{"id":347,"date":"2012-03-14T08:29:03","date_gmt":"2012-03-14T08:29:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=347"},"modified":"2012-03-14T08:29:03","modified_gmt":"2012-03-14T08:29:03","slug":"35-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=347","title":{"rendered":"35. Woche"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2003.jpg\" alt=\"Blog spirit.th - Beitragsbild\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p> <span class=\"Titel3rot\">Samstag 14. Juli 2012<\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Eigentlich hatten wir erwartet, dass ausser Lou, Lupsi und Joey im Juli keine Farangs hier auf der Insel sind. Doch immer wieder tauchen unerwartet neue G\u00e4ste auf. Nach der s\u00fcdamerikanischen Familie letzter Woche war ein australisches und ein franz\u00f6sisch-thail\u00e4ndisches Paar 3 Tage hier. Gleichzeitig kam Hans und nun ist Jenny, eine langj\u00e4hrige Stamm-G\u00e4stin und Toni, ein aufgestellter Australier, eingetroffen. &nbsp;Der \u201eStammtisch\u201c ist also entgegen unserer Erwartungen auch in der Off-Season gut besetzt. Auch sonst bewegt sich einiges im Resort, es gibt einige Ver\u00e4nderungen, auf die wir dann im Blog \u00fcbern\u00e4chste Woche eingehen werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2839.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Im Gespr\u00e4ch mit Hans in einem der kleinen &#8222;H\u00e4uschen&#8220; direkt am Meer vor dem Restaurant<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Langweilig wird es uns hier also nicht im Geringsten \u2013 im Gegenteil. Von all den Filmen, die wir f\u00fcr \u201eeinsame Tage\u201c auf Harddisk mitgenommen haben, haben wir noch keinen einzigen gesehen und selbst das neue Spiel Anno 2070, das wir in der Schweiz zu gleichem Zweck gekauft hatten, ist noch nicht einmal installiert.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Doch trotzdem nun zum versprochenen dritten Teil unserer Reise, die wir ja \u201eUnbekanntes Thailand\u201c benannt haben, da wir auf der ganzen Reise nur gerade eine Ausl\u00e4nderin gesehen hatten. In der 31. Woche haben wir ja vom ersten Tag geschrieben, der in Nakhon Si Thammarat endete. Und im Blog der 33. Woche findet Ihr den 2. Tag unserer Reise, die uns nach Phattalung f\u00fchrte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP1967.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Unser Fr\u00fchst\u00fccksplatz in Phattalung<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Dort startete dann nat\u00fcrlich auch der 3. Tag mit einem Fr\u00fchst\u00fcck am idyllischen Fluss. Dass dieses Resort wohl erst wenige Ausl\u00e4nder gesehen hat, bemerkte man an verschiedenen Dingen. So gab es keine einzige Beurteilung auf tripadvisor.com was f\u00fcr eine solch doch grosse Anlage eigentlich erstaunlich ist. Englisch sprach auch nur gerade eine neue eingestellte Frau, die vorher in Phuket gearbeitet hatte. Es gab zwar Toast, einen (eher ungeniessbaren Kaffee) und ein 3-Minuten Ei zum Fr\u00fchst\u00fcck, doch war letzteres auch wieder ein Hinweis auf die Thai-Kundschaft, denn das Ei wurde ohne Schale im Glas serviert, wie dies bei Thai\u2019s \u00fcblich ist. Das Resort lebt anscheinend vor allem von Seminaren und Weiterbildungen, wie wir dann etwas sp\u00e4ter an den Vorbereitungen sahen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2051.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Hat und Chung vor unserem komfortablen Transportmittel<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck starteten wir dann nach Thale Noi, dass etwa 30 km im Norden von Phattalung liegt. Der Weg f\u00fchrt entlang der K\u00fcste des gr\u00f6ssten S\u00fcsswasser-Sees von Thailand (<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Songkhla_Lake\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Songkhla-See<\/a>), der gleichzeitig auch das gr\u00f6sste Binnen-Gew\u00e4sser S\u00fcdostasiens ist. Dieser See ist ungef\u00e4hr doppelt so gross wie der Bodensee.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Thale Noi ist ein nettes D\u00f6rfchen mit einigen bekannten Kunsthandwerkern, doch vor allem liegt es an einem kleinen See, der im ersten Jagdschutzgebiet Thailand\u2018s liegt und dementsprechend hunderte verschiedener Vogelarten beherbergt. Bei Thais ist er vor allem auch bekannt wegen seiner riesigen Fl\u00e4che an Lotus-Blumen, so hat uns Ann schon fast ein wenig beneidet, als sie h\u00f6rte, wo wir waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2019.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Eine der mehr als hundert Vogel-Arten in diesem See<br \/><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2008.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Direkt durch die Lotusblumen-Felder hindurch f\u00fchrte uns das Boot<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">In einer rund eineinhalb st\u00fcndigen Boots-Fahrt rund um diesen kleinen See konnten wir die erstaunliche Artenvielfalt und all die wundersch\u00f6nen Lotus-Blumen geniessen. Die Farben der Lotus-Blumen wechseln sich ab von Purpur \u00fcber Weiss, Gelb bis Rosa. Ein echter Genuss! Die Samen der Lotus-Blume kann man \u00fcbrigens essen, sie schmecken k\u00f6stlich. Und die Wurzeln der Lotus-Blume sind begehrt und werden von den Thais gekocht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP1981.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Startbereit &#8211; ausger\u00fcstet mit einem Hut gegen die Sonne<br \/><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2011.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Thai&#8217;s bei der Lotus-Wurzel-Ernte<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Am anderen Ende dieses Sees geht ein kleiner Fluss zum Songkhla-See. Im Sumpfland dieses Zwischenraums leben einige Wasserb\u00fcffel, von denen wir aber leider keinen gesehen haben. Daf\u00fcr sahen wir viele V\u00f6gel, von denen einige ganz seltene Arten, die man nur hier findet, seien. Diese Bootsfahrt war auf jeden Fall ein High-Light unserer Reise. Danach ging\u2019s wieder auf Reise mit einem Halt in einem netten Restaurant, indem wir den k\u00f6stlichen Kaffee nach unserem Fr\u00fchst\u00fcck umso mehr genossen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2028.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Auch \u00e4sthetisch ein wirklich guter Kaffee &#8211; wie man manchmal schon nur von einem Kaffee schw\u00e4rmen kann&#8230;<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Weiter ging es zum H\u00f6hlen-Tempel \u201eWat Tham Sumano\u201c. Da wanderten wir dann durch all die H\u00f6hlen und zwischendurch \u00fcber Stock und Stein und H\u00e4ngebr\u00fccken. Wir bestaunten Grotten, die wie ein Dom geformt sind und mit Kronleuchtern und sehr alten Buddha-Figuren ausgestattet sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2043.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Der dicke Buddha (steht f\u00fcr Wohlstand und Gl\u00fcck) und der lehrende Buddha<br \/><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2074.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Die Tour war auch wirklich teils so steil, wie es hier aussieht.<br \/><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2042.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Die Br\u00fccke, die einem frei \u00fcbersetzt von Begierde, Verlangen und W\u00fcnschen befreit (Monika wurde aber vor der Angst vor solchen Br\u00fccken leider nicht befreit)<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Im Tempel werden G\u00e4ste immer begr\u00fcsst und vom Verantwortlichen gleich auf eine Tour gef\u00fchrt. Dies nat\u00fcrlich finanziert einen Teil des Tempel-Betriebes, denn die buddhistischen Thais bauen durch eine Tempelspende Ihr Karma ab (siehe unten). Aber sogar Hat, unser Fahrer, obwohl &nbsp;moslemisch, besuchte einen Teil des Tempels.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2049.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Die beiden Weisen dieses Tempels<br \/><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2088.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Abfall trennen reduziert Dein Karma, steht hier frei \u00fcbersetzt<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Anweisungen und Hinweise f\u00fcr besseres Leben findet man \u00fcberall. Sogar auf M\u00fclltonnen. Wenn der Abfall getrennt gesammelt wird, ergibt dies je nach Deutung gutes Karma oder baut das Karma ab, was Ziel jedes wirklichen Buddhisten ist. Denn viel schlechtes Karma kann sich negativ auf das n\u00e4chste Leben auswirken, aber auch gutes Karma ist f\u00fcr Gelehrte nicht das Ziel, denn dieses verstrickt einem ebenfalls zus\u00e4tzlich ins Leben. Das Ziel ist es sich von der Welt zu l\u00f6sen und ins Nichts (Nirwana) aufzugehen. Dazu muss man all die vielen Dinge der Welt nicht zu sehr betrachten und vor allem nicht emotional darauf reagieren, denn sie sind im Glauben der wirklichen Buddhisten eine Art T\u00e4uschung und damit belanglos und vom Weg abbringend (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karma\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr zu Karma in Wikipedia<\/a>).<\/p>\n<p class=\"mittel\">So die offizielle Lehre. Wenn man allerdings die Thais betrachtet, dann leben sie eigentlich gar nicht nach diesen Lehren, denn sie verehren Buddha als Gott und verletzen damit bereits eine der wichtigsten Grunds\u00e4tze, n\u00e4mlich nichts anzuhaften, was von Gelehrten sogar als Geistesgift bezeichnet wird. Buddha w\u00fcrde sich ob dieser Art der Auslegung seiner Lehre wohl im Grab drehen, wenn er denn eines h\u00e4tte (denn die Reliquien, also seine Gebeine, sind ja \u00fcberall verstreut und denen wird ebenfalls gehuldigt, obwohl Buddha ja genau die Abkehr vom Materialismus predigte).<\/p>\n<p class=\"mittel\">Teils aber beruht es schlicht auch auf Unwissen. Lek wollte mich im Ernst zum Beispiel \u00fcberzeugen, dass er und auch die anderen thail\u00e4ndischen Buddhisten nicht an Wiedergeburt glauben. Da ich aber vor 25 Jahren ein paar Wochen in einem buddhistischen Tempel verbrachte und als sogenannter Laie die M\u00f6nche in Ihren t\u00e4glichen T\u00e4tigkeiten begleitete und mich auch danach aufgrund der Erfahrung der verschiedenen Buddhismus-Arten, die ich in Asien kennengelernt hatte, sehr intensiv mit der Religion besch\u00e4ftigte, wusste ich das die Lehrmeinung in Thailand eine andere ist. Diese kommt aber bei den Leuten anscheinend nicht an und die M\u00f6nche freuen sich so \u00fcber all die Gaben, die Ihnen aus diesem Grund geschenkt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2033.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Du sollst keinen L\u00e4rm machen im Tempel<br \/><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2030.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Die f\u00fcnf unzufriedenen Finger &#8211; jeder der Finger hat ein anderes Problem, \u00fcber das er sich beschwert.<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Die n\u00e4chste Station war dann leider nicht so erfreulich. Wir besuchten einen Zoo, der sich als staatliche Forschungsinstitution finanziert und offiziell verletzte Tiere pflegt und danach wieder auswildert. Die Gehege lassen aber auf keinen wirklich sehr f\u00fcrsorglichen Umgang schliessen. Lek wollte uns schon gar nicht erst dahin f\u00fchren, denn er litt f\u00f6rmlich mit den Tieren, da er ein sehr dschungel-verbundener Mensch ist. Er fragte Monika, ob sie nicht gleich die Gehege aufschneiden m\u00f6chte&#8230; Chung erz\u00e4hlte, dass viel zu wenig Geld des Staates komme und daher die Gehege nicht vergr\u00f6ssert werden k\u00f6nnen. Nun die Diskussion kennen wir aus der Schweiz, wo erst grad letzthin ein kleiner Zoo in Eichberg schliessen musste, da das Gehege zu klein waren und das Geld fehlte, nur sind hier die Zust\u00e4nde um einiges arger, wie bei uns vor 30 Jahren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2103.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Der Blick sagt alles<br \/><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2106.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Dieser <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Binturong\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Binturong<\/a> war das eines der wenigen Tiere, die etwas Platz hatten<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Einige der Bilder zeigen wir hier jetzt bewusst nicht, denn auch uns haben Sie beim erneuten Anschauen das Herz zugeschn\u00fcrt. Hier also nur die relativ harmlosen und einigermassen kinderfreundlichen Bilder. Unsere Meinung ist klar: Solche Zust\u00e4nde sind nicht haltbar und schon gar nicht unterst\u00fctzenswert. Da wird auch ein Eintrag in das G\u00e4stebuch des Zoo&#8217;s nicht viel helfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2111.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Eine thail\u00e4ndische Rehart<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Dann wurde es schon langsam sp\u00e4t und wir begaben uns auf die Heimreise, die durch die Stadt Trang f\u00fchrte. Hier ist Chung die ersten Jahre aufgewachsen, bevor seine grosse Familie (ca. 16 Geschwister) dann aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden nach Krabi \u00fcbersiedelte. Dementsprechend wusste er uns viel \u00fcber die Region und seine Kindheit hier zu erz\u00e4hlen und wir h\u00e4tten wohl noch einige spannende Orte besucht, wenn es denn nicht schon dunkel geworden w\u00e4re. So steht zum Beispiel der \u00e4lteste Kautschukbaum Thailands in Trang und dieser bot uns die Gelegenheit der Geschichte zuzuh\u00f6ren, wie die Art vor 50 Jahren den Weg aus Malaysia nach Thailand fand. Heute ist Thailand nach Malaysia der zweitgr\u00f6sste Kautschuk-Exporteur der Welt und in vielen Regionen die Hauteinnahmequelle.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Da der Kautschuk-Preis seit letztem Jahr erheblich f\u00e4llt, trifft das Thailand so sehr, dass sogar schon Krisenst\u00e4be einberufen wurden. Diese versuchen den Preis zu st\u00fctzen, aber es gelingt Ihnen nicht, denn die europ\u00e4ische Krise hat ein erhebliches Absatzproblem geschaffen. Gleichzeitig soll weltweit n\u00e4chstes Jahr rund 25% mehr Rubber auf den Markt kommen und bedenkt man, wie viele Plantagen im Boom-Jahr 2010 aufgebaut wurden und dann in 7 Jahren Ertrag geben, so sind dies eher d\u00fcstere Prognosen f\u00fcr die Farmer hier, die gleichzeitig auch noch von einem fallenden Palm\u00f6l Preis geplagt werden. Und auch der Tourismus darbt, es gingen markant weniger Reservationen bis jetzt in der ganzen Region ein wie letztes Jahr und schon dieses war nicht wirklich gut.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Die Region, die wir durchfuhren und auch unsere Region werden also in Zukunft einige Herausforderungen bew\u00e4ltigen m\u00fcssen, wollen Sie das kleine St\u00fcck \u201eWohlstand\u201c (bewusst in Anf\u00fchrungszeichen gesetzt&#8230;), dass sie gerade erst kennen gelernt haben, wahren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2070.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Der kleine liegende Buddha im H\u00f6hlentempel<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Die Strasse die wir benutzten, war in Chungs Kindheit noch ein schmaler erdiger Waldpfad, jetzt wird die ganze Strecke auf 4 Fahrstreifen ausgebaut, selbst die Passage \u00fcber die Berge wird vierspurig verbreitert. Zu der Zeit als Chung in Trang geboren wurde, war die Region Krabi noch praktisch unbewohnt und alle Ank\u00f6mmlinge erhielten gratis Land zugeteilt.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Es gab damals noch fast keine Infrastruktur in der ganzen grossen Region und die Stadt Krabi war noch ein Dorf. Wenn man sich heute Ao Nang, Koh PhiPhi und Koh Lanta anschaut und sich die unendlich erstreckenden Kautschuk- und Palm\u00f6lplantagen verinnerlicht, so kann man sich gar nicht vorstellen, dass diese Regionen noch vor wenigen Jahrzehnten absolut unbelebt waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2039.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Blick hin zu einer Prozession, die wir nicht weiter st\u00f6rten<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Durch diese Plantagen-Welt f\u00fchrte uns der Weg heim nach SiBoya. Peter luden wir auf dem Weg in Krabi aus, er flog am n\u00e4chsten Morgen Richtung HongKong und auch Lek \u00fcbernachtete in Krabi, um am n\u00e4chsten Tag dann nach Kiriwong, in seine geliebte Heimat zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Wir haben Lek auf dieser Reise wirklich sehr sch\u00e4tzen gelernt, er ist uns in der kurzen Zeit schon irgendwie zu einem Freund geworden. Seine offene, direkte, ehrliche und humorvolle Art und seine Naturverbundenheit haben uns irgendwie tief ber\u00fchrt und wir freuen uns darauf, Lek schon bald wieder einmal zu sehen.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Ebenso trug Peters st\u00e4ndiger Humor dazu bei, dass unser 7-er Gr\u00fcppchen stets vergn\u00fcgt die l\u00e4ngeren Reisezeiten genoss und Chung bereicherte die Fahrt mit seiner unglaublichen und emotionalen Erz\u00e4hl-Leidenschaft. Am war eher ein stiller Geniesser, aber gleichzeitig auch der, der immer an die Details dachte. Und Hat genoss die Reise ebenfalls und schoss sogar einige Bilder mit seinem Fotoapparat, was uns erstaunte. Auch er strahlte nach Abschluss der Fahrt, als wir bei ihm daheim dann noch etwas Fisch mitnahmen, denn Chung mitzubringen versprochen hatte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2069.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"600\" height=\"450\" \/><br \/><span class=\"klein\">Der Ausgang aus dem H\u00f6hlentempel direkt in ein sch\u00f6nes St\u00fcck Dschungel<br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"mittel\">Hat fuhr uns dann noch mit der F\u00e4hre zur\u00fcck in gef\u00fchlter tiefsp\u00e4ter Nacht (neun Uhr abends&#8230; so sp\u00e4t waren wir noch nie zur\u00fcck auf unserer Insel). So k\u00f6nnen wir nun \u00fcber l\u00e4ngere Zeit an eine wirklich erlebnisreiche und intensive Kurzreise zur\u00fcckdenken, die uns auf jeden Fall viel mit auf den Weg gegeben hat und uns Thailand in all seinen vielen bunten Facetten besser verstehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Opa wurde in dieser Zeit von \u201eunseren\u201c beiden Frauen Ann und Tiu liebevoll umsorgt, die sich \u00fcber all die Dinge, die wir aus Kiriwong mitbrachten, freuten (siehe 31. Woche). Den Sonntag danach erholten wir uns dann, bevor wir dann am Montag schon wieder pflichtbewusst nach Krabi in die Schule gingen. Und dies wird dann auch das Thema des n\u00e4chsten Blogs sein, wo wir Euch einen Einblick in unsere Schule, in die thail\u00e4ndische Schrift und etwas in die hier ganz andere und deshalb spannende Grammatik geben.<\/p>\n<p class=\"mittel\">Bis dann w\u00fcnschen wir allen, die den Sommer daheim in Europa verbringen sch\u00f6ne Sommer-Tage und f\u00fcr unsere Region eine weiterhin so angenehme Regenzeit, wie wir sie derzeit hier haben.<\/p>\n<p class=\"mittel\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/spirit-thai2\/IMGP2003-thumb.jpg\" alt=\"Blog spirit.th - Bild klein\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Unbekanntes Thailand Teil 3.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-347","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorised"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/347\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}