{"id":266,"date":"2011-03-23T18:58:09","date_gmt":"2011-03-23T18:58:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=266"},"modified":"2011-03-23T18:58:09","modified_gmt":"2011-03-23T18:58:09","slug":"lets-make-energy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=266","title":{"rendered":"Let\u2019s make Energy!"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/diverse\/letsmake.jpg\" alt=\"letsmake\" height=\"273\" width=\"364\" \/><\/p>\n<p> <span class=\"Titel3rot\">&nbsp;<\/span><strong class=\"Titel3rot\">2040 \u2013 eine etwas andere Zukunftsvision&#8230;<\/strong> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><em>Im Rahmen der Internationalen Sommeruniversit\u00e4t 2010 \u201eAudiovisuelle Kommunikation erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Klimafolgen\u201c in Karnitz, Mecklenburg-Vorpommern wurde diese Vision f\u00fcr das Jahre 2040 mit einer kreativen Szenariotechnik erarbeitet. Lassen Sie sich in eine m\u00f6gliche Zukunft entf\u00fchren&#8230;<\/em><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>Donnerstag, 4. August 2040 &#8211; 04.00 Uhr, Circle House, am Rande der Sahara<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Leicht benommen sch\u00fcttelt Juan Pablo den Kopf. Noch immer hat er sich nicht an die neue Umgebung gew\u00f6hnt. Soeben hat ihn die allmorgendliche Computerstimme im Schlafsaal mit einem angenehmen Klang geweckt. Traumfetzen erinnern ihn an seine \u00dcberreise im abgewrackten Kreuzfahrtschiff. Europa und sein ehemals geliebtes Spanien liegen fern. Doch liegt das Spanien, das er mal liebte, auch weit zur\u00fcck.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">\u201eBitte begeben Sie sich zum Fr\u00fchst\u00fccksraum, das Morgenessen erwartet sie\u201c &nbsp;teilt ihm die schon fast menschliche Computerstimme mit. Wie jeden Morgen schmeckt das Fr\u00fchst\u00fcck, dessen Bestandteile vor allem in den Nachhaltigkeitslabors unter der W\u00fcste ganz hier in der N\u00e4he angebaut wurden, nicht besonders.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Auf dem Programm steht heute die Eigenenergiegewinnung auf dem Fahrrad. Fr\u00fcher hat er nie dar\u00fcber nachgedacht, woher die Energie kommt, die er t\u00e4glich verbraucht. Und eigentlich h\u00e4tte es ja hier aufgrund der nahen Solarkraftwerke gen\u00fcgend Strom. Doch dieser t\u00e4gliche Programmpunkt soll den Menschen in Erinnerung rufen, dass Energie nicht einfach bedenkenlos konsumiert werden kann. Auf dem Fahrrad erinnert Juan Pablo sich zur\u00fcck an den ausschweifenden Lebensstil, den er gef\u00fchrt hatte. Er konnte sich ja als Banker auch alles leisten, das er haben wollte. Bis \u2013 nein daran wollte er jetzt nicht denken, nicht schon so fr\u00fch am Morgen.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Mit den anderen, die hier in diesem Campus gestrandet waren, bewegen Sie sich nun Richtung Abfahrtsstation. Ein E-Mobil-Grosswagen holt&nbsp; die Gruppe ab und bringt sie zum 40 km entfernten Afri-Tec III inmitten der W\u00fcste. Beim Fahren erinnert er sich noch an das europ\u00e4ische Desertec-Projekt, mit dem Sie vor 30 Jahren planten, Strom aus Afrika nach Europa zu importieren. Wohl kaum jemand h\u00e4tte gedacht, dass das Projekt so realisiert w\u00fcrde, dass die Afrikanische Union dieses Projekt komplett \u00fcbernimmt und von hier den Strom nach Europa exportiert. Aber das ist bei weitem nicht das Einzige, das so noch vor 20 Jahren von niemandem gedacht wurde. Denn wer h\u00e4tte den Afrikanern damals schon zugetraut, dass sie sich vereinen und unabh\u00e4ngig vom Rest der Welt untereinander L\u00f6sungen suchen. Aber Winnie Mandela, die Dritte hatte dieses so unterschiedliche Volk vereint. Nicht zuletzt mit ihrer Kraft ist es gelungen die Korruption auszuschalten. Das afrikanische Volk hat sich zu einer modernen und selbstbewussten Gesellschaft gewandelt.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>05.00 Uhr \u2013 Dakar Soleil, Bundesstaat Senegal<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Vom feinen Geruch des Kaffees geweckt, den das intelligente Haussystem IH ans Bett transportiert hat, wacht Aishaa auf. Noch nicht ganz wach freut sich die&nbsp; 43j\u00e4hrige Afrikanerin \u00fcber den neuen Tag, der sicherlich wieder spannend werden w\u00fcrde. Sie ist jetzt schon gespannt, wie sich das Pilotprojekt entwickelt hat, dass sie heute besuchen wird und sie als hauptverantwortliche Ingenieurin mitverantwortet. Doch erst einmal aktualisiert sie das IH mit den neuesten Meldungen des Tages. Sowohl in Berlin, London, Paris als auch in Madrid gab es schwere Ausschreitungen letzte Nacht. Hunderttausende demonstrierten und rebellierten auf den Stra\u00dfen der europ\u00e4ischen Union gegen die Hungersnot und gegen unf\u00e4hige Regierungen. Aishaa hat Mitleid mit den geplagten Menschen. Sie kennt aus eigener Erfahrung, wie es sich anf\u00fchlt, wenn man Hunger hat. Lange ist es her, sie war noch ein Kind, aber diese Erfahrung g\u00f6nnt sie niemandem, auch nicht den Europ\u00e4ern, die Afrika \u00fcber Jahrhunderte unterdr\u00fcckt und ausgebeutet haben.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Nach weiteren Kurznachrichten weist sie das IH beim t\u00e4glichen Briefing darauf hin, dass Sie heute Sozialinvestitionen t\u00e4tigen muss, um keine Strafzinsen zahlen zu m\u00fcssen. Leicht genervt nimmt sie diese Meldungen wahr, sieht sie aber auch ein, dass das System der Freiwirtschaft das Geld im Kreislauf h\u00e4lt und damit Arbeit f\u00fcr (praktisch) alle erm\u00f6glicht. Eine alte Idee, die Silvio Gsell anfangs des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Nur wurde diese nie umgesetzt, bis die Afrikanische Union die Idee wieder entdeckt hat. Das Prinzip ist einfach. Anstatt, dass man f\u00fcr das eigene auf der Bank liegende Geld Zinsen erh\u00e4lt und damit die Reichen reicher macht, zahlt man Zinsen auf das gehortete Geld und so bringen die Menschen dadurch das Geld wieder in den Kreislauf zur\u00fcck, damit es arbeiten kann. Manchmal ist es f\u00fcr Aishaa schwierig, die richtigen Projekte zu finden, in die sie ihr Geld geben kann. Sie hat sich am Nachmittag Zeit eingeplant, geeignete Projekte zu besuchen und zu pr\u00fcfen, wo das Geld am besten eingesetzt werden kann.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Sie ist schon ein bisschen sp\u00e4t dran und rennt darum \u00fcber die energieerzeugende Treppe runter zur Haltestelle des E-Koppelsystems<a href=\"#fusszeile1\">[1]<\/a> und bestellt sich \u00fcber Ihren PIC (Personal Inteligence Computer)&nbsp; einen Fr\u00fchst\u00fcckswagen.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>06.00 Uhr &#8211; Afritec III, Sahara<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Juan Pablo ist bei seiner Arbeit als Parabolspiegel-Rinnenputzer. Afri-Tec III ist eine riesige Solaranlage inmitten der W\u00fcste, eine von drei Afri-Tec Anlagen. W\u00e4hrend Afri-Tec I und II vor allem f\u00fcr die Eigenversorgung Afrika\u2019s zust\u00e4ndig sind, ist diese Anlage vor allem f\u00fcr den Export bestimmt. Afrika kam dabei sicherlich entgegen, dass Europa in den 10er Jahren begann eine Gleichstrom-Leitung durch halb Europa zu ziehen, um die verschiedenen Staaten miteinander zu verbinden und so die erneuerbare Energie, die an verschiedenen Standorten aufgrund der unterschiedlichen Sonnenstrahlung und der unterschiedlich starken Winde unregelm\u00e4ssig anfiel, miteinander zu verbinden.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Das Konzept ging auch lange auf, es wurde immer mehr Strom aus regenerierbaren Quellen gewonnen und die ungeliebten Kohle- und Atomkraftwerke wurden nach und nach abgestellt. Doch als der Golfstrom aufgrund der Erderw\u00e4rmung drehte und sich so Europa klimatisch dramatisch wandelte, sank die Sonneneinstrahlung frappant und so ist Europa heute von Afrika abh\u00e4ngig, ohne dass es selbst die dringend notwendige Grundversorgung f\u00fcr Krankenh\u00e4user und andere wichtige Infrastrukturen nicht sichern k\u00f6nnte. Strom in einem normalen Haushalt ist bereits zu einem Luxus-Gut geworden, die Energiepreise sind so hoch, dass selbst die Mittelschicht es sich nicht mehr leisten kann, Strom zu beziehen.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Juan Pablo sinniert \u00fcber die alten Zeiten, Zeiten in denen er als Manager in der Satander-Bank in Saus und Braus schwelgte. Zeiten in denen er nicht dar\u00fcber nachdachte, dass er mit Termingesch\u00e4ften auf Nahrungsmittel den Weltmarkt-Preis beeinflusste und so Millionen Menschen nicht einmal mehr Reis leisten konnten. Es d\u00e4mmert ihm auch langsam, dass er wohl nicht ungerechtfertigt im Gef\u00e4ngnis gelandet war. Die Bestechungsgelder, die er einigen Regierungen hatte zukommen lassen, damit diese durch zus\u00e4tzlich eingef\u00fchrte Zusatzz\u00f6lle den Markt k\u00fcnstlich beeinflussten, entsprachen nicht unbedingt den ethischen Kriterien, die sich seine Bank eigentlich auf die Fahne geschrieben hatte. 5 Jahre seines Lebens hatten ihm diese Handlungen \u201eeingebracht\u201c, doch erst jetzt begreift er, was er da gemacht hatte. Vor einigen Monaten wurde er aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen. Einen Job in Spanien zu finden war chancenlos \u2013 einerseits w\u00fcrde wohl niemand einen Ex-Knacki anstellen, andererseits ist das Finanzsystem in der Zwischenzeit vollends zusammengebrochen. All die Investitionen in die Branche der erneuerbaren Energien produzierten wieder einmal eine riesige Blase, die mit der \u00c4nderung des Golfstromes komplett platzte und in der Folge brach das ganze System komplett zusammen. Im Unterschied zur letzten grossen Depression 2009 folgten gleich weitere Blasen wie die Kreditkarten-Blase, die eigentlich schon vor 30 Jahren h\u00e4tte platzen m\u00fcssen. Da er ansonsten nichts gelernt hatte, musste er auf der Strasse leben. Bei den ungewohnten Temperaturen von teils unter 0 Grad in Madrid eine echte Tortur f\u00fcr ihn, die ihn zur Flucht aus Europa veranlasste.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>07.00 Uhr &#8211; Afritec III, Sahara<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Auch Aishaa ist in der Zwischenzeit in Afri-Tec III eingetroffen und inspiziert das von Ihr geleitete Projekt. Die riesigen Ausmasse des Geb\u00e4udekomplexes beeindrucken sie immer wieder, einen solchen Akku hat die Welt noch nie gesehen. Der Traum Energie in grossen Mengen zu speichern war schon alt, aber erst jetzt konnte dank der Forschung des Speicherinstitutes in Dakar Soleil dieser Prototyp gebaut werden. Afrika ist dank konsequenter Forschung und kompromissloser Bildung mit den Jahren zum f\u00fchrenden Kontinent in der Innovation geworden.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Aishaa profitierte davon. Als Tochter eines Fischers h\u00e4tte sie eigentlich keine Chance auf h\u00f6here Bildung gehabt, schon die Kosten f\u00fcr den Aufenthalt in Alt-Dakar h\u00e4tte sich Ihre Familie nicht leisten k\u00f6nnen. Doch das mobile E-Learning verschaffte Aishaa eine M\u00f6glichkeit sich weiterzubilden. Dank ihres hervorragenden Schulabschlusses schaffte sie die Aufnahme an die Universit\u00e4t in Dakar. Ihr Austauschjahr an der Universit\u00e4t von Shanghai ebnete schlie\u00dflich ihre weitere Karriere. Die Universit\u00e4t Shanghai war damals zur f\u00fchrenden Universit\u00e4t in der Welt aufgestiegen. Sie sch\u00e4tzt sich noch heute gl\u00fccklich, die Chance erhalten zu haben.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>09.00 Uhr &#8211; Afritec III, Sahara<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Nach den Besprechungen in Ihrem Projektteam macht Aishaa noch einen Rundgang im Produktionsteil und trifft da auf den Feldarbeiter Juan Pablo. Irgendwie findet sie seine Art die Rinnen zu putzen erotisch und spricht ihn darum an. Das h\u00e4tte sie wohl besser nicht getan&#8230; Juan Pablo erschrickt und der K\u00fcbel mit dem Putzmittel f\u00e4llt auf den Boden \u2013 nicht ohne Ihre Bluse zu streifen. Das w\u00e4re zwar weiter nicht schlimm gewesen \u2013 aber Ihre Bluse f\u00e4ngt an zu \u00e4tzen und die Fl\u00fcssigkeit hinterl\u00e4sst h\u00e4ssliche L\u00f6cher, was bei einem der offiziell zugelassenen \u00d6ko-Putzmittel nicht der Fall h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Starr vor Schreck beobachtet Juan Pablo Ihre Reaktion.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Aishaa kam sofort das Ger\u00fccht in den Sinn, von dem sie schon geh\u00f6rt hatte. Und das passte dazu, dass sie sich schon dar\u00fcber gewundert hatte, wieso \u201eihre\u201c Rinnenputzer so schnell mit der Arbeit fertig waren. Tats\u00e4chlich also wurden verbotene chemische Putzmittel, die anscheinend auf dem Schwarzmarkt erh\u00e4ltlich waren, in ihrer Einheit genutzt. Verdattert stammelt sie ein \u201eAber&#8230;\u201c um sich gleichzeitig dar\u00fcber klar zu werden, dass sie ja eigentlich die Verantwortung \u00fcber diese Einheit hat. Ausgerechnet ihr musste das passieren. Eigentlich hatte sie immer auf Vertrauen gesetzt und h\u00e4tte nie gedacht dass einer ihrer Arbeiter dieses Vertrauen missbrauchen w\u00fcrde und zu illegalen Mitteln greifen w\u00fcrde. Was sollte sie da machen? Eine Meldung w\u00fcrde wohl eher ihr als dem Arbeiter schaden. Ihr Denkapparat rattert und sie ist unf\u00e4hig, das \u201eAber&#8230;\u201c weiter auszuf\u00fchren. Anstatt dessen \u00fcberlegt sie sich nun eine ad\u00e4quate Reaktion.&nbsp; Die einzige ihr vern\u00fcnftig erscheinende Reaktion besteht darin, seinen Namen und seine Kontaktdaten aufzunehmen und ihn zu ermahnen.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>11 Uhr, Circle House, am Rande der Sahara<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Juan Pablo liegt in seinem Schlafsaal und denkt nach. Es ist Siesta, denn die Temperaturen sind ab 10 Uhr zu hoch, um der vorgesehenen T\u00e4tigkeit nachzugehen. Auch in Afrika ist die Temperatur angestiegen. In der sowieso schon hei\u00dfen Sahara ist die Temperatur nochmals 5 Grad heisser, als sie es noch vor 20 Jahren war. Zudem gilt in Afrika das Konzept des dreigeteilten Tages \u2013 ein Drittel f\u00fcr Arbeit, ein Drittel f\u00fcr Eigenenergieproduktion und ein Drittel f\u00fcr Bildung und Projekte. Juan Pablo liegt wach und kann nicht schlafen. Und er denkt \u2013 nein, nicht an den Lapsus von vorher, sondern an die sch\u00f6ne Frau, die er da leider mit seinem Putzmittel bespritzt hatte. Irgendwo hat er schon Angst vor Konsequenzen, doch k\u00f6nnten solch sch\u00f6ne Augen ihm wirklich zur Gefahr werden? Er stellt sich in Gedanken vor, mit Ihr im Vibrationshotel Energie zu produzieren. Ja selbst in diesen Intim-Bereichen haben die Afrikaner Energiegewinnungsanlagen in Form einer Matratze entwickelt. Irgendwie am\u00fcsiert Juan Pablo die Idee, das Erotische mit dem N\u00fctzlichen zu verbinden \u2013 vor allem bei dieser Frau w\u00fcrde dies nat\u00fcrlich doppelte Freude produzieren&#8230;<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>11 Uhr, Arbeitswagen im E-Koppelsystem zwischen Afritec III und Dakar Soleil<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Aishaa f\u00e4hrt in einem Arbeitswagen, den sie bestellt hatte, zur\u00fcck. Sobald ihr PIC mit dem Arbeitswagen verbunden ist, ist sie voll arbeitsf\u00e4hig, ein B\u00fcro gibt es heute in dieser Form nicht mehr. Ist ja eigentlich auch ganz praktisch, da dadurch viel Zeit gespart werden kann. Irgendwie la\u00dfen sie die Gedanken an Juan Pablo nicht mehr los. Sie interessiert genauer, wer er war und gibt seinen Namen ins System ein. Und erschrickt, als sie feststellte, dass sie \u00fcber ihn keine weiterf\u00fchrenden Informationen findet, dass er also ein sogenannter Weissarbeiter ist. Ein weiterer Lapsus, der ihr also passiert ist, denn eigentlich d\u00fcrften in ihrer Abteilung keine Fl\u00fcchtlinge angestellt werden, deren Identit\u00e4t nicht gepr\u00fcft ist. Wie peinlich&#8230; warum nur musste ihr das passieren? Und das noch dazu bei einem Mann, der ihr eigentlich ganz sympathisch ist. Irgendwie hat sie da ein Problem, dass sie aus der Welt schaffen muss. Um dieses zu l\u00f6sen gibt es nur ein Weg \u2013 sie muss ihn treffen, um diese Themen zu kl\u00e4ren und ihn so nachtr\u00e4glich legalisieren.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Dabei kommt ihr der Gedanke an Ihre eigene subversive Zeit, an die Zeit, als sie als Studentenf\u00fchrerin politisch aktiv war. Als die Fischer in Senegal begannen aufzustehen und ihre Rechte einzufordern. Wenige von ihnen hatten noch Arbeit, weil die Europ\u00e4er die Fischgr\u00fcnde leergefischt hatten, auch ihr Vater geh\u00f6rte zu den Aufst\u00e4ndischen. Die Regierung damals wollte partout nichts gegen die Europ\u00e4er unternehmen, weil sie dermassen korrupt waren und die Gelder einstrichen, damit sie nichts gegen das Vorgehen der Europ\u00e4er sagten. Sie setzte sich als Studentin daf\u00fcr ein, dass die Regierung endlich handelt und machte sich damit nicht nur Freunde. Allerdings w\u00e4re der Aufstand wohl im Sande verlaufen, wenn nicht gleichzeitig Winnie Mandela, die III. die Afrikaner radikalisiert h\u00e4tte und Ihnen einen Weg aufzeigte, sich selbstbewusst Ihre Rechte einzufordern. Dadurch wurde auch die Mittelschicht sensibilisiert und so gelang es Ihnen tats\u00e4chlich Druck auf die Regierung auszu\u00fcben. Das Resultat war die Einf\u00fchrung des Grundeinkommens in Senegal, unabh\u00e4ngig davon, ob jemand arbeiten konnte oder nicht. Und das war damals schon ein ziemlicher Erfolg, denn Senegal war weltweit erst das zweite Land, das das Grundeinkommen einf\u00fchrte. Das dies gleichzeitig ein wirtschaftlicher Katalysator war, der die Innovation im Land massiv f\u00f6rderte und so Senegal zu dem machte, was es heute ist, hatten sie damals noch gar nicht zu denken gewagt. Als Studenten feierten sie einfach diesen Erfolg und waren zufrieden etwas erreicht zu haben.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>12 Uhr, Integrations- und Empowerment Centre IEC, White House Campus <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Juan Pablo trifft wie jeden Tag im IEC ein, da Afrika die Fl\u00fcchtlinge nicht wie fr\u00fcher Europa nicht nur als Last sondern auch als Chance ansahen. Viele Fl\u00fcchtlinge hatten eine gute Bildung und k\u00f6nnten f\u00fcr Afrika wertvoll sein. Die Idee hinter dem IEC war, dass die Menschen in die afrikanische Gesellschaft integriert werden, um so einen Beitrag zu leisten. Ein Teil davon war die sogenannte Trauma-Arbeit, um die Fl\u00fcchtlinge fit f\u00fcr positive Gedanken zu machen. Viele haben Schlimmes erlebt und dies galt es zu verarbeiten.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Auch Juan Pablo hat seine Geschichte. Nicht nur seine Zeit im Knast ist f\u00fcr ihn belastend, nein viel mehr besch\u00e4ftigt ihn, dass in der Zeit, in der er einsass, seine Frau bei einer Flutkatastrophe umkam. Er konnte ihr nicht mal helfen, da er ja nicht vor Ort war und er machte sich grauenhafte Vorw\u00fcrfe. Auch konnte er danach seinen 3 Kindern nicht helfen, die aufgrund der fehlenden elterlichen Gewalt einfach fremdplatziert wurden \u2013 er wusste nicht einmal wo und erhielt diese Information auch nach seiner Entlassung nicht, da er als ehemaliger Strafgefangener kein Anrecht auf elterliches Sorgerecht hat. In der Trauma-Arbeit geht es darum, seine Geschichte aufzuarbeiten.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Nach einer Stunde Trauma-Arbeit findet er sich ein zum Businessplan-Workshop. Jeder Fl\u00fcchtling hat die M\u00f6glichkeit Mikrokredite zu beantragen, um sich selbstst\u00e4ndig eine kleines Gesch\u00e4ft aufzubauen. Juan Pablo hatte schon bei seiner Flucht, die \u00fcber die kanarischen Inseln f\u00fchrte, dort eine spannende Frucht entdeckt. Diese Frucht m\u00f6chte er importieren und sie in den h\u00e4ngenden G\u00e4rten von Dakar-Soleil anbauen. Die h\u00e4ngenden G\u00e4rten dienen in dieser Pionierstadt zur Eigenversorgung und eine weitere Frucht war eine Abwechslung im Speiseplan.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Danach steht Energie-Squash zur Eigenenergie-Produktion auf dem Tagesplan. Auch damit soll wieder das Bewusstsein gef\u00f6rdert werden, dass man erst produzieren und dann konsumieren soll. Zudem war es gleichzeitig k\u00f6rperliche Fitness und \u2013 er musste zugeben \u2013 auch Spass. Der Energie des Balles der da auf der Wand mit voller Energie auftraf, wird dabei abgenommen und transformiert. Auch hier wieder eine Innovation, die in Dakars Universit\u00e4ten erfunden wurde und als erstes nat\u00fcrlich mit den Fl\u00fcchtlingen getestet wurde.&nbsp; Juan Pablo ist irgendwie schon beeindruckt, welche Kreativit\u00e4t diese Afrikaner in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hatten. Noch in seiner Jugendzeit (er wurde 1991 geboren) galten die Afrikaner als wenig intelligent und fast etwas faul.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>13 Uhr \u2013 Social Innovation Centre, Dakar Soleil<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Aishaa hatte schon am Morgen einen Termin im Social Innovation Centre abgemacht, denn sie wollte ja vermeiden, dass sie Strafzinsen zahlen musste. Doch irgendwie betrachtet sie heute die Projekte, die sie besichtigt, nur halbherzig \u2013 ihre Gedanken waren bei Juan Pablo und ihren Missgeschicken. Schade eigentlich, denn seit ihrem letzten Besuch waren wieder einige an und f\u00fcr sich spannende Projekte entstanden. Die Entscheidungen, wo sie Geld in den Kreislauf einbringen will, macht sie heute eher aus dem Bauch als mit der Vernunft, in der sie sonst diese Projekte pr\u00fcfte. Das st\u00f6rt freilich die, denen das Geld zukam wenig. Seit diese Zentren den Arbeitslosen erm\u00f6glichen, sich mit unorthodoxen Ideen eine Existenz aufzubauen ist die Arbeitslosenquote massiv gefallen. Gewiss bei dem in Senegal heute dominierenden Systems des Grundeinkommens ist die Quote derer, die keine Arbeit haben weniger zentral. Doch f\u00fcr die Psychohygiene ist es trotzdem wichtig Arbeit zu haben, die akzeptiert wird, auch wenn man finanziell dies nicht unbedingt ben\u00f6tigen w\u00fcrde. Und f\u00fcr diese Arbeit braucht es etwas Kapital, dass \u00fcber das Grundeinkommen hinaus geht. Ein beliebte M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Senegalesen ihr Kapital abzubauen und so Strafzinsen zu vermeiden. Aishaa liebt auf jeden Fall dieses Zentrum, da es immer wieder Raum bot f\u00fcr wirklich ausserordentliche Ideen.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Beim Besuch und auch anschliessend bei der R\u00fcckfahrt plagt sie jedoch der Gedanke an Juan Pablo und Ihre Missgeschicke und so w\u00e4hlt sie spontane die PIC-Nummer, die sie von ihm erhalten hatte, um ihn nach Dakar-Soleil zu \u201ebestellen\u201c (er war ja schliesslich ihr Untergebener). Seine Stimme scheint \u00fcberrascht, aber einem Treffen nicht abgeneigt \u2013 im Gegenteil sie hat schon fast den Eindruck, er freut sich \u00fcber die Einladung f\u00fcr das Treffen. Sie ist jetzt schon gespannt auf das Treffen \u2013 und dabei spielen die beruflichen Aspekte wohl weniger eine Rolle&#8230;<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em> <\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\"><strong><em>16 Uhr \u2013 China Town, Dakar-Soleil<\/em><\/strong><\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Um Juan Pablo zu treffen, hat Aishaa nat\u00fcrlich einen Ort ausgew\u00e4hlt, an dem sie m\u00f6glichst unerkannt bleibt, denn sie will ja ein Gespr\u00e4ch f\u00fchren, bei dem sie nicht riskieren will, dass sie erkannt wird und ungew\u00fcnscht Ohren zuh\u00f6ren. Und da war nat\u00fcrlich China Town ein geeigneter Ort. Nat\u00fcrlich war die China Town in Senegal nicht so strukturiert wie dies vor 30 Jahren in Europa oder Amerika der Fall war. Hier fand man nur wenige chinesische Restaurants, daf\u00fcr aber umso mehr Banken. Da China damals begann in Afrika zu investieren, siedelten sich vor allem Finanzdienstleister an. Dies gab den geeigneten Rahmen f\u00fcr ein diskretes Gespr\u00e4ch unter 4 Augen und dabei lernt sie Juan Pablo und seine ganze Geschichte im Detail kennen. Trotz der wenig ehrenvollen Vergangenheit war Juan Pablo ein sehr sympathischer Mensch \u2013 sie ist fasziniert von seiner eher fremden Welt und seinem Schicksal.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Stunden vergehen, Juan Pablo erz\u00e4hlt Aishaa von seinen Gedanken und Ideen und sie erz\u00e4hlt ihm aus ihrem Leben. Das Interesse aneinander w\u00e4chst von Stunden zu Stunde.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Irgendwann bringt Aishaa den Vorschlag, doch gemeinsam an die Energy Dance Night im \u201ePositive Vibrations Club\u201c zu gehen und damit das N\u00fctzliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Denn die Bewohner von Dakar Soleil sind verpflichtet, mindestens einmal in der Woche Ihre Energie beim Tanzen zu erzeugen. Einerseits f\u00f6rdert dies wiederum die Eigenenergieproduktion, andererseits kann durch das Tanzen eine alte afrikanische Tradition bewahrt werden.<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Der Abend im Club gef\u00e4llt den beiden \u2013 sie kommen sich immer n\u00e4her. Die afrikanische Musik, der Beat und die ekstatischen Bewegungen lassen die beiden hinschmelzen und irgendwann stellt Aishaa endlich die entscheidende Frage, nach der sich Juan Pablo schon seit dem Morgen gesehnt hatte:<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">\u201eLet\u2019s make Energy?\u201c<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">(&#8230;und wenn sie nicht gestorben sind, dann produzieren sie auch heute noch gemeinsam Energie, die sich hoffentlich immer noch erneuert&#8230;)<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">\u00a0<\/p>\n<p> <span class=\"mittel\"> <\/span> <\/p>\n<p class=\"mittel\">Der Text wurde verfasst von: Ingo Bever, Christian Engweiler, Julia-Lena Reinermann, Christine Rohrer, Kilian R\u00fcefer, Jens Schefer<\/p>\n<div>  <\/p>\n<hr \/>\n<div>\n<p><a href=\"#_ftnref1\"><\/a><a name=\"fusszeile1\"><\/a>[1] Das E-Koppelsystem wurde 2015 erfunden und funktioniert so, dass 2-Personen Fahrzeuge mit Magnetkoppelung hinten und vorne anhand von GPS-Daten zu Konvois zusammengekoppelt werden. Dadurch verbrauchen Sie weniger Beschleunigungs- und Bremsenergie. Jede Einheit ist mit Solarzellen ausgestattet. Auf \u00dcberlandstrassen wird eine Art Strassenlokomotive mit einer gr\u00f6sseren Batterie vorgeschaltet, um die Reichweite der Einheiten zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/diverse\/thumbnails\/thumb_letsmake.jpg\" alt=\"thumb_letsmake\" height=\"131\" width=\"175\" \/><\/p>\n<p>Lassen Sie sich in eine m\u00f6gliche Zukunft entf\u00fchren&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-266","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/266\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}