschlussreich, zumal es zwischen Rang 5 und Rang 6 einen deutlichen Abstand gibt. Den Spitzenrang nimmt mit grossem Vorsprung der Wert Gesundheit ein, was eindr\u00fccklich beweist, wie wichtig dieses Thema mittlerweile geworden ist. Dem Grundsatz \u201eGesundheit ist nicht alles, doch ohne Gesundheit ist alles nichts\u201c verdankt dieser Wert offensichtlich seinen absoluten Spitzenplatz sowohl bei der Bedeutung als auch bei der Dynamik.<\/p>\n<p>Alle drei Werte mit \u201eLebens-\u201e finden sich in den Top 5 der Dynamikrangliste, also Lebensfreude, Lebenssinn und Lebensqualit\u00e4t. Das kann kein Zufall sein. Die Kunst, ein gegl\u00fccktes Leben zu f\u00fchren, steht offenkundig hoch im Kurs. Werte sind ja immer auch eine Antwort auf die Frage, worum es im Leben eigentlich geht. Und da hat sich in den letzten zehn Jahren eine Antwort immer klarer herausgesch\u00e4lt: um Lebensqualit\u00e4t, speziell um Lebensfreude und Lebenssinn.<\/p>\n<p>Und offenbar auch um Zufriedenheit. Diese unscheinbare kleine Schwester des strahlenden Gl\u00fccks fristete bisher ein Mauerbl\u00fcmchendasein. Folgt man n\u00e4mlich den Schwergewichten der Ratgeber-Literatur, geht es im Leben um m\u00f6glichst grosses Gl\u00fcck. Unsere Befragten wissen es besser, und sie k\u00f6nnen dabei auf den Erfahrungsschatz weiser Menschen aus vielen Jahrhunderten bauen: Dauerhaftes Gl\u00fcck ist eine Illusion. Nachhaltige Zufriedenheit dagegen ist ein ebenso lohnendes wie realistisches Ziel. Diese Erkenntnis hat im letzten Jahrzehnt offenbar eine betr\u00e4chtliche Dynamik entwickelt.<\/p>\n<p>Zufriedenheit spielt im Lebensqualit\u00e4ts-Konzept von spirit.ch eine zentrale Rolle. Wenn wir Menschen nach dem Grad ihrer Lebensqualit\u00e4t fragen, k\u00f6nnen wir diese ja nicht direkt messen. Vielmehr fragen wir nach der Zufriedenheit mit der eigenen Lebensqualit\u00e4t, wobei wir Zufriedenheit als Abstand zwischen Erwartung und Erf\u00fcllung verstehen und deshalb fragen:<\/p>\n<p><em>\u00bbWenn Sie einmal die h\u00f6chste Lebensqualit\u00e4t, die Sie f\u00fcr sich denken k\u00f6nnen, mit dem Wert 100 beziffern: Wie hoch ist dann Ihre derzeitige allgemeine Lebensqualit\u00e4t? (als Ganzes, nicht auf den jetzigen Augenblick beschr\u00e4nkt.) Sie k\u00f6nnen diesen Wert mit einer Zahl zwischen 1 und 100 ausdr\u00fccken.\u00ab<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wird also das eigene Erwartungs-Niveau festgelegt, dann die Zufriedenheit mit einem Prozentwert ausgedr\u00fcckt. Im Schnitt liegt dieser Wert bei rund 75, das heisst, die Erwartungen an die eigene ideale Lebensqualit\u00e4t werden etwa zu drei Vierteln erf\u00fcllt. Diesen Wert noch weiter zu steigern, ist den Umfrage-Teilnehmenden offenkundig wichtig.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/fragen\/wertewandel_kl.jpg\" alt=\"wertewandel_kl\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Jetzt da: die dynamische Werte-Hitparade<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-403","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=403"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/403\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=403"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=403"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}