{"id":214,"date":"2010-08-16T09:47:00","date_gmt":"2010-08-16T09:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=214"},"modified":"2020-12-17T14:04:54","modified_gmt":"2020-12-17T14:04:54","slug":"politik-beeinflusst-lebensqualitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=214","title":{"rendered":"Politik beeinflusst Lebensqualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-lq0.jpg\" alt=\"pol-lq0\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p> <span class=\"Titel3rot\">Teilnehmerzahl h\u00e4tte h\u00f6her sein k\u00f6nnen &#8211; Ergebnisse sind spannend!<\/span> <\/p>\n<p class=\"Stil28\"><span class=\"normal\"><em>Die Einfl\u00fcsse der Politik auf die pers\u00f6nliche Lebensqualit\u00e4t sind betr\u00e4chtlich. Das zeigt die Auswertung der einschl\u00e4gigen Befragung von spirit.ch.\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<p class=\"Stil10\"><span class=\"normal\"><strong>Vorbemerkungen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Diese Trendauswertung beruht auf den Antworten von exakt 100 Teilnehmenden. Teilgenommen haben zum Schluss 115 Personen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erfahrungsgem\u00e4ss gen\u00fcgen 50 Teilnehmende f\u00fcr schon sehr verl\u00e4ssliche Trend-Aussagen.<\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die hier dargestellten Gesamtergebnisse haben sich also kaum mehr ver\u00e4ndert, weshalb wir auf eine neue Auswertung verzichtet haben.<\/p>\n<p class=\"Stil10\"><span class=\"wichtig\"><strong>Die wichtigsten Ergebnisse<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"Stil10\"><span class=\"normal\">&#8211; Die Auswirkungen der Politik auf die eigene Lebensqualit\u00e4t werden im Schnitt als <\/span><span class=\"normal\"><em>doch sp\u00fcrbar<\/em><\/span><span class=\"normal\"> empfunden.<\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211; Die Annahme von Extrem-Szenarios f\u00fcr die Politik zeigt: Im Falle einer idealen Politik w\u00fcrde die eigene Lebensqualit\u00e4t deutlich steigen. Umgekehrt w\u00e4re die Reduktion der eigenen Lebensqualit\u00e4t durch ein politisches Horror-Szenario dramatisch.<\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211; Es gilt: Je n\u00e4her die politische Ebene, desto st\u00e4rker der Einfluss auf die Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211; Einfluss auf die eigene Lebensqualit\u00e4t haben viele Politik-Felder in sehr \u00e4hnlichem Ausmass.<\/p>\n<p class=\"Stil10\"><span class=\"normal\">&#8211; Politik sollte sich prim\u00e4r um das Ziel <\/span><span class=\"normal\"><em>m\u00f6glichst hohe Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr m\u00f6glichst viele<\/em><\/span><span class=\"normal\"> k\u00fcmmern.<\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211; Die Realisierung dieser Vision wird erst in weiter Ferne gesehen.<\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211; Die Vision von Lebensqualit\u00e4t als politischem Leit-Wert wird zwar konkret gesehen, aber auch die Realisierungschancen der einzelnen Elemente dieser Vision werden als tief beurteilt.<\/p>\n<p class=\"normal\">Lebensqualit\u00e4t zum politischen Leit-Wert zu machen, ist also offenkundig ein latent vorhandenes Bed\u00fcrfnis, das bisher mitnichten befriedigt wird. Gerade deshalb wird das Verh\u00e4ltnis von Politik und Lebensqualit\u00e4t verst\u00e4rkt diskutiert werden m\u00fcssen. Dabei gilt f\u00fcr alle politischen Verantwortungstr\u00e4ger &#8211; also letztlich f\u00fcr uns alle: Wer zuerst kommt, den belohnt das Leben&#8230;<\/p>\n<p class=\"normal\">Wie das mit dem politischen Leit-Wert Lebensqualit\u00e4t aussehen k\u00f6nnte, sehen Sie im Artikel <a href=\"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=81\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Machen wir es zum Projekt!<\/a>, der bereits vor der Umfrage geschrieben wurde, und dessen Kernthesen durch eben diese Umfrage weitgehend best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p> <!--nextpage--> \u00a0 <\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-lq1.jpg\" alt=\"pol-lq1\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p><span class=\"wichtig\"><span class=\"wichtig\"><strong>Einfluss der Politik auf Lebensqualit\u00e4t: generell<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span class=\"normal\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">F\u00fcr eine grobe Einsch\u00e4tzung des Einflusses der Politik auf die pers\u00f6nliche Lebensqualit\u00e4t wurde zun\u00e4chst so gefragt:<\/p>\n<p><span class=\"normal\"><em>Ganz generell gefragt: Wie stark beeinflusst die Politik Ihre eigene Lebensqualit\u00e4t?<\/em><\/span><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/einfl-gr.jpg\" alt=\"einfl-gr\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/em><\/p>\n<p class=\"normal\">Die Prozent-Werte zeigen eine fast klassische Normalverteilung: Am h\u00e4ufigsten wird die mittlere Position (\u201esp\u00fcrbarer Einfluss\u201c) gew\u00e4hlt, die \u00fcbrigen Nennungen verteilen sich auf beide Seiten der Mitte fast gleichm\u00e4ssig. Bezeichnet man die Antwortm\u00f6glichkeiten von links nach rechts mit Zahlen zwischen 1 und 7, ergibt sich ein Mittelwert von 4.2. Festgestellt wird also im Schnitt ein sehr wohl sp\u00fcrbarer genereller Einfluss der Politik auf die eigene Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"normal\">Als zweite M\u00f6glichkeit, den Einfluss der Politik auf die eigene Lebensqualit\u00e4t zu erfassen, haben wir eine neue Methode getestet. Ausgangspunkt ist dabei der aktuelle Lebensqualit\u00e4ts-Index:<\/p>\n<p><span class=\"normal\"><em>Wenn Sie einmal die h\u00f6chste Lebensqualit\u00e4t, die Sie f\u00fcr sich denken k\u00f6nnen, mit dem Wert 100 beziffern: Wie hoch ist dann Ihre derzeitige allgemeine Lebensqualit\u00e4t? (als Ganzes, nicht auf den jetzigen Augenblick beschr\u00e4nkt&#8230;) Ihre tats\u00e4chlich empfundene Lebensqualit\u00e4t k\u00f6nnen Sie mit einer Zahl zwischen 1 und 100 ausdr\u00fccken.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span class=\"normal\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">Diese Frage geh\u00f6rt zum Standardrepertoire von spirit.ch, es stehen also diverse Vergleichsdaten zur Verf\u00fcgung. In der vorliegenden Befragung liegt dieser LQ-Index momentan bei 76, was ziemlich genau dem Wert anderer Befragungsgruppen entspricht.<\/p>\n<p class=\"normal\">Neu haben wir zus\u00e4tzlich gefragt:<\/p>\n<p><span class=\"normal\"><em>Nehmen wir einmal an, die Politik, die f\u00fcr Sie relevant ist, sei perfekt, das heisst, sie entspr\u00e4che voll und ganz Ihren Vorstellungen. Wie hoch w\u00e4re dann Ihre generelle Lebensqualit\u00e4t auf der Skala von 1 bis 100?<\/em><\/span><\/p>\n<p><span class=\"normal\"> <\/span><\/p>\n<p><span class=\"normal\"><em>Und nehmen wir umgekehrt an, die f\u00fcr Sie relevante Politik w\u00fcrde all Ihren Alptr\u00e4umen entsprechen \u2013 wie w\u00fcrde sich das auf Ihre Lebensqualit\u00e4t auswirken? Wie hoch w\u00e4re dann Ihre Lebensqualit\u00e4t?<\/em><\/span><\/p>\n<p><span class=\"normal\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">Diese drei Fragen haben \u00fcberraschend klare Antworten ergeben:<\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/lq-extreme.jpg\" alt=\"lq-extreme\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"normal\">Im politischen \u201eworst case\u201c w\u00fcrde sich die Lebensqualit\u00e4t fast halbieren, im \u201ebest case\u201c w\u00fcrde sie immerhin deutlich ansteigen.<\/p>\n<p class=\"normal\">Aus diesen Zahlen lassen sich zwei Schlussfolgerungen ziehen:<\/p>\n<ol>\n<li class=\"normal\">Der      potenzielle Einfluss von Politik auf die eigene Lebensqualit\u00e4t ist      wesentlich st\u00e4rker als sich nach der ersten Frage h\u00e4tte vermuten lassen.      Die Ausschl\u00e4ge f\u00fcr die beiden Phantasie-Szenarios \u201eH\u00f6lle\u201c und \u201eHimmel\u201c      fallen jedenfalls deutlich st\u00e4rker aus, als wir vermutet h\u00e4tten.<\/li>\n<li class=\"normal\">Die      reale Politik hier zu Lande ist ganz offensichtlich wesentlich n\u00e4her beim      Himmel als bei der H\u00f6lle. Anders ist nicht zu erkl\u00e4ren, dass die      Auswirkungen des \u201eworst case\u201c sehr viel st\u00e4rker w\u00e4ren als jene des \u201ebest      case\u201c. Ganz so schlecht kann die reale Politik also nicht sein&#8230;<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-lq2.jpg\" alt=\"pol-lq2\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p class=\"normal\"><strong>Einfluss der Politik auf Lebensqualit\u00e4t: differenziert<\/strong><\/p>\n<p class=\"normal\">Politik ist kein homogenes Ph\u00e4nomen, sie teil sch vielmehr auf in verschiedene Politik-Ebenen und Politik-Felder, weshalb wir den Einfluss der Politik auf de eigene Lebensqualit\u00e4t ebenfalls differenziert erfasst haben. F\u00fcr die Politik-Ebenen lautete die Frage so:<\/p>\n<p class=\"normal\"><em>Politik gibt es ja auf verschiedenen Ebenen. Wie gross sch\u00e4tzen Sie den Einfluss der Politik auf der jeweiligen Ebene auf Ihre eigene Lebensqualit\u00e4t ein? Bitte nutzen Sie dazu die Zahlen zwischen 1 (=keinerlei Einfluss) bis 7 (=sehr starker Einfluss).<\/em><\/p>\n<p class=\"normal\">Hier die aus den Antworten resultierenden Durchschnittswerte:<\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-ebenen.jpg\" alt=\"pol-ebenen\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"normal\">Zun\u00e4chst f\u00e4llt auf, dass die Durchschnittswerte alle \u00fcber jenem des generellen Einflusses der Politik in der ersten Frage (4.2) liegen, was auch f\u00fcr die n\u00e4chste Frage gilt. Bei der Frage nach dem generellen Einfluss haben wir allerdings eine Wort-Skala und keine reine Zahlenskala verwendet. Selbstkritisch m\u00fcssen wir anmerken, dass die gew\u00e4hlten Begriffe offenbar nicht ganz den gef\u00fchlten Zahlen-Werten entsprochen haben. Anders gesagt: H\u00e4tten wir auch bei der Frage nach dem generellen Einfluss eine reine Zahlenskala verwendet, w\u00e4re der Durchschnittswert vermutlich auch h\u00f6her ausgefallen.<\/p>\n<p class=\"normal\">Wie dem auch sei: Ganz offensichtlich wird differenziert. Die \u201en\u00e4heren\u201c Politik-Ebenen wirken sich st\u00e4rker auf die eigene Lebensqualit\u00e4t aus als die ferneren, wobei die Unterschiede zwischen Gemeinde, Kanton und \u00a0Nationalstaat sehr gering ausfallen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"normal\">Ganz \u00e4hnlich wurde differenziert nach dem Einfluss unterschiedlicher Politik-Felder gefragt:<\/p>\n<p><em>Politik kann man ja auch nach Inhalten differenzieren. Wie hoch sch\u00e4tzen Sie den Einfluss dieser Politik-Felder auf Ihre pers\u00f6nliche Lebensqualit\u00e4t ein? (ebenfalls Zahlenskala von 1 bis 7).<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p class=\"normal\">Hier die Ergebnisse. Im Fragebogen hiess es jeweils Gesundheits-Politik etc., was hier leicht verk\u00fcrzt dargestellt wird:<\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-felder.jpg\" alt=\"pol-felder\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"normal\">Sobald nach politischen Inhalten differenziert wird, sch\u00e4tzt man den Einfluss der Politik offenbar deutlich st\u00e4rker ein, als wenn man nach dem generellen Einfluss fragt. Dabei gibt es viele Politik-Felder, denen ein \u00e4hnlich starker Einfluss zugeschrieben wird, wobei nat\u00fcrlich auch da die Differenzierungen interessant sind. Einzig die Verteidigungs-Politik f\u00e4llt deutlich ab.<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-lq3.jpg\" alt=\"pol-lq3\" width=\"364\" height=\"273\" \/> <\/p>\n<p><strong>Meinungen zum Verh\u00e4ltnis zwischen Politik und Lebensqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p class=\"normal\">Um das Spannungsfeld zwischen Politik und Lebensqualit\u00e4t vertieft auszuloten, haben wir insgesamt elf Statements dazu formuliert und gefragt, wie sehr man damit einverstanden sei. Hier die Ergebnisse in zwei Teilen:<\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/meinungen1.jpg\" alt=\"meinungen1\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p><span class=\"normal\">Am meisten Zustimmung erzielt die Forderung, Politik sollte sich prim\u00e4r um das Ziel <\/span><em>m\u00f6glichst hohe Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr m\u00f6glichst viele<\/em><span class=\"normal\"> k\u00fcmmern.<\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">Hohe Zustimmung erfahren auch die Meinungen, Politik sei untrennbar mit der eigenen Lebensqualit\u00e4t verbunden, weshalb man nicht umhin k\u00e4me, sich darum zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p class=\"normal\">Umgekehrt sind politische Partizipationsm\u00f6glichkeiten ganz offenbar ein wesentliches Element der eigenen Lebensqualit\u00e4t, was fr\u00fchere Forschungsbefunde, etwa von Bruno S. Frey, best\u00e4tigt.<\/p>\n<p class=\"normal\">Und eine wichtige Kl\u00e4rung hat in den K\u00f6pfen der Teilnehmenden offenbar auch bereits stattgefunden: Politik kann nicht direkt Lebensqualit\u00e4t schaffen. Dazu m\u00fcsste sie wissen, was Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr die Menschen bedeutet, was deshalb unm\u00f6glich ist, weil sich Lebensqualit\u00e4t nur individuell definieren l\u00e4sst. Politik muss sich deshalb darauf konzentrieren, Lebensqualit\u00e4t zu erm\u00f6glichen, indem sie die daf\u00fcr n\u00f6tigen Rahmenbedingungen schafft.<\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/meinungen2.jpg\" alt=\"meinungen2\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"normal\">Dass alles Private auch politisch sei \u2013 eine Grund\u00fcberzeugung der 68er \u2013 wird heute offenbar keineswegs mehr allgemein so gesehen.<\/p>\n<p class=\"normal\">Ambivalent ist man auch in der Frage, ob es in der Politik eher um die eigene Lebensqualit\u00e4t gehe oder um die der anderen. Fazit: Es geht um beides.<\/p>\n<p class=\"normal\">Die Gefahr, sich zu sehr von negativen politischen Botschaften beeinflussen zu lassen, wird gesehen, allerdings nicht als besonders gross eingestuft.<\/p>\n<p class=\"normal\">Eklatant f\u00e4llt der Unterschied zwischen Soll und Ist bei der Frage nach dem Leitwert m\u00f6glichst hohe Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr m\u00f6glichst viele aus: Soll (siehe Teil 1): 4.5. Ist: 3.0. Hier gibt es also noch viel zu tun&#8230;<\/p>\n<p class=\"normal\">Dass Lebensqualit\u00e4t sich nicht mit Politik vertrage, wird dagegen nicht geglaubt. Und noch gr\u00f6sser ist die Ablehnung der neoliberalen Position, dass sich alle am besten einfach um ihre eigene Lebensqualit\u00e4t k\u00fcmmern sollten.<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-lq4.jpg\" alt=\"pol-lq4\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p><strong>Visionen zu Politik und Lebensqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><span class=\"normal\">Bei spirit.ch formulieren wir oft Zukunftsszenarios, und lassen diese dann auf einer Skala von 1 bis 10 sowohl nach <\/span><em>W\u00fcnschbarkeit<\/em><span class=\"normal\"> als auch nach der <\/span><em>Wahrscheinlichkeit des Eintreffens<\/em><span class=\"normal\"> (in den n\u00e4chsten zehn Jahren)beurteilen. Dabei werden zun\u00e4chst vier Szenarios getestet, die den Leitwert Lebensqualit\u00e4t auf der pers\u00f6nlichen, der gesellschaftlichen, der politischen und der wirtschaftlichen Ebene betreffen. Die in der aktuellen Umfrage erzielten Ergebnisse decken sich weitgehend mit jenen aus vergleichbaren Befragungen:<\/span><\/p>\n<p><span class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-szenario.jpg\" alt=\"pol-szenario\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">Das uns besonders interessierende dritte Szenario best\u00e4tigt den Befund, wonach zwischen Wunsch und Wirklichkeit Welten klaffen \u2013 was \u00fcbrigens auch f\u00fcr die Idee, Lebensqualit\u00e4t w\u00fcrde zum obersten Leitwert der Wirtschaft, gilt. Die politische und die wirtschaftliche Ebene hinken damit betr\u00e4chtlich hinter der pers\u00f6nlichen und gesellschaftlichen her.<\/p>\n<p><span class=\"normal\">Fest steht: <\/span><em>M\u00f6glichst hohe Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr m\u00f6glichst viele<\/em><span class=\"normal\"> w\u00e4re f\u00fcr die Politik ein hochgradig erw\u00fcnschter Leitwert. Mit Betonung auf \u201ew\u00e4re\u201c \u2013 jedenfalls in absehbarer Zukunft. Immerhin: Eine v\u00f6llig unm\u00f6gliche Utopie ist das nicht, eher eine Vision, deren Realisierung noch etwas auf sich warten lassen wird und sicher etliche Anstrengungen kostet.<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"normal\">Diese Vision, Lebensqualit\u00e4t werde zum gesellschaftspolitischen Leitwert, haben wir nun in einzelne Visions-Elemente differenziert und in Szenarios umgesetzt, die wir ebenfalls auf W\u00fcnschbarkeit und Wahrscheinlichkeit hin getestet haben. Diese insgesamt neun Szenarios werden im Folgenden in zwei Teilen dargestellt:<\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/szenarios1.jpg\" alt=\"szenarios1\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"normal\">Die ersten f\u00fcnf Szenarios sind alle sehr w\u00fcnschbar, aber ihre Realisierungs-Wahrscheinlichkeit wird tief eingesch\u00e4tzt. Das gilt besonders f\u00fcr die Einigung aller Parteien und Politiker auf den Leitwert Lebensqualit\u00e4t, sowie f\u00fcr die Idee des \u201eLebensqualit\u00e4ts-Checks\u201c bei allen politischen Entscheidungen.<\/p>\n<p class=\"normal\">Etwas h\u00f6her, wenngleich noch immer tief, werden die Chancen f\u00fcr die drei restlichen Szenarios eingesch\u00e4tzt:<\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Klarheit dar\u00fcber, dass Politik Lebensqualit\u00e4t nicht schafft, sondern erm\u00f6glicht<\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Weckung von Kreativit\u00e4t und Energie durch den neuen Leitwert<\/p>\n<p class=\"normal\">&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Weckung des Volkswillens, der nach dem neuen Leitwert ruft<\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/szenarios2.jpg\" alt=\"szenarios2\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"normal\">Auch die restlichen vier Szenarios gelten als weitgehend w\u00fcnschbar, aber nicht sehr wahrscheinlich. Auff\u00e4llig ist, dass das Szenario, wonach nachdenkliche Politikerinnen und Politiker den Anstoss f\u00fcr die Einigung auf den neuen Leitwert Lebensqualit\u00e4t geben, noch am wahrscheinlichsten bewertet wird. Hier hegen die Befragten also gewisse Hoffnungen, was als starkes Signal an die ja durchaus existierenden nachdenklicheren PolitikerInnen verstanden werden kann.<\/p>\n<p class=\"normal\">Eine Vision ist der Schnittpunkt von m\u00f6glichen und von denkbaren Zukunftsentwick-lungen. Die Vision, Lebensqualit\u00e4t werde zum neuen gemeinsamen politischen Leitwert, auf welcher Basis dann immer noch lustvoll \u00fcber die besten Wege dahin gestritten werden kann, ist ganz offensichtlich w\u00fcnschbar. Denkbar ist sie grunds\u00e4tzlich auch, doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffen noch betr\u00e4chtliche L\u00fccken, die wohl nur durch gemeinsame Anstrengungen von unten und oben \u00fcberbr\u00fcckt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"normal\">Die wirklich \u00fcberzeugenden Wege dahin m\u00fcssen wohl erst noch gefunden werden, wie die Antworten auf eine letzte Frage zeigen:<\/p>\n<p><em>Hier stehen einige Ideen dazu, wie man mehr Menschen an die Politik heranf\u00fchren k\u00f6nnte, was ja eine Voraussetzung daf\u00fcr w\u00e4re, mehr Lebensqualit\u00e4t in die Politik zu bringen. Bitte geben Sie bei jeder Idee an, wie gut sie Ihnen gef\u00e4llt.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p class=\"normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/partizp.jpg\" alt=\"partizp\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p class=\"normal\">Fazit: Die Digitalisierung der Politik allein bringt es noch nicht. Phantasie und pers\u00f6nliche Verantwortung sind weiterhin gefragt&#8230;<\/p>\n<p> <!--nextpage--> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-lq5.jpg\" alt=\"pol-lq5\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p><strong>Hintergr\u00fcnde zu den Befragungs-Teilnehmern<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>a) statistisch<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Diese erste Ergebnis-Auswertung von Mitte August 2010 beruht auf exakt 100 vollst\u00e4ndig ausgef\u00fcllten Fragebogen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Von den Teilnehmenden sind 34 Prozent Frauen, 66 Prozent M\u00e4nner. Dies entspricht in etwa dem normalen Verh\u00e4ltnis bei Online-Umfragen und k\u00f6nnte zudem auf ein immer noch etwas st\u00e4rkeres politisches Interesse bei M\u00e4nnern hindeuten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">11% sind bis 34 Jahre alt, 21% zwischen 35 und 49. 33% sind zwischen 50 und 64 Jahre alt, weitere 35% sind 65 und \u00e4lter. Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden liegt bei 57 Jahren. Auch dies ist bei den Befragungen von spirit.ch durchaus \u00fcblich &#8211; es scheint, als ob Lebensqualit\u00e4t verst\u00e4rkt ein Thema der reiferen Jahrg\u00e4nge ist&#8230;<\/span><\/p>\n<p>\u00c4hnliches gilt auch f\u00fcr h\u00f6heren Bildungsschichten, die ebenfalls \u00fcberproportional unter den Teilnehmenden vertreten sind: 27% haben einen Universit\u00e4tsabschluss, 39% einen solchen an einer Fachhochschule. 8% haben zuletzt Matura\/Abitur gemacht, 20% eine Berufslehre.<\/p>\n<p>Angesichts des hohen Altersdurchschnitts wenig erstaunlich: 44% der Teilnehmenden sind RentnerInnen. \u00dcberproportional vertreten sind mit 32% auch die Selbst\u00e4ndigen und Freiberufler. Der Rest verteilt sich auf Angestellte (22%), Stellensuchende (8%), Auszubildende (6%) und Hausfrauen (7%).<\/p>\n<p>18% geben an, in materiell einfachen Verh\u00e4ltnissen zu leben, 20% in &#8222;gehobenen&#8220;. Der grosse Rest von 62% bewegt sich im mittleren Lebensstandard.<\/p>\n<p>73 Prozent der Teilnehmenden leben in der Schweiz, 18 Prozent in Deutschland, der Rest in anderen L\u00e4ndern.\u00a0<\/p>\n<p>Jeweils \u00e4hnlich hohe Anteile leben in Grossst\u00e4dten (27%), in mittleren (21%) oder kleinen (29%) St\u00e4dten bzw. richtig auf dem Land (23%).<\/p>\n<p>Der durchschnittliche Optimismus-Index liegt mit 69 (von 100) in dieser Umfrage leicht unter dem Durchschnittswert der Basis-Befragung (72).\u00a0<\/p>\n<p>Fazit: Wie immer bei Umfragen von spirit.ch bilden die Teilnehmenden kein repr\u00e4sentatives Abbild der Gesamtbev\u00f6lkerung. Vielmehr sind M\u00e4nner, \u00e4ltere Menschen, gut Gebildete und Selbst\u00e4ndige \u00fcbervertreten. Dagegen bilden die Befragten ein verl\u00e4ssliches Abbild jener gesellschaftlichen Minderheit, die sich ernsthaft f\u00fcr tiefere Themen wie Lebensqualit\u00e4t interessieren. Darauf deutet auch hin, dass sich zwischen einer ersten Zwischenauswertung mit 50 Teilnehmenden und der jetzigen mit 100 praktisch keine relevanten Ver\u00e4nderungen ergeben haben. Diese Stabilit\u00e4t der Ergebnisse verweist darauf, dass sie zuverl\u00e4ssig das Meinungsspektrum der meinungsbildenden Avantgarde zeigen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>b) politisch:<\/strong><\/p>\n<p>Dass sich an einer Umfrage \u00fcber Politik und Lebensqualit\u00e4t prim\u00e4r politisch interessierte Menschen beteiligen, liegt auf der Hand. Entsprechend hoch wird von den Befragten das eigene <em>politische Interesse<\/em> eingestuft:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/politisch.jpg\" alt=\"politisch\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p>Der Durchschnittswert liegt exakt bei 7, das heisst, wir haben es tats\u00e4chlich mit einer stark politisch interessierten Minderheit zu tun.<\/p>\n<p>Welche politischen Aktivit\u00e4ten pflegen die die Befragten? Hier die Ergebnisse:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/polaktiv.jpg\" alt=\"polaktiv\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p>Auff\u00e4llig zun\u00e4chst: Die grosse Mehrheit beteiligt sich an der Wahl- oder Abstimmungs-Urne regelm\u00e4ssig an politischen Entscheidungen. Zudem informiert sich die Mehrheit oft oder immer \u00fcber Politik, wobei bei den Informationsquellen die guten alten Print-Medien immer noch deutlich vor Radio\/TV bzw. dem Internet liegen. H\u00e4ufig gepflegt wird auch die pers\u00f6nliche Unterhaltung \u00fcber politische Themen. Dagegen bilden jene, die sich aktiv an der politischen Meinungsbildung beteiligen, sei es durch eigene Beitr\u00e4ge in Internet-Foren oder durch Mitwirkung in Parteien und Vereinigungen, auch unter den hoch motivierten teilnehmenden dieser Befragung eine klare Minderheit.<\/p>\n<p>Immerhin: Der Anteil an aktiven und passiven Parteimitgliedern ist mit zusammen 27 Prozent wesentlich h\u00f6her als in der Gesamtbev\u00f6lkerung:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/partei.jpg\" alt=\"partei\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p>Und f\u00fcr weniger als die H\u00e4lfte kommt die \u00dcbernahme eines politischen Amtes gar nicht in Frage. Immerhin ein Drittel der Befragten kann sich das gut vorstellen. Hier liegen also noch etliche Engagements-Potenziale brach:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-amt.jpg\" alt=\"pol-amt\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p>Im politischen Spektrum zwischen links und rechts ordnet sich der Durchschnitt ganz leicht links der Mitte ein: 4.7 lautet der Mittelwert bei einer Skala, in der der Wert 5 die exakte Mitte bildet. Ein Viertel w\u00e4hlt genau diesen Wert, ein Drittel ordnet sich rechts davon ein, rund 40 Prozent links davon, wobei auff\u00e4llt, dass die extremen Werte kaum gew\u00e4hlt werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/links-rechts.jpg\" alt=\"links-rechts\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p>Nur die Teilnehmenden aus der Schweiz (ca. drei Viertel aller Befragten) wurden auch nach ihren Partei-Pr\u00e4ferenzen gefragt, indem sie die wichtigsten acht Parteien nach pers\u00f6nlicher Sympathie rangierten:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/parteien.jpg\" alt=\"parteien\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p>Dabei setzte sich &#8211; eher \u00fcberraschend &#8211; die noch junge und kleine Gr\u00fcn-Liberale Partei an die Spitze. Sie hat mit 44% zu 13% bei weitem das g\u00fcnstigste Verh\u00e4ltnis zwischen Sympathisanten (R\u00e4nge 1 und 2) und Ablehnern (R\u00e4nge 7 und 8) aufzuweisen. Die SP hat zwar mir 38% ebenfalls viele Sympathisanten, aber mit 33% auch viele Ablehner, das heisst, sie polarisiert wesentlich st\u00e4rker.\u00a0<\/p>\n<p>Das gilt noch viel eindeutiger f\u00fcr die SVP, die 53% Ablehner hat, aber nur 15 Sympathisanten. SVP-Anh\u00e4nger sind also in der Stichprobe klar untervertreten, was darauf hinweist, dass in dieser Zielgruppe das Interesse f\u00fcr as Thema Lebensqualit\u00e4t und Politik gering ist. N\u00e4her an den faktischen Verh\u00e4ltnissen liegen dagegen die Zahlen f\u00fcr die Mitte-Parteien FDP und CVP, w\u00e4hrend die Anh\u00e4nger der Gr\u00fcnen ebenfalls eher \u00fcberproportional vertreten sind.<\/p>\n<p>Eine weitere Frage befasste sich gleichsam mit der demokratischen Grundausr\u00fcstung der Befragungsteilnehmer. Gefragt wurde nach der Zustimmung zu verschiedenen Thesen, wobei hier zun\u00e4chst die Thesen mit hoher Zustimmungsrate dargestellt werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-meinungen1.jpg\" alt=\"pol-meinungen1\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p>Hier zeigt sich: Die Befragten sind in ihrer grossen Mehrheit \u00fcberzeugte Demokraten. Sie sehen nicht nur die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von Politik generell, sondern auch von politischer Beteiligung jedes Einzelnen. Zu allen entsprechenden Thesen gibt es sehr hohe Zustimmungsraten.<\/p>\n<p>Weniger hoch bzw. ar nicht vorhanden ist die Zustimmung zu den restlichen Thesen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-meinungen2.jpg\" alt=\"pol-meinungen2\" width=\"640\" height=\"393\" \/><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst verweigert eine sp\u00fcrbare Minderheit jenen, die sich f\u00fcr eine politische Laufbahn zur Verf\u00fcgung stellen, ihre Dankbarkeit. Das liegt sicher nicht zuletzt daran, dass exakt die H\u00e4lfte unsere Politik defizit\u00e4r sieht, weil sich darin die Reichen und M\u00e4chtigen doch immer durchsetzen. Und immerhin ein Drittel glaubt mehr oder weniger an das Bild von Politik als schmutzigem Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Dass die Politik durch die zunehmende Individualisierung an Bedeutung verliere, glauben die meisten allerdings nicht. Und dass man sich als anst\u00e4ndiger Mensch von der Politik fern halten m\u00fcsse, schon gar nicht.<\/p>\n<p>Fazit: Jene interessierten Menschen, die sich engagiert mit dem Zusammenhang zwischen Politik und Lebensqualit\u00e4t auseinandersetzen, also die Teilnehmenden an unserer Befragung, sehen die Politik zwar durchaus kritisch, sind jedoch \u00fcberzeugte Demokraten und sehen die Notwendigkeit von pers\u00f6nlichem politischem Engagement. Entsprechend wichtig ist es, ihre Stimme zu h\u00f6ren.<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"wichtig\"><em>Wenn Sie noch nicht an der Umfrage teilgenommen haben, k\u00f6nnen Sie das jetzt <\/em><a href=\"fragen\/48\/250-umfrage-politik-und-lebensqualitaet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>hier tun<\/em><\/a><em>. <\/em><\/p>\n<p> <em>  <\/p>\n<hr \/>\n<p> <\/em> <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> <!--nextpage--> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/LQ-Felder\/pol-lq0-kl.jpg\" alt=\"pol-lq0-kl\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Teilnehmerzahl h\u00e4tte h\u00f6her sein k\u00f6nnen &#8211; Ergebnisse sind spannend!<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-214","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=214"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/214\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":654,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/214\/revisions\/654"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}