{"id":255,"date":"2010-12-18T16:53:43","date_gmt":"2010-12-18T16:53:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=255"},"modified":"2020-12-17T14:04:55","modified_gmt":"2020-12-17T14:04:55","slug":"zeiten-wende-2011-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=255","title":{"rendered":"Zeiten-Wende 2011?"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/zeitenwende11.jpg\" alt=\"zeitenwende11\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p> <span class=\"Titel3rot\">Nach- und Vordenkliches f\u00fcr das Jahr 2011&nbsp;<\/span> <\/p>\n<p class=\"Stil28\"><em>Das mit der Zeiten-Wende brauchen wir nicht unbedingt w\u00f6rtlich zu nehmen. Oder doch? Lebensqualit\u00e4t ist auch eine Frage der passenden Orientierung in der Zeit. Und da spielen sich spannende Entwicklungen ab &#8211; eben eine richtige Zeiten-Wende&#8230;<\/em><\/p>\n<p class=\"Stil10\">Vor einem Jahr haben wir zum Jahreswechsel <a href=\"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=84\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Jahrzehnt des Bewusstseins-Wandels<\/a> ausgerufen. Da streng mathematisch gesehen das neue Jahrzehnt erst am 1. Januar 2011 beginnt, l\u00e4sst sich der Wahrheitsgehalt dieser Prognose noch nicht \u00fcberpr\u00fcfen &#8211; wir haben noch ein Jahrzehnt Zeit&#8230;&nbsp;<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Fast noch marktschreierischer klingt der Begriff &#8222;Zeiten-Wende&#8220;. Eine solche wurde schon oft ausgerufen, aber selten realisiert. Doch man kann diesen Begriff auch anders interpretieren, n\u00e4mlich als Wende in unserem Verh\u00e4ltnis zur Zeit. Oder, noch besser, zu deren Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In diesem Verh\u00e4ltnis gibt es sehr wohl Entwicklungen, ja sogar eigentliche Wende-Tendenzen.<\/p>\n<p class=\"Stil10\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/zw11.1.jpg\" alt=\"zw11.1\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p class=\"Stil10\">Das zeigt ein R\u00fcckblick auf das Jahr 2004. Damals stellte ich SensoNet, dem Vorl\u00e4ufer-Projekt von spirit.ch, einige Fragen zu diesem Thema. Und stellte zugleich einige grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen dazu an:<\/p>\n<p><strong>Zeit-Orientierung und Lebensqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn erschien die Anfrage harmlos: \u00bbK\u00f6nntest du mal etwas \u00fcber den Retro-Trend machen ?\u00ab, wollte Matthias Horx, mein gesch\u00e4tzter Kollege von der Zunft zur Zukunft, wissen. Diese Frage lie\u00df sich \u00fcbersetzen in &#8222;Welche Zukunft hat die Vergangenheit ?&#8220;, doch diese Frage zu stellen, hie\u00df f\u00fcr mich, sie alsbald zu erweitern um die Fragen nach der Zukunft der Gegenwart und der Zukunft. Und damit begann ein geistiges Abenteuer der besonderen Art.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erscheint die Frage, wie sich die Menschen in der Zeit orientieren, reichlich abstrakt, h\u00f6chstens geeignet als Futter f\u00fcr Philosophen:<em> \u00bbSolange ich nicht dar\u00fcber rede, wei\u00df ich, was die Zeit ist, doch sobald ich dar\u00fcber reden will, wei\u00df ich es nicht mehr&#8220;<\/em> &#8211; so etwa die Erkenntnis des heiligen Augustinus.<\/p>\n<p>Meine intensive Besch\u00e4ftigung mit dem Leitwert Lebensqualit\u00e4t hatte mir jedoch mittlerweile eine neue Erkenntnis er\u00f6ffnet<em>: <\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Die Orientierung in der Zeitdimension&nbsp;<\/em><em>ist ein wichtiges Element von Lebensqualit\u00e4t.<\/em><\/p>\n<p>Als Wesen, die in Raum und Zeit leben, brauchen wir Menschen nicht nur einen f\u00fcr uns passenden Ort im Raum, sondern auch eine passende Orientierung im Strom der Zeit.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Raum f\u00fcr uns stabil wirkt, wissen wir alle, dass die Zeit flie\u00dft und sich dadurch f\u00fcr unser Empfinden aufteilt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Orientierung im Zeitstrom ist deshalb vor allem eine Frage der Perspektive: Woran orientieren wir uns prim\u00e4r, an Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft ? Welche dieser Zeiten spricht uns am st\u00e4rksten an ? Aus welcher beziehen wir am ehesten Energie und Inspiration ? Welche ist gleichsam unsere Basis-Zeit ?<\/p>\n<p>Von der Wahl der passenden Basis-Zeit h\u00e4ngt die eigene Lebensqualit\u00e4t entscheidend ab. &#8222;Passend&#8220; ist dabei sowohl individuell gemeint (passt die gew\u00e4hlte Basis-Zeit zu meiner Pers\u00f6nlichkeit ?) als auch kollektiv: Passt meine gew\u00e4hlte Basis-Zeit in den kollektiven Strom des Zeitgeistes, oder bin ich damit isoliert ?&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/zw11.2.jpg\" alt=\"zw11.2\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p><strong>Zeit-Orientierung ist wandelbar<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>In den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts etwa musste sich jemand, der sich vorwiegend an der Vergangenheit orientiert, ziemlich isoliert vorgekommen sein. Der vorherrschende Zeitgeist besch\u00e4ftigte sich damals n\u00e4mlich \u00fcberwiegend mit den glei\u00dfenden Verhei\u00dfungen der Zukunft. Die Neunziger waren ein Jahrzehnt der Zukunfts-Orientierung.<\/p>\n<p>Die Achtziger Jahre dagegen orientierten sich vorwiegend an der Gegenwart. Lifestyle war das dominante Thema, und das wiederum hatte weder mit der Vergangenheit noch mit der Zukunft viel zu tun.<\/p>\n<p>Noch einmal anders k\u00f6nnen wir die Siebziger Jahre charakterisieren: Damals stand &#8211; jedenfalls im deutschsprachigen Kulturraum &#8211; die Auseinandersetzung mit den S\u00fcnden der Vergangenheit im Zentrum, und die diesen gegen\u00fcber gestellten alternativen Utopien lassen sich aus der Distanz allesamt als r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt erkennen. Es dominierte also in jeder Hinsicht die Orientierung an der Vergangenheit.<\/p>\n<p>Aus diesem notgedrungen allzu gerafften \u00dcberblick l\u00e4sst sich die Erkenntnis ableiten:<\/p>\n<p><em>Zeit-Orientierung ist sehr wohl wandelbar.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p>Die Vorlieben f\u00fcr eine bestimmte Basis-Zeit k\u00f6nnen sich \u00e4ndern. Woraus sich f\u00fcr uns neugierige Zeitgenossen nat\u00fcrlich sofort die n\u00e4chsten Fragen ergeben: Wo stehen wir heute ? Und:<\/p>\n<p><em>Welche Zeit-Orientierung&nbsp;<\/em><em>ist f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre und Jahrzehnte&nbsp;<\/em><em>zu erwarten ?<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/zw11.3.jpg\" alt=\"zw11.3\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/em><\/p>\n<p class=\"wichtig\">Dieser Frage wollte spirit.ch im Jahr 2011 und dar\u00fcber hinaus nachgehen und die Antworten darauf mit den &nbsp;Antworten aus dem Jahr 2004 vergleichen. Sie finden diesen Vergleich der empirischen Daten&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=254\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p class=\"normal\">Die Studie von 2004 hatte eine klare Aussage gebracht, wie die folgende Zusammenfassung von damals zeigt &#8211; und diese Aussagen nach wie vor g\u00fcltig:<\/p>\n<p>Schon bald wieder vergessen ist die angebliche Zeitenwende beim Eintritt in ein neues Jahrtausend. Dabei hat sich in den letzten Jahren in den Tiefen des kollektiven Bewusstseins eine viel fundamentalere Zeiten-Wende abgespielt: Waren die Neunziger Jahre noch ganz auf Zukunft eingestellt, so leben wir jetzt im Zeitalter der Gegenwart.<\/p>\n<p>Doch diese Gegenwart schlie\u00dft Vergangenheit und Zukunft mit ein. Die Zukunft geh\u00f6rt der Flie\u00dfzeit, erlebt als evolution\u00e4rer Zeitstrom, in dem die Grenzen zwischen gestern, heute und morgen durchl\u00e4ssig werden.<\/p>\n<p>Die Lebensqualit\u00e4t der Menschen von morgen ist eng gekoppelt mit dieser neuen Zeit-Orientierung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/zw11.4.jpg\" alt=\"zw11.4\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/zeitenwende11-kl.jpg\" alt=\"zeitenwende11-kl\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Nach- und Vordenkliches f\u00fcr das Jahr 2011&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-255","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=255"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/255\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":675,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/255\/revisions\/675"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}