{"id":199,"date":"2010-06-29T07:31:46","date_gmt":"2010-06-29T07:31:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=199"},"modified":"2020-12-17T14:04:54","modified_gmt":"2020-12-17T14:04:54","slug":"belohnung-guter-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=199","title":{"rendered":"Belohnung guter Unternehmen"},"content":{"rendered":"\n<p>\u00a0<\/p>\n<table style=\"width: 150px;\" border=\"0\" align=\"right\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p class=\"Titel3rot\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/diverse\/medienmacht.jpg\" alt=\"medienmacht\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p class=\"Titel3rot\">Medienmacht aus der Sicht strategischer Konsumentinnen<\/p>\n<p class=\"wichtig\">(Aus Forum Nachhaltig Wirtschaften, Juni 2010)<\/p>\n<p class=\"Stil28\"><em>Bei Befragungen von KonsumentInnen und Unternehmen konnte festgestellt werden, dass das Thema Nachhaltigkeit f\u00fcr eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Anzahl von Personen in deren Einkaufsverhalten eine zentrale Rolle spielt. KonsumentInnen fordern von den Unternehmen zunehmend verantwortungsvolles Wirtschaften und sind auch bereit, vorbildliche Unternehmen zu belohnen bzw. schwarze Schafe abzustrafen. Doch wie beeinflussen Medien den strategischen Konsum? Und inwiefern k\u00f6nnen die Medien zum Thema beitragen?<\/em><\/p>\n<p class=\"Stil10\">Im Juni 2009 f\u00fchrte Christian Engweiler als Teil seiner Masterarbeit im MBA-Studium Sustainability Management an der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg Befragungen zum Thema Nachhaltigkeitskommunikation durch. Die Fragestellung war, wie Nachhaltigkeit glaubw\u00fcrdig kommuniziert werden kann &#8211; vor allem bei den so genannten strategischen Konsumenten.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Strategischer Konsum als Hebel<\/strong> <br \/>Strategischer Konsum hat zum Ziel, gemeinsam und individuell durch Kaufentscheidungen auf Produzenten bzw. H\u00e4ndler im Sinne der Nachhaltigkeit einzuwirken. Insbesondere ist dabei das &#8222;gemeinsam&#8220; f\u00fcr diese Gruppe sehr charakteristisch, da es das Ziel ist, durch viele einzelne, kleine Schritte eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Hebel-Wirkung zu erzielen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Stil10\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachhaltigwirtschaften.net\/\/archiv\/3497\/www-einkaufen-thorben-wengert.jpg\" border=\"0\" alt=\"alt\" hspace=\"10\" vspace=\"10\" align=\"right\" \/><br \/>In der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=150\">Befragung der KonsumentInnen<\/a> wurden von den 542 Befragten 70 Unternehmen mehrfach als vorbildliches oder als schlechtes Beispiel f\u00fcr Nachhaltigkeitskommunikation genannt. Diese wurden dann mit einem eigenen Fragebogen angeschrieben, den erstaunlicherweise mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen beantworteten, was die Bedeutung des strategischen Konsums f\u00fcr die Unternehmen unterstreicht.\u00a0<\/p>\n<p><strong>KonsumentInnen untersch\u00e4tzen ihre Marktmacht<\/strong> <br \/>Dabei konnten erstaunliche Resultate ausgewertet werden. So untersch\u00e4tzen KonsumentInnen ihren Einfluss, den sie bereits heute und in Zukunft bei den antwortenden Unternehmen haben, doch erstaunlich stark. Mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen messen dieser Zielgruppe einen mittleren oder gro\u00dfen Einfluss auf die Marketingentscheidungen ihres Unternehmens zu.\u00a0<br \/>Der Anteil der strategischen KonsumentInnen an der Gesamtbev\u00f6lkerung wird von allen antwortenden Unternehmen ebenfalls h\u00f6her eingesch\u00e4tzt, als dies die KonsumentInnen selber sch\u00e4tzen.\u00a0<br \/>Sobald dieser Konsumentengruppe bewusst wird, welche &#8222;Macht&#8220; sie aus\u00fcben kann, werden sich zunehmend auch Leute, die bis dahin nicht an den Einfluss glaubten bzw. bereits resignierten, diesem Konsumverhalten zuwenden. Dadurch wird das Thema salonf\u00e4hig und gleichzeitig hip. Und wie die Umfrage bei den KonsumentInnen zeigte, ist die Akzeptanz im Freundeskreis einer der gr\u00f6\u00dften Hebel f\u00fcr nachhaltigen Konsum.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Der Einfluss der Medien<\/strong> <br \/>Wie in dieser Untersuchung festgestellt wurde, w\u00fcnschen sich strategische Konsumenten an erster Stelle mehr Informationen zum Thema Nachhaltigkeit am Verkaufspunkt der Produkte. Nicht weniger wichtig bei der Informationsvermittlung sind aber auch die Medien, wie die folgenden R\u00e4nge zeigen.\u00a0<br \/>Platz 2 belegen Testergebnisse (\u00d6ko-Test\/Stiftung Warentest u.a.), die ja durch die Medien erst verbreitet werden m\u00fcssen, um eine Wirkung zu entfalten. Platz 3 belegen die Informationen in Fachmagazinen, die erstaunliche 44,5 Prozent der strategischen KonsumentInnen oft oder immer bei ihrer Informationsbeschaffung konsultieren. Immerhin rund ein Drittel informiert sich gelegentlich und rund ein Drittel oft oder immer \u00fcber Tageszeitungen, TV und Radio zu Aspekten der Nachhaltigkeit von Produkten. Weniger gefragt sind hingegen die digitalen Medien. Einzig die Homepages der Unternehmen haben eine gewisse Bedeutung.\u00a0<\/p>\n<p><strong>F\u00f6rderung des strategischen Konsums<\/strong> <br \/>Auch bei der Frage, was den strategischen Konsum f\u00f6rdern k\u00f6nnte, zeigte sich, dass die Medien eine wichtige Funktion erf\u00fcllen k\u00f6nn(t)en. So belegen einfach auffindbare Informationen zu den Produkten Rang 1 und glaubw\u00fcrdige Mittler f\u00fcr Informationen Rang 3.\u00a0<br \/>Es ist aus den Resultaten klar erkennbar, dass sich die KonsumentInnen zunehmend verunsichert f\u00fchlen, welche Kriterien sie beim Einkauf ber\u00fccksichtigen sollten. Die schier endlose Zahl von Labels teils fraglicher Qualit\u00e4t bieten den KonsumentInnen immer weniger Hilfestellung &#8211; so sind sie im Einkauf oft \u00fcberfordert und daher nicht f\u00e4hig, Nachhaltigkeit in ihrem Konsumverhalten zu ber\u00fccksichtigen. Die Medien k\u00f6nnten hier vielleicht in dimensionsreduzierender Funktion einspringen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Differenzierte Berichterstattung<\/strong> <br \/>Auch bei der Aufdeckung von Unwahrheiten (Green-Washing) kommt den Medien eine wichtige Rolle zu. So w\u00fcrden 85 Prozent der Befragten jene Unternehmen, die L\u00fcgen und Teilwahrheiten im Bereich der Nachhaltigkeit verbreiten, massiv \u00e4chten und solche Unternehmen boykottieren.\u00a0<br \/>Wenn man bedenkt, welche Wirkung daher Medieninformationen haben, die solches Verhalten der Unternehmen aufdecken, so erkennt man, dass den Medien auch in diesem Bereich eine hohe Verantwortung zugewiesen werden kann.\u00a0<br \/>Differenzierte Berichterstattung, die aber nicht nur die schwarzen Schafe benennt, sondern auch positive Beispiele erw\u00e4hnt, ist gefragt. Bei der Motivation f\u00fcr strategischen Konsum nennen doch wesentlich mehr Befragte als Motivation, dass sie vorbildliche Unternehmen belohnen, als dass sie schlechte Unternehmen abstrafen m\u00f6chten. Sicherlich sind die schlechten Beispiele f\u00fcr die Medien besser &#8222;verwertbar&#8220;, aber es darf nicht vergessen werden, dass sich viele KonsumentInnen positive Beispiele in der Berichterstattung w\u00fcnschen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Ehrlichkeit gefordert<\/strong> <br \/>Insgesamt kann anhand dieser Befragungen aufgezeigt werden, dass Nachhaltigkeit und strategischer Konsum die M\u00e4rkte von morgen stark pr\u00e4gen wird und Unternehmen gut beraten sind, wenn sie ihr Engagement in diesem Bereich verst\u00e4rken und kommunizieren.\u00a0<br \/>Die wichtigste Botschaft f\u00fcr Medien ist dabei sicher, dass eine absolut direkte ehrliche Kommunikation des Themas zentral ist.\u00a0<\/p>\n<p>Die detaillierten Resultate der Befragung finden Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=153\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/diverse\/medienmacht-kl.jpg\" alt=\"medienmacht-kl\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Medienmacht aus der Sicht strategischer Konsumentinnen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-199","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=199"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":649,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/199\/revisions\/649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}