{"id":24,"date":"2010-01-02T12:02:31","date_gmt":"2010-01-02T12:02:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=24"},"modified":"2020-12-17T14:04:52","modified_gmt":"2020-12-17T14:04:52","slug":"ist-lebensqualitaet-weiblich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=24","title":{"rendered":"Ist Lebensqualit\u00e4t weiblich?"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/lq-gender.jpg\" alt=\"lq-gender\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p class=\"Titel3rot\">Hier geht es um Unterschiede zwischen Weiblein und M\u00e4nnlein:<\/p>\n<p class=\"Titel3rot\"><span style=\"color: #000000; font-weight: normal; line-height: normal; font-size: 16px;\"><span class=\"normal\"><em>Dumme Frage. Nat\u00fcrlich heisst es &#8222;die Lebensqualit\u00e4t&#8220;. Doch ticken Frauen in Sachen Lebensqualit\u00e4t anders als M\u00e4nner? Eine erste Trendauswertung zeigt, dass Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr Frauen tats\u00e4chlich bedeutsamer ist. Wir sind gespannt, ob sich dieser Trend best\u00e4tigt&#8230;<\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"Stil10\">Die Unterschiede sind alles andere als dramatisch, aber eben doch deutlich sichtbar. Das zeigt sich zun\u00e4chst in der Beteiligung am Lebensqualit\u00e4ts-Basis-Fragenspiel. Mit 40 Prozent liegt der Frauenanteil deutlich \u00fcber den normalen Werten einer Online-Umfrage, was schon auf ein gesteigertes weibliches Interesse am Thema Lebensqualit\u00e4t hindeutet.<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Best\u00e4tigt wird dies dadurch, dass die weiblichen Antwortenden deutlich \u00f6fters \u00e4usserten, Lebensqualit\u00e4t sei f\u00fcr sie ein zentrales Lebensthema, als die m\u00e4nnlichen (siehe Grafik).<\/p>\n<p class=\"Stil10\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/lq-gender1.jpg\" alt=\"lq-gender1\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"Stil10\">Aus einer fr\u00fcheren Befragung stammt der Befund, wonach Frauen die Bedeutung des Werts Lebensqualit\u00e4t leicht h\u00f6her einstufen als M\u00e4nner, wobei der Unterschied zunimmt, wenn man nur jene nimmt, welche die h\u00f6chsten Skalenstufen gew\u00e4hlt haben.<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Ein \u00e4hnlicher Effekt ergibt sich, wenn man nach dem Lebensqualit\u00e4ts-Index fragt, also nach der gegenw\u00e4rtigen generellen Lebensqualit\u00e4t auf einer Skala von 1 bis 100, wobei 100 die h\u00f6chste f\u00fcr den jeweils Antwortenden denkbare Lebensqualit\u00e4t bedeutet. Errechnet man hier einfach die Durchschnittswerte, ergeben sich keinerlei Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Hingegen liegt der Anteil der Befragten mit \u00fcberdurchschnittlich hohem Lebensqualit\u00e4ts-Index bei den Frauen doch deutlich h\u00f6her als bei den M\u00e4nnern.<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Vergleichen wir nun die Lebensqualit\u00e4ts-Profile von Frauen und M\u00e4nnern, also die jeweilige Bedeutung der 16 Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren f\u00fcr die eigene generelle Lebensqualit\u00e4t:<\/p>\n<p class=\"Stil10\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/lq-gender2.jpg\" alt=\"lq-gender2\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"Stil10\">Das Bild zeigt eindr\u00fccklich: Fast alle Sph\u00e4ren sind (immer im Durchschnitt!) f\u00fcr Frauen bedeutsamer als f\u00fcr M\u00e4nner (Ausnahme: die Sph\u00e4re der Materie), wobei die Unterschiede unterschiedlich gross ausfallen. Noch sind die TeilnehmerInnen-Zahlen zu klein, um fundierte inhaltliche Aussagen zu machen, doch das Bild zeigt bereits eindr\u00fccklich, dass es Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Die folgende Grafik spielt noch etwas mit Zahlen, wobei der besseren \u00dcbersichtlichkeit wegen die oben verwendete 10er-Skala in einen 100er-Skala umgewandelt wurde. Das erlaubt uns, f\u00fcr alle Befragten auszurechnen, welchen Bedeutungs-Wert sie im Durchschnitt aller sechzehn Sph\u00e4ren gew\u00e4hlt haben. Wie die folgende Grafik zeigt, liegt dieser Durchschnittswert sehr hoch:<\/p>\n<p class=\"Stil10\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/lq-gender3.jpg\" alt=\"lq-gender3\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"ot;Stil10\">Im Schnitt wird jede Sph\u00e4re mit einem Wert von 86 eingestuft (entsprechend 8.6 auf der Zehnerskala), was bedeutet, dass tats\u00e4chlich alle sechzehn Sph\u00e4ren wichtig bis sehr wichtig sind. Bei einem so hohen Durchschnittswert muss die Streuung gezwungenermassen klein sein, was wiederum bedeutet, dass auch kleinere Abweichungen relevant sind. Das gilt sicher f\u00fcr den Abstand von sechs Punkten zwischen Frauen und M\u00e4nnern. Die Zahlen best\u00e4tigen hier den optischen Eindruck des Profilvergleichs.<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Noch deutlicher allerdings werden die Unterschiede, wenn man die Extremgruppen vergleicht, also jene, die sich mit ihrem     Durchschnittswert nicht genau in der Mitte befinden. Hier sind bei den tiefsten Werten die M\u00e4nner dominant, bei den h\u00f6chsten dagegen die Frauen. Was erneut best\u00e4tigt: Lebensqualit\u00e4t insgesamt und (fast) alle sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren sind f\u00fcr Frauen tendenziell bedeutsamer und wichtiger als f\u00fcr M\u00e4nner.<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Eine Faktorenanalyse zwecks Komplexit\u00e4tsreduktion der sechzehn Sph\u00e4ren erbrachte zwei interessante Hauptdimensionen, n\u00e4mlich einen Komplex mit Ich-zentrierten Sph\u00e4ren (Tun, Eigenes, Reifung, Lebenskunst), und einen Komplex mit Hyper-Ich-Sph\u00e4ren (Sinn, Respekt, Nachhaltigkeit). Die beiden Komplexe sind \u00fcbrigens keine Gegens\u00e4tze, die sich ausschliessen, sie stehen vielmehr in engem Zusammenhang. Wie die beiden letzten Vergleiche der obigen Grafik zeigen, sind beide Haupt-Sph\u00e4ren den Frauen wichtiger als den M\u00e4nnern, wobei die Abst\u00e4nde sogar \u00fcberdurchschnittlich gross sind.<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Aus den beiden Haupt-Sph\u00e4ren kann man vier Quadranten bilden, wie in der n\u00e4chsten und letzten Grafik gezeigt wird:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/lq-gender4.jpg\" alt=\"lq-gender4\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"Stil10\">Die beiden gr\u00f6ssten Gruppen werden von jenen gebildet, die in beiden Haupt-Sph\u00e4ren entweder unter oder \u00fcber dem Durchschnit liegen, was erneut beweist, dass die Sph\u00e4ren des Ichs und des Hyper-Ichs eng aneinander gekoppelt sind. Und wieder ergibt sich ein krasser Unterschied zwischen den Geschlechtern: F\u00fcr Frauen sind beide Dimensionen gleich wichtig, f\u00fcr M\u00e4nner eher gleich unwichtig &#8211; immer relativ gesehen nat\u00fcrlich, sprechen wir doch von Unterschieden auf hohem allgemenem Niveau.<\/p>\n<p class=\"Stil10\">Die Anfangsfrage kann also (vorl\u00e4ufig) bejaht werden: Lebensqualit\u00e4t ist tats\u00e4chlich (tendenziell) weiblich. Ob sich diese Tendenz best\u00e4tigt, werden wir sehen &#8211; wir bleiben dran! <\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"wichtig\"><strong>Jetzt aktuelle Auswertungen nach Geschlecht, Alter und Herkunftsland von <a href=\"index.php?option=com_content&#038;view=category&#038;id=35;lq-index&#038;layout=blog&#038;Itemid=54\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LQ-Index<\/a>, <a href=\"index.php?option=com_content&#038;view=category&#038;id=34;lq-profile&#038;layout=blog&#038;Itemid=56\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LQ-Sph\u00e4ren<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=34\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fragen rund um LQ<\/a>. <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Allgemein\/lq-gender-kl.jpg\" alt=\"lq-gender-kl\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Ticken Frauen in Sachen Lebensqualit\u00e4t anders als M\u00e4nner?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-24","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":577,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24\/revisions\/577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}