{"id":224,"date":"2010-08-30T17:02:55","date_gmt":"2010-08-30T17:02:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=224"},"modified":"2020-12-17T14:04:54","modified_gmt":"2020-12-17T14:04:54","slug":"lebensqualitaet-generell-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=224","title":{"rendered":"LebensQualit\u00e4t generell (2)"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/generell-titel-net.jpg\" alt=\"generell-titel-net\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span class=\"Titel3rot\">LQ generell: &#8222;Satz-B\u00e4lle&#8220;, &#8222;Schwarm-Intelligenz&#8220; und &#8222;Eigen-Sinniges&#8220;<\/span><\/p>\n<table style=\"background-color: #ffffcc;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"wichtig\">Sie k\u00f6nnen diesen ganzen Text auch als\u00a0<a class=\"jce_file\" title=\"PDF-Datei\" href=\"Downloads\/LQ-generell-Teil2.pdf\">PDF-Datei<\/a> herunter laden und ausdrucken (ca. 30 Seiten).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong class=\"Titel4\" style=\"font-weight: bold;\">Satz-B\u00e4lle<\/strong><\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/generell-satzball-net.jpg\" alt=\"generell-satzball-net\" width=\"364\" height=\"273\" \/> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Als das Wort Lebensqualit\u00e4t publik wurde, merkten viele, was sie nicht haben.<\/p>\n<p><em>Oliver Hassencamp<\/em><\/p>\n<p><em><br \/><\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p>Immer mehr Frauen und M\u00e4nner werden zu Aussteigern, die traditionellen Erfolg gegen Lebensqualit\u00e4t eintauschen.<em> <\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Faith Popcorn<\/em><\/p>\n<p><em><br \/><\/em><\/p>\n<p>Die Lebensqualit\u00e4t steigt, wo die Beine etwas mehr und die Ellbogen etwas weniger gebraucht werden.<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Erhard Eppler<\/em><\/p>\n<p><em><br \/><\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p>Es wird offenkundig, dass das letzte Ma\u00df f\u00fcr den Lebensstandard die Qualit\u00e4t der Erfahrung des Lebens als solches ist, nicht die Quantit\u00e4t der Leistungen und des materiellen Besitzes.<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Stanislav Grof<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Alle wirklich profitablen M\u00e4rkte der Zukunft sind Lebensqualit\u00e4ts-M\u00e4rkte.<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Mathias Horx<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p> <em><br \/> <\/em> <\/p>\n<p>Lebensqualit\u00e4t ist mehr als h\u00f6herer Lebensstandard. Lebensqualit\u00e4t setzt Freiheit voraus, auch Freiheit von Angst. Sie ist Sicherheit durch menschliche Solidarit\u00e4t, die Chance zu Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung, zu Mitbestimmung und Mitverantwortung, zum sinnvollen Gebrauch der eigenen Kr\u00e4fte in Arbeit, zu Spiel und Zusammenleben, zur Teilhabe an der Natur und den Werten der Kultur, die Chance, gesund zu bleiben oder zu werden.<\/p>\n<p>Lebensqualit\u00e4t meint Bereicherung unseres Lebens \u00fcber den materiellen Konsum hinaus.<\/p>\n<p>Die Verantwortung f\u00fcr die Qualit\u00e4t <em>seines<\/em> Lebens kann niemandem abgenommen werden, aber es liegt in der Verantwortung der Politik, positive Bedingungen f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t zu schaffen.<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Wahlprogramm der SPD, 1972<\/em><\/p>\n<p><em><br \/><\/em><\/p>\n<p>Ich wollte zeigen, dass die Lebensqualit\u00e4t nach meiner Auffassung keine objektive Sache sein kann. Denn gleich stellt sich die Frage: f\u00fcr wen, die Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr wen? Und <em>wer<\/em> ist dieser Wer, der in dem &#8222;f\u00fcr wen&#8220; steht?<\/p>\n<p>Das bedeutet also, dass die Lebensqualit\u00e4t eigentlich nicht definiert oder beschrieben werden kann wie ein Modell, genau so wenig wie der Mensch, der diese Lebensqualit\u00e4t verlangt. Was will dieser Wer? Was will dieser Mensch, was hofft er zu sein?<\/p>\n<p>Und deswegen, glaube ich, scheitern letztlich &#8211; ich sage letztlich, das bedeutet nicht, dass sie unterwegs nicht n\u00fctzlich sind, aber letztlich scheitern die so genannt wissenschaftlichen L\u00f6sungen -, die L\u00f6sungen, die man aus der Biologie, der Soziologie oder der \u00f6konomischen Wissenschaft sch\u00f6pft.<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Jeanne Hersch, 1974<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p> <\/p>\n<p><strong>10 Thesen zu Lebensqualit\u00e4t von <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/spirit-logo-net.jpg\" alt=\"spirit-logo-net\" width=\"57\" height=\"49\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Lebensqualit\u00e4t l\u00e4sst sich nicht definieren, aber empfinden<\/strong><\/p>\n<p>Die Hinwendung zu Lebensqualit\u00e4t bedeutet eine Akzentverschiebung von Quantit\u00e4t zu Qualit\u00e4t. Qualit\u00e4t l\u00e4sst sich weder definieren noch messen. Doch wir Menschen haben ein untr\u00fcgliches Gesp\u00fcr f\u00fcr Qualit\u00e4t \u2013 und damit auch f\u00fcr unsere Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>2.\u00a0<strong>Lebensqualit\u00e4t hat viele Facetten<\/strong><\/p>\n<p>Anders als das eindimensionale Ziel Lebensstandard ist der Wert Lebensqualit\u00e4t vielschichtig und multidimensional. Das Modell von spirit.ch unterscheidet sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren, die alle wichtig bis sehr wichtig f\u00fcr die generelle Lebensqualit\u00e4t sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/spharen-net.jpg\" alt=\"spharen-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"klein\">Das Modell der sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren von spirit.ch zeigt, welche\u00a0Bedeutung jede Sph\u00e4re f\u00fcr die generelle Lebensqualit\u00e4t hat<\/p>\n<p>3.\u00a0<strong>Lebensqualit\u00e4t ist nur individuell bestimmbar<\/strong><\/p>\n<p>Was Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr ihn konkret bedeutet, kann jeder Mensch nur f\u00fcr sich selbst sagen. Wie die einzelnen Zutaten gemischt werden ist individuell und pers\u00f6nlich, doch die Auswahl an Zutaten (Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren) ist f\u00fcr alle gleich.<\/p>\n<p>4.\u00a0<strong>Lebensqualit\u00e4t l\u00e4sst sich optimieren<\/strong><\/p>\n<p>Anders als materieller Lebensstandard l\u00e4sst sich Lebensqualit\u00e4t nicht unendlich maximieren, hingegen sehr wohl optimieren \u2013 und zwar bis ins hohe Alter. Vieles deutet darauf hin, dass in punkto Lebensqualit\u00e4t die besten Jahre erst nach f\u00fcnfzig beginnen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>5. Lebensqualit\u00e4t lebt von Eigenverantwortung<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr unsere eigene Lebensqualit\u00e4t sind wir zwar nicht allein, aber doch mehrheitlich selbst verantwortlich. Wir haben es also selber in der Hand, mit unserer Lebensqualit\u00e4t pfleglich umzugehen.<\/p>\n<p><strong>6. Lebensqualit\u00e4t ist lernbar<\/strong><\/p>\n<p>Durch bewusste Auseinandersetzung mit unserer eigenen Lebensqualit\u00e4t, durch Impulse von au\u00dfen und durch unsere Lebenserfahrung k\u00f6nnen wir lernen, unsere Lebensqualit\u00e4t zu verbessern.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>7. Lebensqualit\u00e4t wird zum idealen Leitwert der pers\u00f6nlichen Lebensgestaltung<\/strong><\/p>\n<p>Im Dickicht der Werte wird Lebensqualit\u00e4t immer mehr zum Leitwert, der alle f\u00fcr die menschliche Lebensgestaltung relevanten Werte b\u00fcndelt und integriert. Lebensqualit\u00e4t wird gleichsam zur \u201eDachmarke\u201c einer werte-orientierten Lebensf\u00fchrung.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>8. Lebensqualit\u00e4t wird zum Ma\u00dfstab f\u00fcr gegl\u00fcckte Lebenskunst<\/strong><\/p>\n<p>Unser Empfinden f\u00fcr den Zustand unserer Lebensqualit\u00e4t hilft uns festzustellen, ob wir mit unserer Lebenskunst auf Kurs in Richtung optimale Lebensqualit\u00e4t sind, oder ob wir davon abweichen.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>9. Lebensqualit\u00e4t l\u00e4sst sich nicht messen \u2013 wohl aber die Zufriedenheit damit<\/strong><\/p>\n<p>Zufriedenheit ist der Abstand zwischen unseren pers\u00f6nlichen Idealvorstellungen von Lebensqualit\u00e4t und der Realit\u00e4t. Indem wir unsere Ziele realistisch setzen, k\u00f6nnen wir diese Zufriedenheit verbessern. Und diese Zufriedenheit ist messbar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/lq-index-net.jpg\" alt=\"lq-index-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"klein\">Die durchschnittliche Zufriedenheit mit der eigenen Lebensqualit\u00e4t l\u00e4sst sich\u00a0messen und zeigt eine deutliche Aufw\u00e4rtstendenz<\/p>\n<p><strong>10. Lebensqualit\u00e4t wird auch zum wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Leitwert<\/strong><\/p>\n<p>In der Politik wird es verst\u00e4rkt darum gehen, m\u00f6glichst gute Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr m\u00f6glichst viele zu erm\u00f6glichen. Und Unternehmen werden immer st\u00e4rker daran gemessen, was sie zur Lebensqualit\u00e4t ihrer Stakeholder beitragen.<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/generell-schwarm-net.jpg\" alt=\"generell-schwarm-net\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p><em>Vorbemerkung:<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>In dieser Rubrik finden Sie Antworten auf Fragen, die den Teilnehmenden an den Umfragen von spirit.ch bzw. dessen Vorl\u00e4uferprojekt SensoNet gestellt wurden. Diese Antworten sind nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung, wohl aber f\u00fcr die \u201emeinungsbildende Avantgarde\u201c, also f\u00fcr jenen Teil der Bev\u00f6lkerung, der f\u00fcr das Thema Lebensqualit\u00e4t bereits sensibilisiert ist.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Am meisten profitieren Sie von diesen Ergebnissen sicher, wenn Sie sich jeweils fragen, wie Sie selbst diese Frage beantwortet h\u00e4tten. Wenn Sie das dann mit den vorliegenden Antworten vergleichen und so Abweichungen ebenso feststellen wie \u00dcbereinstimmungen, kommen Sie von selbst ins weiter f\u00fchrende Gr\u00fcbeln&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Die in diesem Kapitel dargestellten Ergebnisse sind immer als Zwischenstand zu betrachten, der sich allerdings kaum wesentlich ver\u00e4ndern wird. Wenn Sie an den jeweils neusten Ergebnissen oder an Spezialauswertungen nach Geschlecht oder Alter interessiert sind, finden Sie diese immer im Internet unter www.spirit.ch (Wissen, LQ allgemein).<\/em><\/p>\n<p> <em>  <!--nextpage--> <\/em> <\/p>\n<p><strong>Bedeutung des Themas Lebensqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><em>Frage: Als Sie das Stichwort \u201eLebensqualit\u00e4t\u201c gelesen und sich gefragt haben, ob und was das mit Ihnen zu tun hat, was haben Sie da gedacht?<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm01net.jpg\" alt=\"schwarm01net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/em><\/p>\n<p>Dass wie meistens die wirklich am Thema Interessierten an einem Fragenspiel teilnehmen, zeigt sich bei dieser Frage erneut. Fest steht auf jeden Fall, dass prim\u00e4r solche Menschen am Lebensqualit\u00e4ts-Basis-Fragenspiel teilnehmen, f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t ein wichtiges Thema ist. Und das sind bekanntlich die besten Experten in Sachen Lebensqualit\u00e4t&#8230;<\/p>\n<p>Bei zwei Testbefragungen unter Gemeinde-B\u00fcrgerInnen und Club-Mitgliedern zeigte sich \u00fcbrigens, dass bei solchen Zielgruppen die Bedeutung des Themas Lebensqualit\u00e4t tats\u00e4chlich sp\u00fcrbar tiefer liegt als bei den Teilnehmenden an dieser Basis-Befragung. An dieser nehmen offenbar wirklich prim\u00e4r eigentliche &#8222;Laien-Experten&#8220; teil.<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p><em>Wie sieht es mit dem Stellenwert von Lebensqualit\u00e4t in meinem eigenen Leben aus?<\/em><\/p>\n<p> <em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\">Verantwortung f\u00fcr die eigene Lebensqualit\u00e4t<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><em>Frage: Die eigene Lebensqualit\u00e4t h\u00e4ngt ja immer sowohl von einem selbst als auch von der Au\u00dfenwelt ab. Wie sehen Sie das f\u00fcr sich: Wer oder was ist f\u00fcr Ihre Lebensqualit\u00e4t verantwortlich?<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm02-net.jpg\" alt=\"schwarm02-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><span style=\"font-style: normal;\"><em>\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p> <em> <\/p>\n<p style=\"display: inline !important;\"><span style=\"font-style: normal;\"><em>\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p> <em> <\/p>\n<p style=\"display: inline !important;\"><span style=\"font-style: normal;\">Etwa drei Viertel sehen die haupts\u00e4chliche Verantwortung f\u00fcr die eigene Lebensqualit\u00e4t also bei sich selbst. In den beiden genannten Vergleichsgruppen (Gemeinde-B\u00fcrgerInnen und Club-Mitglieder) wird relativ gesehen der Eigenverantwortung deutlich weniger Gewicht zugewiesen wird. Zwar sieht man sich auch in diesen Gruppen mehrheitlich selbst verantwortlich f\u00fcr die eigene Lebensqualit\u00e4t, aber eben nicht so deutlich wie bei den Teilnehmenden an diesem Basis-Fragenspiel. Dennoch gilt: Eine deutliche Mehrheit h\u00e4lt sich mehrheitlich selbst verantwortlich f\u00fcr die eigene Lebensqualit\u00e4t.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <\/em><\/em> <em> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Wie sieht es bei mir mit der Verteilung von Eigen- und Fremdverantwortung f\u00fcr meine Lebensqualit\u00e4t aus?<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\">Die Farbe von Lebensqualit\u00e4t<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><em>Frage: Mit welcher Farbe verbinden Sie pers\u00f6nlich den Begriff Lebensqualit\u00e4t am ehesten?<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm03-net.jpg\" alt=\"schwarm03-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Die Antworten sprechen farblich f\u00fcr sich und sind seit den ersten 50 Antwortenden praktisch konstant. Die H\u00e4lfte assoziiert Lebensqualit\u00e4t mit dem Farbkomplex gr\u00fcn-blau, was noch dadurch unterstrichen wird, dass die Mehrheit der Antworten unter &#8222;sonstige&#8220; eine Kombination von blau und gr\u00fcn beinhaltet. Ungef\u00e4hr ein Drittel assoziiert Lebensqualit\u00e4t mit dem Farbkomplex gelb-orange-rot, und der Rest teilt sich auf verschiedene Farben.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p><em>Welche Farbe hat Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr mich?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p> <em>Welche Verbindungen und Assoziationen stecken dahinter?         <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em>  <!--nextpage--> <\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\">Lebensqualit\u00e4t als Leit-Wert?<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><em>Frage: Hier stehen vier Szenarios zur Zukunft von Lebensqualit\u00e4t. Wie <span style=\"text-decoration: underline;\">w\u00fcnschbar<\/span> sind diese Szenarios f\u00fcr Sie? Bitte geben Sie jedem eine Zahl zwischen 1 ( = w\u00e4re voll daneben) bis 10 ( = w\u00e4re paradiesisch).<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Und f\u00fcr wie <span style=\"text-decoration: underline;\">wahrscheinlich<\/span> halten Sie es, dass diese Szenarios auch wirklich eintreffen, sagen wir in den n\u00e4chsten zehn Jahren? 1 w\u00fcrde hei\u00dfen \u201ekommt sicher nicht\u201c und 10 \u201ekommt ganz sicher\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm04-net.jpg\" alt=\"schwarm04-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Alle vier Szenarios zum Leit-Wert Lebensqualit\u00e4t sind hochgradig w\u00fcnschbar. Dass Lebensqualit\u00e4t tats\u00e4chlich zum Leit-Wert wird, erscheint jedoch nur auf der pers\u00f6nlichen, eigenen Ebene auch als ziemlich wahrscheinlich &#8211; ansonsten wird es l\u00e4nger dauern. Doch noch jeder gesellschaftliche Wandel hat mit einigen Wenigen angefangen, die ihn zuerst bei sich praktiziert haben. So wird es auch hier sein&#8230;<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><em>Wie attraktiv ist der Leit-Wert Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr mich selbst \u2013 und f\u00fcr mein Weltbild?<\/em><\/span><\/p>\n<p> <em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p> <!--nextpage--> <span style=\"font-style: normal;\"><strong>Lebensqualit\u00e4t und Kaufkraft<\/strong><\/span><\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><em>Frage: Wie sehr sind Sie mit diesen Aussagen \u00fcber den Zusammenhang zwischen Kaufkraft und Lebensqualit\u00e4t einverstanden?<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm05-net.jpg\" alt=\"schwarm05-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em>Der Trend zur Entkoppelung von Lebensstandard und Lebensqualit\u00e4t h\u00e4lt an. Das ist eine gute Nachricht f\u00fcr all jene, die am Werte-Wandel vom Lebensstandard zur Lebensqualit\u00e4t interessiert sind&#8230;<\/p>\n<hr \/>\n<p> <em><em> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p><em>Wie sieht die Verbindung zwischen Kaufkraft und Lebensqualit\u00e4t bei mir selbst aus?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p> <em>Was erwarte ich daf\u00fcr von der Zukunft?      <\/p>\n<hr \/>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\">Lebensqualit\u00e4ts-Index<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><em>Frage: Wenn Sie einmal die h\u00f6chste Lebensqualit\u00e4t, die Sie f\u00fcr sich denken k\u00f6nnen, mit dem Wert 100 beziffern: Wie hoch ist dann Ihre derzeitige allgemeine Lebensqualit\u00e4t? (als Ganzes, nicht auf den jetzigen Augenblick beschr\u00e4nkt&#8230;) Ihre tats\u00e4chlich empfundene Lebensqualit\u00e4t k\u00f6nnen Sie mit einer Zahl zwischen 1 und 100 ausdr\u00fccken.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Welchen Wert h\u00e4tten Sie vor f\u00fcnf Jahren gew\u00e4hlt? Und vor zehn Jahren?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Welchen Wert werden Sie voraussichtlich in f\u00fcnf Jahren w\u00e4hlen? Und welchen in zehn Jahren?<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm06-net.jpg\" alt=\"schwarm06-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Der heutige Lebensqualit\u00e4ts-Index liegt aktuell bei einem Durchschnittswert von 77 Punkten auf der Hunderter-Skala. Dieser Durchschnittswert ist nicht nur bei den Befragungen von spirit.ch erstaunlich konstant, sondern auch bei vergleichbaren Umfragen auch der repr\u00e4sentativen Art \u2013 selbst wenn man nicht nach Lebensqualit\u00e4t fragt, sondern nach Zufriedenheit oder Gl\u00fcck. Immer ergibt sich ein Durchschnitt von etwa drei Vierteln des erreichbaren Maximums. Das passt zu Forschungsergebnissen, wonach es sich bei der F\u00e4higkeit zu Zufriedenheit um ein angeborenes oder jedenfalls fr\u00fch erworbenes und damit kaum ver\u00e4nderbares Merkmal der individuellen Pers\u00f6nlichkeit handelt. Demnach bliebe die Verteilung von Zufriedenen und Unzufriedenen immer etwa gleich und w\u00fcrde sich bei einem Mittelwert in den genannten Dimensionen einpendeln. Wobei anzumerken ist, dass drei Viertel des erreichbaren Maximums schon eine ganze Menge sind und jedenfalls deutlich mehr als das ber\u00fchmte halbvolle Glas. Kurzum: Wir sind im Schnitt ganz zufrieden mit unserer Lebensqualit\u00e4t.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Das liegt sicher auch daran, dass wir beim R\u00fcckblick auf unser letztes Lebensjahrzehnt eine deutliche Verbesserung unserer Lebensqualit\u00e4t konstatieren k\u00f6nnen. Die Zunahme im Vergleich zwischen vor zehn Jahren und heute betr\u00e4gt im Schnitt satte zw\u00f6lf Punkte, jene im Vergleich mit vor f\u00fcnf Jahren immerhin noch acht Punkte. Wo eine so markante Verbesserung stattgefunden hat, gibt es nat\u00fcrlich allen Grund zur Zufriedenheit.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <em><em><em><em><em> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p><em>Wie verl\u00e4uft die Kurve meines eigenen Lebensqualit\u00e4ts-Index?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p> <\/em><\/em><\/em><\/em><\/em> <\/p>\n<p><em>Kann ich die Aufw\u00e4rts- und Abw\u00e4rtsbewegungen darin erkl\u00e4ren?<\/em><\/p>\n<p> <em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Allerdings sehen wir (immer im Durchschnitt) f\u00fcr das n\u00e4chste Jahrzehnt keine so markante Steigerung unseres Lebensqualit\u00e4ts-Index mehr voraus. Dieser Index wird gem\u00e4\u00df der Durchschnitts-Prognose bis in f\u00fcnf Jahren noch um vier Punkte steigen, dann allerdings eher leicht fallen. Immerhin zeigen diese Zahlen, dass wir unsere Lebensqualit\u00e4t nicht nur als verbesserungsf\u00e4hig erleben, sondern auch f\u00fcr die Zukunft noch Steigerungspotenziale sehen. Was Lebensqualit\u00e4t als Leitwert nat\u00fcrlich umso attraktiver macht.<\/span><\/p>\n<p> <em><em><em><em><em><em> <\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm07-net.jpg\" alt=\"schwarm07-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Wie bereits festgestellt, zeigt die durchschnittliche Entwicklung des Lebensqualit\u00e4ts-Index in den letzten zehn Jahren h\u00f6chstens die halbe Wahrheit. Die durchschnittliche Entwicklung, die eine deutliche Zunahme zeigt, umfasst nat\u00fcrlich auch Einzelf\u00e4lle, in denen die Lebensqualit\u00e4t abgenommen hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Tats\u00e4chlich geh\u00f6ren zu dieser Gruppe insgesamt 23 Prozent, wobei die Abnahme bei 9 Prozent deutlich ausfiel (11 Punkte und mehr \u2013 ein starkes Minus kam nicht vor), bei 12 Prozent eher moderat (5 bis 10 Punkte). Von Stabilit\u00e4t (Unterschied zwischen heute und vor zehn zwischen -2 und +4) berichten 13 Prozent der Befragten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Doch auch unter der Mehrheit der Gewinner gibt es Unterschiede: Von einer leichten Zunahme (5 bis 10 Punkte) berichten 26 Prozent der befragten, von einer mittleren (11 bis 25 Punkte) 24%, und 16 Prozent haben sogar eine starke Zunahme von 26 und mehr Punkten erlebt.<\/span><\/p>\n<p> <em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em> <\/p>\n<p style=\"display: inline !important;\"><span style=\"font-style: normal;\">Die subjektive Empfindung der eigenen Lebensqualit\u00e4t erf\u00e4hrt also H\u00f6hen und Tiefen. Stehen solche Auf- und Abw\u00e4rts-Tendenzen im Zusammenhang mit dem eigenen Alter? Gibt es je nach Altersgruppe unterschiedliche Anteile an Verlierern und Gewinnern? Die Antwort lautet Ja:<\/span><\/p>\n<p style=\"display: inline !important;\"><span style=\"font-style: normal;\"><br \/><\/span><\/p>\n<p style=\"display: inline !important;\"><span style=\"font-style: normal;\"><br \/><\/span><\/p>\n<p> <\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em> <\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eindeutig am meisten Verlierer gibt es bei der j\u00fcngsten Altersgruppe (unter 35). Ob dahinter eine noch nicht bew\u00e4ltigte Trauer \u00fcber die verlorene Jugend steht, wissen wir nicht. Klar wird jedoch, dass diese Lebensphase in Sachen Lebensqualit\u00e4t die schwierigste ist. Die Chancen, eine sinkende Lebensqualit\u00e4t zu erfahren, sind hier eindeutig am gr\u00f6\u00dften. Und umgekehrt ist die Chance, eine starke Verbesserung zu erleben, verschwindend gering.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das \u00e4ndert sich jenseits der 35 deutlich: Bei den 35 bis 49-J\u00e4hrigen ist der Anteil jener, die ein starkes Plus auf ihrem Lebensqualit\u00e4ts-Konto erlebt haben, am h\u00f6chsten. Ob das an beruflichen Fortschritten liegt oder an der Familiengr\u00fcndung, wissen wir nicht. Fest steht nur, dass von der viel beschworenen Midlife-Crisis keine Rede sein kann, wenn es um die Wahrnehmung der eigenen Lebensqualit\u00e4t geht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Altersgruppe 50 bis 64 wiederum weist den h\u00f6chsten Anteil an Menschen auf, die insgesamt im letzten Jahrzehnt ein Plus auf ihrem Lebensqualit\u00e4ts-Konto feststellen. Dieses Plus ist etwas moderater als bei der n\u00e4chst j\u00fcngeren Altersgruppe, und auch die Chance, zu den Verlieren zu geh\u00f6ren, steigt wieder leicht an, doch insgesamt geh\u00f6rt auch dieses Aller zu den besten Jahren, in denen man auf Fortschritte bei der Lebensqualit\u00e4t zur\u00fcck blicken kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit Einschr\u00e4nkungen gilt dies auch f\u00fcr die Gruppe 65plus. Die Fortschritte fallen noch einmal deutlich moderater aus, die Zahl der Verlierer steigt weiter leicht an. Nichtsdestotrotz hat selbst diese Altersgruppe die deutlich besseren Karten als die j\u00fcngste, wenn es darum geht, eine Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t im letzten Jahrzehnt zu konstatieren.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p><em>Wie ist die Entwicklung meiner Lebensqualit\u00e4t in den letzten zehn Jahren verlaufen?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p> <\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em> <\/p>\n<p><em>Was hat mich zum \u201eVerlierer\u201c oder \u201eGewinner\u201c gemacht?<\/em><\/p>\n<p> <em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Wenn es nun um die Aussichten f\u00fcr die Entwicklung des LQI in den n\u00e4chsten zehn Jahren geht, gehen wir genau gleich vor, indem wir den aktuellen LQI vom in zehn Jahren erwarteten abziehen. Das ergibt folgende Werte:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm08-net.jpg\" alt=\"schwarm08-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Auch f\u00fcr die Vorausschau auf die Lebensqualit\u00e4ts-Entwicklung im n\u00e4chsten Jahrzehnt k\u00f6nnen wir wieder voraussichtliche Gewinner und Verlierer unterscheiden. Ein starkes Minus auf dem eigenen Lebensqualit\u00e4ts-Konto (20 und mehr Minuspunkte) erwartet niemand, ein deutliches (11 bis 19 Punkte ) 10 Prozent, ein leichtes Minus (4 bis 10 Punkte) weitere 13 Prozent. 23 Prozent erwarten Stabilit\u00e4t (-2 bis +4 Punkte).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Zu den Optimisten z\u00e4hlen 28 Prozent mit der Erwartung eines leichten Plus (5 bis 10 Punkte), 18 Prozent, die ein deutliches Plus (11 bis 20 Punkte), und noch 8 Prozent, die gar ein starkes Plus (21 und mehr Punkte) erwarten. Insgesamt \u00fcberwiegen also auch bei den Zukunftsaussichten die Optimisten deutlich.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Allerdings ist der Blick voraus noch deutlich st\u00e4rker altersabh\u00e4ngig als jener zur\u00fcck. Der Optimismus f\u00fcr die Entwicklung des eigenen Lebensqualit\u00e4ts-Index ist bei der j\u00fcngsten Altersgruppe massiv st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als beim Rest und dominiert das eigene Lebensgef\u00fchl.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Umgekehrt sieht es bei der \u00e4ltesten Altersgruppe aus: Hier sind die Optimisten zu einer Minderheit zusammen geschmolzen, und die Pessimisten haben die Mehrheit \u00fcbernommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Die beiden mittleren Altersgruppen (35 bis 49 sowie 50 bis 64) liegen mit \u00e4hnlichen Werten zwischen diesen Extremen. In beiden Gruppen bilden die Optimisten eine deutliche Mehrheit, wenngleich eine kleinere als in der j\u00fcngsten Altersgruppe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Dass die Menschen jenseits der 65 von ihrer k\u00fcnftigen Lebensqualit\u00e4t nicht mehr viel erwarten, muss als Alarmzeichen gewertet werden. Ob diese gef\u00fchlte Erwartung mit den realen Tatsachen \u00fcbereinstimmt, darf allerdings angezweifelt werden. Immerhin weist diese Altersgruppe bei der Frage nach dem aktuellen Lebensqualit\u00e4ts-Index den h\u00f6chsten Wert auf. Doch vielleicht f\u00fchrt gerade diese Empfindung auch zu einem Gef\u00fchl der Bedrohung: Je weiter oben man angelangt ist, desto gr\u00f6\u00dfer wird die Gefahr eines Absturzes. Was nat\u00fcrlich auch l\u00e4hmen kann. Besser f\u00e4hrt man wohl mit der nach vorne gerichteten Perspektive, das Beste k\u00f6nnte ja erst noch kommen&#8230;<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p><em>Was erwarte und erhoffe ich mir von meiner zuk\u00fcnftigen Lebensqualit\u00e4t<\/em><\/p>\n<p> <em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p> <em>  <!--nextpage--> <\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\">Die Bedeutung der Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Schon bei fl\u00fcchtiger Betrachtung wird klar: Lebensqualit\u00e4t hat viele Facetten. Anders als der alte eindimensionale Leitwert Lebensstandard ist das Ph\u00e4nomen Lebensqualit\u00e4t multidimensional. Um ihm gerecht zu werden, m\u00fcssen wir also versuchen, diese Facetten und Dimensionen zu erfassen und so ein differenziertes Bild zu gewinnen.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-style: normal;\"> <\/span> <\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Im Vorfeld des Projekts spirit.ch wurden umfangreiche Erhebungen und Datenanalysen durchgef\u00fchrt, um ein solches differenziertes Modell von Lebensqualit\u00e4t zu schaffen. Resultat ist das Modell der sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren. Sph\u00e4ren werden dabei als R\u00e4ume in der Werte-Landschaft betrachtet, in denen sich bestimmte Werte konzentrieren, wobei diese R\u00e4ume keine scharfen Abgrenzungen haben. Das bedeutet auch, dass das Modell keinen Anspruch auf Endg\u00fcltigkeit erheben kann und will. Jedes derartige Modell enth\u00e4lt ein Restelement von Willk\u00fcrlichkeit. Doch das Sph\u00e4ren-Modell von spirit.ch hat sich in mehreren Studien praktisch bew\u00e4hrt.<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-style: normal;\"> <\/span> <\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">In den einschl\u00e4gigen Befragungen werden die sechzehn Sph\u00e4ren jeweils wie folgt mit einem Titel und einer Reihe von Stichworten pr\u00e4sentiert. Aus Gr\u00fcnden der \u00dcbersichtlichkeit tauchen in den Grafiken jeweils nur die Titel auf:<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-style: normal;\"> <\/span>  <\/p>\n<ul>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Gesundheit<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (k\u00f6rperlich, geistig, seelisch) <\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Tun<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Arbeit \u2013 bezahlte und freiwillige,      Aktivit\u00e4t, Kreativit\u00e4t, Leistung, Wirkung)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Beziehungen<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Liebe, Familie, Freundschaft) <\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Lebensfreude<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Gl\u00fcck, Genuss, Freude, Abwechslung)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Materie<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Einkommen, Besitz, Konsum, G\u00fcter) <\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Stabilit\u00e4t<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Tradition, Sicherheit, Kontrolle) <\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Raum<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Wohnsituation, Wohnort, Mobilit\u00e4t)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Echtheit<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit,      Wahrhaftigkeit, Selbst\u00e4ndigkeit)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Respekt<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (im Umgang miteinander sowie mit Natur      und Kulturen, Zuverl\u00e4ssigkeit, Treue, Toleranz)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Offenheit<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Humor, Optimismus, Intelligenz,      Zufriedenheit, Konfliktkompetenz)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Nachhaltigkeit<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Umwelt-Verantwortung gegen\u00fcber      n\u00e4chsten Generationen, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung,      Menschenrechte) <\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Zeit<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Integration von Vergangenheit,      Gegenwart und Zukunft, Lebens-Tempo, Oasen im hektischen Zeitstrom)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Eigenes<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Selbstverwirklichung, Treue zu sich      selbst, Unabh\u00e4ngigkeit, Lebensgestaltung nach eigenen Werten,      Selbst-Kompetenz)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Reifung<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (im Reinen mit sich sein, st\u00e4ndiges      Dazulernen, Selbst-Bewusstsein, Vertrauen in inneren Kompass, Weisheit)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Sinn<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Lebens-Sinn, Sinn-Quellen,      Naturerleben, Spiritualit\u00e4t, Religion)<\/span><\/li>\n<li><strong><span style=\"font-style: normal;\">Lebens-Kunst<\/span><\/strong><span style=\"font-style: normal;\"> (Sinn f\u00fcr das richtige Ma\u00df, Balance      zwischen Lebensbereichen, Integration aller Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren) <\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p> <\/p>\n<p><em>Frage: Wie wichtig ist jede der folgenden sechzehn Sph\u00e4ren f\u00fcr Ihre pers\u00f6nliche generelle Lebensqualit\u00e4t? Bitte dr\u00fccken Sie das mit einer Zahl zwischen 1 (v\u00f6llig unbedeutend) bis 10 (extrem wichtig) aus.<\/em><\/p>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm09-net.jpg\" alt=\"schwarm09-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Was Lebensqualit\u00e4t bedeutet, kann nur jede und jeder f\u00fcr sich sagen. Zu dieser subjektiven Individualit\u00e4t der Vorstellungen \u00fcber Lebensqualit\u00e4t geh\u00f6rt vor allem auch die subjektive Bedeutung der sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren. Diese Bedeutung wird obiger folgender Frage \u201egemessen\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Die Antworten lassen sich sternf\u00f6rmig abbilden, wobei gilt: Je weiter drau\u00dfen ein Zacken im Kreis steht, desto wichtiger ist diese Sph\u00e4re. Dabei zeigt sich, dass keine Sph\u00e4re einen Durchschnittswert von weniger als 5 Punkten auf der Zehnerskala erreicht, weshalb zur besseren Differenzierung im Kreisdiagramm nur die obere H\u00e4lfte der Skala (5 bis 10) abgebildet wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Tats\u00e4chlich zeigt sich, dass alle sechzehn Sph\u00e4ren einen wichtigen Beitrag zur generellen Lebensqualit\u00e4t leisten, nur eben nicht einen genau gleich wichtigen. Immerhin schwanken die Mittelwerte zwischen 6. 4 (Materie) und 9.4 (Gesundheit), also um drei Punkte. Hier wird also sehr wohl differenziert. Dieser Eindruck verst\u00e4rkt sich noch, wenn wir nur die \u201eExtremwerte\u201c ber\u00fccksichtigen, also die Skalenwerte 9 und 10: Diese Wahl treffen bei \u201eMaterie\u201c nur gerade 11 Prozent, bei \u201eGesundheit\u201c dagegen 84 Prozent!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Diese Differenzierungen zeigen, dass\u00a0unterschiedliche Menschen die subjektive Bedeutung der einzelnen Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren unterschiedlich gewichten. Kaum jemand l\u00e4sst eine Sph\u00e4re ganz aus, doch die Mischungsverh\u00e4ltnisse sind so individuell, wie dies angesichts des individuellen Charakters von Lebensqualit\u00e4t nicht anders zu erwarten war. Dabei produzieren die Sph\u00e4ren unterschiedliche Differenzierungen: \u00dcber den extrem hohen Stellenwert von Gesundheit und Beziehungen f\u00fcr die eigene Lebensqualit\u00e4t herrscht weitgehende Einigkeit, bei anderen Sph\u00e4ren sind die Ausschl\u00e4ge wesentlich gr\u00f6\u00dfer.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Insgesamt aber ist klar, dass alle Sph\u00e4ren f\u00fcr die generelle Lebensqualit\u00e4t eine hohe Bedeutung haben. Die durchschnittliche Punktzahl pro Sph\u00e4re betr\u00e4gt hohe 8.5. Diese Werte sind im \u00dcbrigen weitestgehend stabil, das hei\u00dft, sie ver\u00e4nderten sich gegen\u00fcber der Pilotbefragung und w\u00e4hrend der vorliegenden Befragung kaum.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p><em>Wie h\u00e4tte ich selbst die Frage nach der Bedeutung der Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren beantwortet?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p> <em>Was hat sich daran in den letzten Jahren ver\u00e4ndert?<\/em> <\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\">Zufriedenheit in den einzelnen Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren<\/span><\/strong><\/p>\n<p> <span style=\"font-style: normal;\"> <\/span> <\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p> <span style=\"font-style: normal;\"> <\/span> <\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Wenn wir in Form des Lebensqualit\u00e4ts-Index Lebensqualit\u00e4t \u201emessen\u201c, messen wir eigentlich immer die Zufriedenheit mit der eigenen Lebensqualit\u00e4t, gemessen am eigenen Erwartungshorizont. \u00c4hnliches k\u00f6nnen wir auch f\u00fcr die sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren tun. Dies geschieht mit dieser Frage:<\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-style: normal;\"> <\/span> <\/p>\n<p>Und wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Lebensqualit\u00e4t in diesen einzelnen Sph\u00e4ren? Ma\u00dfstab w\u00e4re die f\u00fcr Sie gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Zufriedenheit in dieser Sph\u00e4re, entsprechen der Zahl 10. Dagegen w\u00fcrde 1 die gr\u00f6\u00dfte denkbare Unzufriedenheit bedeuten.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm10-net.jpg\" alt=\"schwarm10-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Das durchschnittliche Ma\u00df der Zufriedenheit mit der eigenen aktuellen Lebensqualit\u00e4t (Lebensqualit\u00e4ts-Index) betr\u00e4gt 77 von 100 m\u00f6glichen Punkten, umgerechnet auf eine Zehnerskala also 7.7. Exakt diesen Wert sehen wir auch, wenn wir die durchschnittliche Zufriedenheit in allen sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren errechnen. Die durchschnittliche Zufriedenheit in allen Sph\u00e4ren ist also genau gleich gro\u00df wie die Zufriedenheit mit der eigenen Lebensqualit\u00e4t insgesamt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Dabei sind die Differenzen zwischen den Werten der einzelnen Sph\u00e4ren wesentlich geringer als bei der Frage nach deren Bedeutung. Bei der Frage nach der Zufriedenheit schwanken die Werte nur zwischen 7.1 (Nachhaltigkeit) und 8.2 (Echtheit, Raum), was den genannten Schnitt von 7.7 ergibt. Dieses Ergebnis l\u00e4sst etliche Fragen offen: Ist Zufriedenheit eine weitgehend stabile und damit nicht zu beeinflussende Gr\u00f6\u00dfe? Ist es egal, was wir tun, weil sich unsere Zufriedenheit ohnehin nicht steigern l\u00e4sst? Gibt es so etwas wie einen gl\u00e4sernen Deckel bei der Zufriedenheit mit unserer Lebensqualit\u00e4t, den wir nicht durchbrechen k\u00f6nnen? Wir wissen es noch nicht.<\/span><\/p>\n<p> <strong><br \/> <\/strong> <\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\">Zufriedenheit und Unzufriedenheit<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-style: normal;\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Legt man die beiden Sternkurven der Bedeutung von und der Zufriedenheit mit den sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren \u00fcbereinander, ergibt sich dieses Bild:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><em><em><em><em><em><em><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm11-net.jpg\" alt=\"schwarm11-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/strong><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Die Zufriedenheitsrate liegt also meist etwas hinter der Bedeutung zur\u00fcck, mit Ausnahme der weniger wichtigen Sph\u00e4ren Materie und Stabilit\u00e4t, wo die Zufriedenheit sogar \u00fcber der Bedeutung liegt. Insgesamt zeigt sich auch hier das Bild einer mittleren Zufriedenheit von etwa drei Vierteln des maximal Denkbaren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Das Gegenteil von Zufriedenheit ist Unzufriedenheit, und auch die k\u00f6nnen wir direkt messen als Differenz zwischen maximaler Zufriedenheit (Punktwert 10) und real angegebener Zufriedenheit. (Das ergibt einen theoretisch denkbaren Unzufriedenheitswert zwischen 1 bis 9.)\u00a0 Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen wir dieses Ma\u00df an Unzufriedenheit gewichten, und zwar mit der Bedeutung der jeweiligen Sph\u00e4re.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\">Daf\u00fcr multiplizieren wir den Unzufriedenheits-Wert mit dem Wert f\u00fcr die Bedeutung der Sph\u00e4re. Dies deshalb. weil Unzufriedenheit in einer wichtigen Sph\u00e4re h\u00f6her zu gewichten ist als in einer unwichtigen. Wie sich zeigt, wird der maximale Wert f\u00fcr gewichtete Unzufriedenheit von 90 (9 mal 10) bei weitem nicht erreicht (Tiefstwert: Raum = 15 \/ H\u00f6chstwert: Nachhaltigkeit = 24), und die Unterschiede zwischen den einzelnen Sph\u00e4ren sind gering. Im Schnitt gibt es pro Sph\u00e4re einen Unzufriedenheits-Wert von 19.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-style: normal;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/schwarm12-net.jpg\" alt=\"schwarm12-net\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/span><\/p>\n<p> <em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em><em> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/ss-logo-net.jpg\" alt=\"ss-logo-net\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p> <\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em><\/em> <\/p>\n<p><em>Wie sieht mein eigenes Profil der Zufriedenheit und Unzufriedenheit in den sechzehn Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren aus?<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Was hat sich dabei in den letzten Jahren zum Guten oder Schlechten ver\u00e4ndert? <\/em><\/p>\n<p> <em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p> <em>  <!--nextpage--> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/generell-eigensinn-net.jpg\" alt=\"generell-eigensinn-net\" width=\"364\" height=\"273\" \/><br \/><\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Die folgenden Texte bilden jeweils die subjektive Erg\u00e4nzung zu den im Kapitel \u201eDenk-Bar\u201c allgemeinen Ausf\u00fchrungen \u00fcber den Leit-Wert Lebensqualit\u00e4t. Ihr Sinn wird wie folgt begr\u00fcndet:<\/em><\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzender Standort<\/strong><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/eigen1-net.jpg\" alt=\"eigen1-net\" width=\"273\" height=\"364\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Vor Jahrzehnten habe ich einer Forschungsarbeit \u00fcber politisch aktive Gruppen ein paar Bemerkungen zu meinem eigenen politischen Standort vorangestellt, weil ich fand, die Leserinnen und Leser h\u00e4tten ein Anrecht darauf zu erfahren, von welcher Perspektive aus jemand ein Thema betrachtet. Das kam bei den damaligen Forschungs-Oberen gar nicht gut an, Wissenschaft sei schlie\u00dflich objektiv, und da h\u00e4tten subjektive Betrachtungen nichts zu suchen.<\/p>\n<p>Die Jahrzehnte haben nicht gen\u00fcgt, mich von meiner \u00dcberzeugung abzubringen. Diese ist im Gegenteil noch gewachsen: Pers\u00f6nliche Erfahrungen bestimmen F\u00e4rbung und Kr\u00fcmmung der Brille, durch die wir die Welt betrachten. Oder anders formuliert: Theorie und Praxis sind ineinander verflochten.<\/p>\n<p>Das gilt nat\u00fcrlich ganz besonders f\u00fcr das Thema Lebensqualit\u00e4t. Theoretische Betrachtungen dazu sind sch\u00f6n und gut und sogar n\u00fctzlich, denn es braucht einen gewissen Grad an Abstraktion, um das Thema f\u00fcr viele Menschen mit ganz unterschiedlichem Erfahrungshintergrund zug\u00e4nglich und verst\u00e4ndlich zu machen. Deshalb finden Sie im Hauptteil jeweils die nach meiner Meinung \u00fcberpers\u00f6nlich g\u00fcltigen und bedeutsamen \u00dcberlegungen \u00fcber den Wandel vom Lebensstandard zur Lebensqualit\u00e4t, und wie wir ihn gemeinsam schaffen.<\/p>\n<p>Gleichsam als Erg\u00e4nzung dazu finden Sie jeweils in dieser Rubrik bewusst subjektiv und pers\u00f6nlich gef\u00e4rbte Berichte \u00fcber meine Erfahrungen mit Lebensqualit\u00e4t. Sie werden diese Erfahrungen nicht eins zu eins auf Ihr eigenes Leben \u00fcbertragen k\u00f6nnen, aber vielleicht teilen wir die eine oder andere Erfahrung, und manchmal kann es auch ganz am\u00fcsant sein, von anderen zu lernen, wie man es ganz bestimmt nicht machen sollte&#8230;<\/p>\n<p>Wie Sie in beiden Teilen sehen werden, ist Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr mich theoretisch wie praktisch ein zentrales Lebensthema. Und weil ich mich damit so lange und so intensiv besch\u00e4ftigt habe, wage ich in ganz unschweizerischer Unbescheidenheit die Behauptung, ich h\u00e4tte dazu einiges zu sagen. Allerdings nicht als Spezialist, sondern als Generalist. Man wird dem faszinierenden Thema Lebensqualit\u00e4t nicht gerecht, wenn man sich nach Art der Spezialisten in ein Einzelthema vertieft und verbei\u00dft. Stattdessen geht es um \u00dcber- und Weitblick, also um die Betrachtungsweise eines Generalisten.<\/p>\n<p>Mit meinem Alter irgendwo in der zweiten H\u00e4lfte F\u00fcnfzig hatte ich auch, ganz ohne mein Verdienst, die M\u00f6glichkeit, die dynamische Seite von Lebensqualit\u00e4t kennen zu lernen. Was Lebensqualit\u00e4t ist und was sie bedeutet, ist nicht starr und unverr\u00fcckbar, weder auf der pers\u00f6nlichen noch auf der kollektiven Ebene. Und so habe ich die reifende Lebensqualit\u00e4t entdeckt, die Tatsache, dass sich Lebensqualit\u00e4t mit zunehmendem Alter nicht nur ver\u00e4ndert, sondern auch verbessert.<\/p>\n<p>Und genau diese tr\u00f6stliche Botschaft m\u00f6chte ich Ihnen fortan an dieser Stelle erl\u00e4utern und belegen&#8230;.<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/eigen2-net.jpg\" alt=\"eigen2-net\" width=\"273\" height=\"364\" \/><\/p>\n<p><strong>Wie mich das Thema Lebensqualit\u00e4t fand<\/strong><\/p>\n<p>Zeitlebens hat mir Lebensstandard wenig und Lebensqualit\u00e4t alles bedeutet \u2013 nur wusste ich das lange nicht. Das hei\u00dft, ersteres schon. Materieller Besitz, Statussymbole, Konsum waren mir tats\u00e4chlich nie wirklich wichtig. Warum dem so ist, wei\u00df der Kuckuck, es muss sich wohl um eine Mischung aus Genetik, Erziehung, pr\u00e4gendem Zeitgeist und Umst\u00e4nden (fehlende reiche Erbtante&#8230;) handeln. Sicher ist es nicht mein Verdienst, so dass ich schon gar nicht in Versuchung komme, Tugend mit fehlender Gelegenheit zu verwechseln.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich habe ich verglichen mit der gro\u00dfen Mehrheit der Menschheit einen hohen Lebensstandard, und tats\u00e4chlich g\u00f6nne ich mir auch diesen oder jenen Luxus, doch gemessen daran, was ich \u2013 in Geld ausgedr\u00fcckt \u2013 aus meinen Talenten und F\u00e4higkeit h\u00e4tte machen k\u00f6nnen, wenn ich anders gepolt gewesen w\u00e4re, nimmt sich mein Lebensstandard doch eher bescheiden aus.<\/p>\n<p>Wor\u00fcber ich mir kein einziges Tr\u00e4nchen abquetschen kann. Denn ich lebe seit vielen Jahren an einem Ort, der mir nicht nur wunderbare Aus-, Weit- und \u00dcberblicke beschert, sondern auch Wurzeln, aus denen ich Kraft sch\u00f6pfen kann. Ich kann meine Zeit weitgehend selbst und frei einteilen, meinen eigenen Rhythmus leben. Ich besch\u00e4ftige mich vorwiegend mit Dingen, die mich interessieren und faszinieren. Ich erschlie\u00dfe mir die Welt mit Worten, Bildern und Zahlen und brauche mich nicht darum zu k\u00fcmmern, dass jemand erkl\u00e4rt, das ginge aber nicht zusammen. Es gibt Menschen, die mir etwas bedeuten, und denen ich etwas bedeute. Es gibt in meinem Leben Identit\u00e4t, Orientierung und Sinn \u2013 auch wenn ich immer noch dahin unterwegs bin. Ich habe einigerma\u00dfen den Sinn f\u00fcr Balance und das richtige Ma\u00df gelernt. Und ich f\u00fchle mich k\u00f6rperlich, geistig und seelisch wohl.<\/p>\n<p>Kurzum, meine Lebensqualit\u00e4t ist gut, ja sehr gut. Nur hat es lange gedauert, bis ich all diese positiven Lebenserfahrungen unter einen Hut gebracht habe und sie gleichsam mit einem gemeinsamen Dach benennen konnte \u2013 eben Lebensqualit\u00e4t. Das Wort ist mir zwar fr\u00fch begegnet, aber damals war damit noch die Qualit\u00e4t der Lebens-Umgebung gemeint, also etwa jene von Luft oder Wasser, und so konnte Lebensqualit\u00e4t auch von au\u00dfen verordnet werden, wenn man nur die richtige Partei w\u00e4hlte. Welch ein Irrtum!<\/p>\n<p>Heute wei\u00df ich nat\u00fcrlich, dass es nicht um die Qualit\u00e4t der Umgebung geht, sondern um die Qualit\u00e4t des eigenen Lebens, und dass daf\u00fcr niemand anders die Verantwortung \u00fcbernehmen kann als ich selbst. Doch lange Zeit war das Wort selbst aus meinem Denken verschwunden gewesen. Dann, ich war gerade an der zweiten Version einer \u201eHitparade der hei\u00dfen Werte\u201c, fiel es mir wie aus heiterem Himmel wieder zu.<\/p>\n<p>Diese Hitparade wurde \u00fcbrigens nicht von mir bestimmt, sondern von einem Netz von Menschen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum, die an Themen wie Werte oder Bewusstsein interessiert sind und deshalb meine Fragen dazu beantworten. Und dieses Netz setzte Lebensqualit\u00e4t gleich auf Platz zwei der Hitparade. Was mir dann endg\u00fcltig die Augen \u00f6ffnete: Lebensqualit\u00e4t ist ein zentraler Leit-Wert, f\u00fcr andere, vor allem aber auch f\u00fcr mich selbst&#8230;<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/eigen3-net.jpg\" alt=\"eigen3-net\" width=\"280\" height=\"364\" \/><\/p>\n<p><strong>Lebensqualit\u00e4ts-Konto<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem ich mit der Devise \u201eGeld allein macht nicht gl\u00fccklich\u201c aufgewachsen war, bedurfte es schon des Kontakts mit etwas beg\u00fcterteren Gesellschaftsschichten, bis ich auch das gegenteilige Motto kennen lernte: \u201eGeld allein macht nicht ungl\u00fccklich!\u201c Die Moral von der Geschicht\u2019: Geld an sich ist wertfrei \u2013 es kommt darauf an, wozu wir es nutzen. Meines\u00a0 brauche ich zum Bezahlen meiner Rechnungen, und f\u00fcr einige Dinge, die das Leben angenehmer machen. Was dar\u00fcber hinausgeht, interessiert mich nicht wirklich, und das bedeutet, dass ich daf\u00fcr keine Ressourcen aufbringen will, und vermutlich nicht mal kann.<\/p>\n<p>Das hatte zur Konsequenz, dass ich den Seinszustand des Prekariats am eigenen Leib, oder besser Bankkonto, kennen gelernt habe, lange bevor es das Wort \u00fcberhaupt gab. Dieser Tanz am Abgrund und ohne sicherndes Auffangnetz war nat\u00fcrlich nicht immer einfach, und es gab die eine oder andere Gelegenheit, in der ich mich nach der Sicherheit einer ordentlich bezahlten festen Stelle gesehnt habe.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck hat der Kosmos nicht gewollt, dass einer dieser Fluchtversuche aus meiner freiberuflichen Existenz als intellektueller Allzweck-Tagel\u00f6hner gelang, denn es h\u00e4tte mich zu viel von dem gekostet, was mir wirklich wichtig und wertvoll ist. Geistige Unabh\u00e4ngigkeit zum Beispiel. Oder Zeit-Autonomie. Oder die M\u00f6glichkeit, meine Gedanken beim Gehen zu verfassen.<\/p>\n<p>Ohne, dass es mir immer bewusst war, habe ich so st\u00e4ndig eine G\u00fcterabw\u00e4gung vorgenommen, eine Bewertung verschiedener Alternativen davon, wie ich mein Leben gestalten wollte, und was mir dabei wichtiger war: Lebensstandard oder Lebensqualit\u00e4t?<\/p>\n<p>Mittlerweile formuliere ich es noch etwas pr\u00e4ziser: Was ist mir wichtiger, ein Zuwachs auf meinem Bankkonto, oder ein Plus bei meinem Lebensqualit\u00e4ts-Konto? Zun\u00e4chst ging es mir dabei wie vermutlich Ihnen: H\u00e4? Ein Konto braucht doch eine messbare Gr\u00f6\u00dfe, und Qualit\u00e4t kann man nicht messen, schon gar nicht Lebensqualit\u00e4t. Lebensqualit\u00e4ts-Konto ist somit ein Widerspruch in sich.<\/p>\n<p>Dann habe ich festgestellt, dass es zum Beispiel in der Paartherapie den Begriff des Beziehungs-Kontos gibt. Auch dieses Bild entspricht nat\u00fcrlich nicht eins zu eins dem Vergleichsobjekt Bankkonto, und doch macht die Analogie Sinn. Weshalb ich je l\u00e4nger je mehr das Lebensqualit\u00e4ts-Konto f\u00fcr einen viel versprechenden Ansatz halte. Und zwar, weil er mich bei jeder konkreten Lebens-Entscheidung zur Frage zwingt, ob die gew\u00e4hlte Alternative mein Lebensqualit\u00e4ts-Konto eher ins Plus oder ins Minus bringt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man Lebensqualit\u00e4t nicht wirklich messen, das hei\u00dft quantifizieren. Aber es gibt eine Form der Ann\u00e4herung, n\u00e4mlich diese Frage: \u201eWenn Sie einmal die h\u00f6chste Lebensqualit\u00e4t, die Sie f\u00fcr sich denken k\u00f6nnen, mit dem Wert 100 beziffern: Wie hoch ist dann Ihre derzeitige allgemeine Lebensqualit\u00e4t, ausgedr\u00fcckt in einer Zahl zwischen 1 und 100?\u201c Ich stelle diese Frage immer wieder in meinen Umfragen und bei meinen Vortr\u00e4gen, und fast alle k\u00f6nnen sie immer problemlos beantworten.<\/p>\n<p>Der Durchschnittswert der Antworten liegt \u00fcbrigens ziemlich konstant bei etwa 75. Mein gegenw\u00e4rtiger Wert liegt so bei 90. Und Ihrer?<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/eigen4-net.jpg\" alt=\"eigen4-net\" width=\"273\" height=\"364\" \/><\/p>\n<p><strong>Preisfrage<\/strong><\/p>\n<p>In Goethes Faust lautet die ber\u00fchmte Gretchenfrage: \u00bbSag, Heinrich, wie h\u00e4ltst Du es mit der Religion?\u00ab Wenn denn der Materialismus tats\u00e4chlich zur Quasi-Religion geworden ist (siehe voriges Kapitel), dann lautet f\u00fcr mich die analoge Frage: \u00bbSag, Andreas, wie h\u00e4ltst Du es mit dem Streben nach materiellen Werten?\u00ab<\/p>\n<p>Meine Antwort lautet: m\u00e4\u00dfig, aber regelm\u00e4\u00dfig. Um meinen bescheidenen Lebensstandard zu finanzieren, bin ich auf entsprechende Eink\u00fcnfte angewiesen, und das bedeutet, dass auch ich einen Teil meiner Ressourcen, also Zeit, Aufmerksamkeit, Energie, K\u00f6nnen und so in das Streben nach materiellen Werten investieren muss. Und wo ich schon dabei war, h\u00e4tte ich doch die Gelegenheit nutzen k\u00f6nnen, um \u00fcber diesen Minimalbedarf hinaus etwas materiellen Mehrwert f\u00fcr mich zu schaffen. K\u00f6nnte man meinen. Hat aber nie geklappt. \u00dcber die Gr\u00fcnde dieses Ph\u00e4nomens habe ich gelegentlich gegr\u00fcbelt. Und bin dabei auf h\u00fcbsche Hypothesen gesto\u00dfen. Wie etwa jene, ich sei halt einfach mehr an geistigen Werten interessiert als an materiellen. Was ich als ausgesprochen edel empfand.<\/p>\n<p>Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich geschnallt habe, dass es diese ganze idealistische Verbr\u00e4mung gar nicht braucht. In Wirklichkeit ist n\u00e4mlich meine Weigerung, mehr in die Jagd nach materiellen G\u00fctern zu investieren als unbedingt n\u00f6tig, das Ergebnis einer k\u00fchlen, n\u00fcchternen und rationalen Kalkulation. Wie jeder Mensch verf\u00fcge ich \u00fcber eine begrenzte Menge an jenen Ressourcen, die ich in meine Lebensgestaltung investieren kann. Wenn ich aber nicht alles, was ich allenfalls m\u00f6chte, erreichen kann, muss ich w\u00e4hlen, muss mich entscheiden, in was ich diese beschr\u00e4nkten Ressourcen investieren will. Und wie bei jeder Investitionsentscheidung erstelle ich daf\u00fcr eine Rechnung: Was kostet mich diese Investition? Und was ist der zu erwartende Ertrag? So wird alles zur Preisfrage: Ist mir der zu erwartende Ertrag den zu entrichtenden Preis wert? Wozu auch jene Dinge geh\u00f6ren, auf die ich wegen des Preises f\u00fcr die Investition verzichten m\u00fcsste.<\/p>\n<p>In meinem Fall wurde mir im Laufe der Zeit immer klarer, worauf ich h\u00e4tte verzichten m\u00fcssen, wenn ich mehr in den Gelderwerb investiert h\u00e4tte. Auf meine geistige Unabh\u00e4ngigkeit zum Beispiel. Auf die Freiheit, meine Zeit weitgehend selbst gestalten zu k\u00f6nnen. Auf das Vergn\u00fcgen, viel Zeit zu Hause mit meiner Katze zu verbringen. Kurzum: Auf wichtige Elemente meiner Lebensqualit\u00e4t. Und genau dieser Preis war mir schlicht zu hoch.<\/p>\n<p>\u201eThere is nothing like a free lunch\u201c, sagen eingefleischte Investoren, und der etwas bescheidenere Volksmund meint, es g\u00e4be nichts umsonst im Leben. Recht haben sie beide. Immer, wenn wir alles auf eine Karte setzen, wie dies beim ma\u00dflosen Materialismus der Fall ist, geht dies auf Kosten anderer Lebensbereiche. Also habe ich mich entschieden.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber den Versuchungen der Religionen bin ich Gott sei Dank immun, auch gegen jene der Quasi-Religion Materialismus, die das Streben nach materiellen Werten zum Selbstzweck erheben will. Doch ein Bibelwort hat mich seit Jugendzeiten begleitet, weil es Anlass f\u00fcr eine sinnvolle Besinnlichkeit liefert \u2013 vielleicht auch Ihnen: \u201eWas h\u00fclfe es dem Menschen, wenn er alles Gold der Welt gew\u00e4nne \u2013 und n\u00e4hme doch Schaden an seiner Seele?\u201c<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/eigen5-net.jpg\" alt=\"eigen5-net\" width=\"273\" height=\"364\" \/><\/p>\n<p><strong>Polarit\u00e4ten<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal, vor allem auf meinen Spazierg\u00e4ngen, \u00fcberkommt es mich: Mein innerer Dialog stellt auf Reime um, zun\u00e4chst noch mehr oder weniger sinnvolle; doch immer st\u00e4rker werden die Silben, die mein Gehirn produziert, sinnlos. Und wenn ich weit und breit allein bin, geschieht es gar, dass dieses sinnlose innere Gebrabbel laut und h\u00f6rbar wird. Wozu dann passt, dass ich anfange, die kindischsten Grimassen zu schneiden.<\/p>\n<p>Bevor Sie jetzt den psychiatrischen Notfalldienst alarmieren, kann ich Sie beruhigen: Dieser Zustand leichter geistiger Verwirrung h\u00e4lt nie lange an. Vielmehr kehrt mein Gehirn jeweils bald wieder zu seiner normalen T\u00e4tigkeit zur\u00fcck. Und in diesem Zustand kann ich erkennen: Die gelegentliche Produktion von v\u00f6lligem Unsinn macht f\u00fcr mein Gehirn Sinn. Und damit nat\u00fcrlich auch f\u00fcr mich. Schlie\u00dflich bestehen meine T\u00e4tigkeiten zu einem wesentlichen Teil aus der Produktion von Sinn. Ich versuche, in Worten oder Zahlen so etwas wie Sinn zu entdecken \u2013 und diesen zu vermitteln.<\/p>\n<p>Doch kein Gehirn kann ununterbrochen Sinn produzieren, so wenig wie kein K\u00f6rper ununterbrochen H\u00f6chstleistungen erbringen kann. Und wie der gesunde K\u00f6rper als Ausgleich zur Anstrengung Entspannung braucht, und umgekehrt, so braucht der \u00fcblicherweise Sinn produzierende Geist Momente des Unsinns.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist dies das Polarit\u00e4ten-Prinzip auf die Spitze getrieben, aber gerade von dort aus erkenne ich dessen universales Walten am besten. Und die Anstrengungen, zu dieser Erkenntnis zu gelangen, sind der M\u00fche wert. Anstrengungen sind es deshalb, weil wir das Denken in Polarit\u00e4ten nicht wie anderes fr\u00fch gelernt haben. Der uns \u00fcblicherweise vermittelte Denk-Stil basiert n\u00e4mlich nicht auf Polarit\u00e4ten, sondern auf Gegenteilen. Gegenteile aber schlie\u00dfen sich gegenseitig aus. Die Pole einer Polarit\u00e4t dagegen erg\u00e4nzen, ja bedingen sich gegenseitig.<\/p>\n<p>Die Wahl zwischen zwei Gegenteilen ist digital, es gibt nur das eine oder das andere. Bei der \u201eWahl\u201c zwischen den beiden Polen einer Polarit\u00e4t dagegen geht es analog zu, das hei\u00dft, wir k\u00f6nnen einen Punkt der Balance finden, der ein flie\u00dfendes Gleichgewicht zwischen den Polen schafft.<\/p>\n<p>Die Erg\u00e4nzung \u201eflie\u00dfend\u201c verweist darauf, dass dieser Punkt der optimalen Balance kein fixer Ort ist, sondern sich je nach Situation und Bedarf verschieben kann. Dabei habe ich gelernt, dass sich dieses optimale Flie\u00dfgleichgewicht mit rationalen Methoden nicht berechnen oder gar planen l\u00e4sst. Vielmehr gibt es nur ein \u201eRezept\u201c: Sich dem Fluss des Lebens anvertrauen und dabei seiner Intuition vertrauen.<\/p>\n<p>Zwischen zwei Polen tanzen zu k\u00f6nnen, braucht \u00dcbung und Erfahrung, oder, blumiger formuliert, ist die Frucht eines Reifungsprozesses. Der \u00fcbrigens auch zur Erkenntnis f\u00fchren kann, dass man zwischen Polen wie Lebensstandard und Lebensqualit\u00e4t nicht immer mit gro\u00dfen Spr\u00fcngen tanzen muss. Manchmal gen\u00fcgt es auch, sich dazwischen mehr oder weniger elegant durchzuschl\u00e4ngeln.<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/eigen6-net.jpg\" alt=\"eigen6-net\" width=\"273\" height=\"364\" \/><\/p>\n<p><strong>Ausprobiert<\/strong><\/p>\n<p>Die Tochter des ber\u00fchmten Psychologen C.G. Jung, die selbst eine bekannte Astrologin war, hat mir vor vielen Jahren in einem Interview erkl\u00e4rt, warum sie f\u00fcr Menschen in der ersten Lebensh\u00e4lfte nur ungern Horoskope erstelle. Aufgabe der ersten Lebensh\u00e4lfte sei es n\u00e4mlich, m\u00f6glichst unbeeinflusst von au\u00dfen alles auszuprobieren. Dabei gelte es herauszufinden, was davon zu einem selbst passt und wirklich wichtig ist. Die so gefundenen eigenen Priorit\u00e4ten zu leben, sei dann Aufgabe der zweiten Lebensh\u00e4lfte.<\/p>\n<p>Rein statistisch gesehen war ich damals noch in der ersten Lebensh\u00e4lfte, doch der Ansatz hat mir schon damals eingeleuchtet. Umso mehr gilt dies jetzt, wo ich mich ohne jeden Zweifel in der zweiten Lebensh\u00e4lfte befinde und \u00fcber entsprechendes Erfahrungswissen verf\u00fcge. Tats\u00e4chlich habe auch ich fr\u00fcher nicht lange \u00fcber meine Leit-Werte nachgedacht, sondern verschiedenste einfach mal ausprobiert. Mal ging es um Gl\u00fcck, mal um Selbstverwirklichung. Mal um eher selbstbezogene Werte, mal um eher idealistische. Nat\u00fcrlich habe ich \u00fcber diese Werte auch geredet, doch bekanntlich ist es nicht besonders schwierig, \u00fcber etwas zu reden, wor\u00fcber man nie wirklich reflektiert hat.<\/p>\n<p>Als nicht unbedingt klassischer, aber doch typischer Achtundsechziger war ich zun\u00e4chst bass erstaunt, als ich im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Uni von Protagonisten einer sp\u00e4teren Jugendbewegung h\u00f6rte, es ginge ihnen bei ihrer Revolte gar nicht um bestimmte Werte oder Ziele, sie wollten vielmehr einfach herausfinden, wie sich das anf\u00fchle, indem sie es ausprobierten. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich akzeptieren konnte, dass das bei mir und vielen anderen meiner Generation in Wirklichkeit so ganz anders auch nicht gewesen war, allem intellektuellen \u00dcberbau zum Trotz..\u00a0<\/p>\n<p>Wie dem auch sei: In der zweiten Lebensh\u00e4lfte habe ich tats\u00e4chlich begonnen, mir die Frage nach meinen ureigensten Leit-Werten bewusst zu stellen. Und dabei, zun\u00e4chst f\u00fcr mich selbst, den Reiz des Leit-Werts Reifung entdeckt. Seither probiere ich diesen Leit-Wert bewusst aus, und er gibt mir \u2013 und zunehmend auch anderen \u2013 offensichtlich Orientierung, Identit\u00e4t und Sinn. Nat\u00fcrlich ist er, wie im vorigen Kapitel dargestellt, nicht universal genug, um tats\u00e4chlich als Ersatz f\u00fcr das Streben nach Lebensstandard zu dienen. Aber zusammen mit dem eigentlichen Leit-Wert Lebensqualit\u00e4t, als reifende Lebensqualit\u00e4t, bildet er ein f\u00fcr mich h\u00f6chst attraktives Leitgestirn f\u00fcr meine Lebensgestaltung.<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/eigen7-net.jpg\" alt=\"eigen7-net\" width=\"275\" height=\"364\" \/><\/p>\n<p><strong>Gute Wahl<\/strong><\/p>\n<p>Ich wei\u00df, die Assoziationskette ist etwas k\u00fchn, doch von der \u201ePariserin\u201c, wie das oben abgebildete Fresko im Volksmund genannt wird, das dreieinhalbtausend Jahre alt ist und aus der minoischen Kultur auf Kreta stammt, f\u00fchrt mich ein direkter Gedankenpfad zu Paris, dem Prinzen aus Troja, der mit seiner Ver- oder Entf\u00fchrung der sch\u00f6nen Helena den vielbesungenen trojanischen Krieg ausl\u00f6ste.<\/p>\n<p>Derselbige hatte davor schon die ebenso vielbesungene Wahl des Paris zu treffen: Unter drei G\u00f6ttinnen sollte er die sch\u00f6nste ausw\u00e4hlen. Was er, nicht besonders klug, auch tat. Kein Wunder, dass die unterlegenen Damen ziemlich sauer waren und sp\u00e4ter zu Ungunsten von Paris und seiner Partei heftig in den Krieg eingriffen.<\/p>\n<p>Dank guter humanistischer Bildung hat mich diese Geschichte gelehrt, dass man bei solchen Auswahlprozessen vorsichtig sein sollte. Wenn einem abverlangt wird, sich zwischen einander ausschlie\u00dfenden Alternativen zu entscheiden, k\u00f6nnte es sein, dass die Fragstellung noch einmal \u00fcberdacht werden sollte. Vielleicht ist ja gar keine Entscheidung auf dieser Ebene n\u00f6tig. Vielleicht gibt es eine Wahlm\u00f6glichkeit, die, auf einer h\u00f6heren Ebene, die sich bisher ausschlie\u00dfenden Alternativen in sich vereinigt und integriert.<\/p>\n<p>Lebensqualit\u00e4t ist, so meine Frucht der Erkenntnis aus langj\u00e4hrigem Nachdenken und noch l\u00e4ngerer Erfahrung, genau das. Und deshalb die ideale Wahl f\u00fcr die Rolle des neuen Leit-Werts, der an die Stelle von Lebensstandard treten kann und soll. Meine diesbez\u00fcgliche Wahl habe ich deshalb l\u00e4ngst getroffen. In aller gebotenen lakonischen K\u00fcrze&#8230;<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/eigen8-net.jpg\" alt=\"eigen8-net\" width=\"273\" height=\"364\" \/><\/p>\n<p><strong>Eigen-Sinn<\/strong><\/p>\n<p>Eigensinn hat keine gute Presse. Eigensinnige Menschen werden als eigenbr\u00f6tlerisch und damit etwas sonderbar betrachtet, oft unterstellt man ihnen auch besonderen Starrsinn. Dabei geht es eigentlich \u201enur\u201c um Eigen-Sinn, also darum, allem, was einem im Leben begegnet und zust\u00f6\u00dft, einen eigenen Sinn zu verleihen.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, dem Leit-Wert Lebensqualit\u00e4t meinen ganz und gar eigenen, sprich einzigartigen und unverwechselbaren Sinn geben zu k\u00f6nnen, macht f\u00fcr mich einen wesentlichen Teil der Faszination und Anziehungskraft dieser Idee aus. Sie kommt meinem Drang nach Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit voll entgegen. Niemand kann mir von au\u00dfen aufschwatzen oder aufzwingen, was ich unter Lebensqualit\u00e4t zu verstehen habe. Dar\u00fcber entscheide ich tats\u00e4chlich frei und unabh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich f\u00e4ngt mit der K\u00fcr von Lebensqualit\u00e4t zum pers\u00f6nlichen Leit-Wert der eigentliche Entscheidungsprozess erst an. Ich muss mich n\u00e4mlich fragen, was wie viel zur Gesamtbilanz meines Lebensqualit\u00e4ts-Kontos beitr\u00e4gt, was mir f\u00fcr meine Gesamt-Lebensqualit\u00e4t wie wertvoll und wie wichtig ist. Denn davon h\u00e4ngt es ab, wie viel ich in welche Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4re investiere, an Zeit, Aufmerksamkeit, Energie, Herzblut oder auch Geld. Und das sind doch die entscheidenden Fragen der Lebensgestaltung&#8230;<\/p>\n<p>Diese bewusste \u00dcberpr\u00fcfung der eigenen Vorstellungen von Lebensqualit\u00e4t ist ein st\u00e4ndiger Prozess, denn sie sind wandelbar. Endg\u00fcltige Antworten auf entsprechende Fragen sind also nicht zu erwarten, auch der eigene Sinn von Lebensqualit\u00e4t unterliegt den Gesetzen der Evolution.<\/p>\n<p>Eigensinnige Lebensqualit\u00e4t meint \u00fcbrigens nicht, dass sich meine Vorstellungen von Lebensqualit\u00e4t in jedem Fall krampfhaft von Ihren unterscheiden m\u00fcssen. Viele Lebensqualit\u00e4ts-Sph\u00e4ren teilen wir mit anderen Menschen. Wenn ich zum Beispiel sage, die Beziehung zu meiner Katze tr\u00fcge nicht unwesentlich zu meiner Lebensqualit\u00e4t bei, dann teile ich diese Empfindung nicht mit allen anderen Menschen, aber doch mit einer gro\u00dfen Zahl.<\/p>\n<p>Einzigartiger Eigen-Sinn von Lebensqualit\u00e4t entsteht nicht bei deren einzelnen Elementen, wohl aber in deren Mischung. Unser Lebensqualit\u00e4ts-Cocktail ist in der Auswahl seiner Zutaten und in deren Mischverh\u00e4ltnis so individuell wie unser Fingerabdruck. Was ich als besonders gegl\u00fcckte Vorstellung empfinde&#8230;\u00a0<\/p>\n<p class=\"klein\">Alles aus: Andreas Giger: Moses 2.0. Wie wir gemeinsam den Wandel vom Lebensstandard zur Lebensqualit\u00e4t schaffen. 2009<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><strong>Hinweise zu den \u00fcbrigen Modulen: <\/strong><\/p>\n<p> <strong>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/strong> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Ton-Bilder<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Auf der Demo-DVD gibt es zwei Tonbildschauen zu Lebensqualit\u00e4t generell:<\/p>\n<p><strong><em>JA zu Lebensqualit\u00e4t<\/em><\/strong><em> \u2013 Ein Einf\u00fchrungs-Reigen<\/em><\/p>\n<p>Stimmt auf das Thema ein und zeigt die vier Aspekte der Bejahung von Lebensqualit\u00e4t<\/p>\n<p><strong><em>Lebensqualit\u00e4ts-Impressionen<\/em><\/strong><em> \u2013 Ein \u00dcberblick<\/em><\/p>\n<p>Zeigt Lebensqualit\u00e4t als ganzheitliches Ph\u00e4nomen mit vielen verschiedenen Facetten<\/p>\n<p><em>Tipp: Finden Sie Ihre eigenen Bilder und Kl\u00e4nge zum Thema!\u00a0 <\/em><\/p>\n<p> <em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Zum Thema \u201eLebensqualit\u00e4t generell\u201c gibt es (vorl\u00e4ufig) kein exklusives Quell-Material, da dieser Bereich als Service public allgemein zug\u00e4nglich bleiben soll. Reichhaltiges und laufend aktualisiertes Material zum Thema finden Sie auf der Homepage von spirit.ch: www.spirit.ch (\u201eWissen\u201c)<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Fragen<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Der \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Online-Fragebogen zum Thema Lebensqualit\u00e4t generell ist das \u201eLebensqualit\u00e4ts-Basis-Fragenspiel\u201c. Falls Sie diesen Fragebogen nicht schon ausgef\u00fcllt haben, finden Sie ihn <a href=\"fragen\/49-dauernd\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Den jeweils aktuellen Stand der Antworten zu diesem Fragebogen finden Sie <a href=\"lq-wissen\/lq-allgemein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"lq-wissen\/lq-allgemein\"> <\/a><\/p>\n<p> <a href=\"lq-wissen\/lq-allgemein\">  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/a> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Tests<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Zugang zu allen exklusiven Tests finden Sie (vorl\u00e4ufig) <a href=\"bildung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"bildung\/\"> <\/a><\/p>\n<p> <a href=\"bildung\/\">  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/a> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Erfa-Gruppen<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die exklusiven Erfa-Gruppen zum internen Meinungs- und Erfahrungsaustausch werden erst eingerichtet, wenn das Lern-Angebot <strong>Besser Leben<\/strong> vollst\u00e4ndig vorliegt.<\/p>\n<table style=\"background-color: #ffffcc;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><span class=\"wichtig\">Sie k\u00f6nnen diesen ganzen Text auch als\u00a0<\/span><a class=\"wichtig\" title=\"PDF-Datei\" href=\"Downloads\/LQ-generell-Teil2.pdf\">PDF-Datei<\/a><span class=\"wichtig\"> herunter laden und ausdrucken (ca. 30 Seiten).<\/span>\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"-webkit-border-horizontal-spacing: 2px; -webkit-border-vertical-spacing: 2px;\"><span style=\"-webkit-border-horizontal-spacing: 0px; -webkit-border-vertical-spacing: 0px;\"><br \/><\/span><\/span><\/p>\n<table style=\"background-color: #ffffcc;\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"wichtig\"><strong>Hier geht es zu <a href=\"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=223\">Teil 1<\/a>!<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/demo\/generell-titel-net-kl.jpg\" alt=\"generell-titel-net-kl\" width=\"175\" height=\"132\" \/><\/p>\n<p>LQ generell: &#8222;Satz-B\u00e4lle&#8220;, &#8222;Schwarm-Intelligenz&#8220; und &#8222;Eigen-Sinniges&#8220;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-224","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=224"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/224\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":662,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/224\/revisions\/662"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}