{"id":191,"date":"2010-05-14T10:43:18","date_gmt":"2010-05-14T10:43:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=191"},"modified":"2010-05-14T10:43:18","modified_gmt":"2010-05-14T10:43:18","slug":"wie-sich-das-glueck-vermehren-laesst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=191","title":{"rendered":"Wie sich das Gl\u00fcck vermehren l\u00e4sst"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/diverse\/glueck.jpg\" alt=\"glueck\" width=\"364\" height=\"273\" \/><\/p>\n<p> <span class=\"Titel3rot\">Sieben Regeln f\u00fcr Fortschritte auf dem Weg zum gegl\u00fcckten Leben<\/span> <\/p>\n<p class=\"Stil28\"><em>Wir sprechen zwar lieber von Lebensqualit\u00e4t als von Gl\u00fcck, doch die folgenden sieben Regeln, die wir auf der Homepage <a href=\"http:\/\/www.sinnwaerts.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.sinnwaerts.ch<\/a> gefunden haben, sind auf alle F\u00e4lle bedenkens- und beherzigenswert&#8230;.<\/em><\/p>\n<p class=\"Titel3rot\">Wie sich Gl\u00fcck vermehren l\u00e4sst<\/p>\n<p>Gl\u00fcck ist sch\u00f6n, macht aber viel Arbeit. Die Gl\u00fccksforscher haben diese Arbeit in eine Reihe praktischer Regeln zusammengefasst, die hier aufgef\u00fchrt sind.<\/p>\n<p class=\"wichtig\">Regel 1:&nbsp; Aktivit\u00e4t<\/p>\n<p>Unsere Hirne d\u00fcrsten darnach, besch\u00e4ftigt zu werden. Geistiger Stillstand macht schlechte Laune. Sobald wir nur einen Tag ruhen, sterben gleich serienweise Neurone ab. Wer seinen Geist nicht besch\u00e4ftigt, sorgt daf\u00fcr, dass er schrumpft; ein Prozess, der gew\u00f6hnlich mit Gef\u00fchlen der Unlust verbunden ist. Antriebslosigkeit m\u00fcndet deshalb schnell in Depression. Unser Hormonhaushalt leidet dann darunter,&nbsp;dass er nicht mit gen\u00fcgend Dopamin versorgt wird. Wir m\u00fcssen nicht pausenlos aktiv sein, aber allzu viel abzuh\u00e4ngen ist dem Gl\u00fcck nicht eben f\u00f6rderlich. Sport zum Beispiel ist eine feine Sache, denn der Geist belohnt sich selbst f\u00fcr erfolgreiche k\u00f6rperliche Anstrengungen durch die Bildung von neuen Neuronen.&nbsp;Auch Interessen steigern die Lebensfreude. Routinen m\u00f6gen manches f\u00fcr sich haben &#8211; auf die Dauer machen sie nicht gl\u00fccklich. Abwechslung und Neues k\u00f6nnen Quellen des Gl\u00fccks sein.<\/p>\n<p class=\"wichtig\">Regel 2:&nbsp; Sozial leben<\/p>\n<p>Epikur erkannte, dass es kaum eine dauerhaftere Gl\u00fccksquelle gibt als soziale Beziehungen. Freundschaft, Partnerschaft und Familie k\u00f6nnen einen Rahmen schaffen, in dem wir uns aufgehoben f\u00fchlen. Etwas gemeinsam zu erleben, mit&nbsp;dem Partner, einem Freund oder mit Kindern, steigert das Gl\u00fcckserlebnis. F\u00fchlen sie sich geborgen, so sch\u00fctten M\u00e4nner Oxytocin und Frauen Vasopressin, aus. Wer in einem engen sozialen Verbund lebt, steht mit seinen Sorgen und N\u00f6ten nicht allein. Kein Wunder, dass eine gute Partnerschaft und eine entsprechende&nbsp;H\u00e4ufigkeit von Sex viel wichtiger f\u00fcr das Gl\u00fcck sind als etwa Geld und Besitz.<\/p>\n<p class=\"wichtig\">Regel 3:&nbsp; Konzentration<\/p>\n<p>Epikur verwendete viel Zeit darauf, seinen Sch\u00fclern nahezubringen, wie sie das Hier und Jetzt geniessen k\u00f6nnen: den Duft der Blumen, die Sch\u00f6nheit der Formen, den Geschmack eines St\u00fcckes K\u00e4ses. Ausgew\u00e4hlte und konzentrierte Gen\u00fcsse steigern die Lebensfreude. Was f\u00fcr Dinge gilt, sollte erst recht f\u00fcr Menschen gelten. Je intensiver man sich auf jemand anderen einl\u00e4sst, umso tiefer sind Gef\u00fchl und Mitgef\u00fchl. Aus der Sicht der Hirnforschung gesprochen heisst dies: Koste deine Bewusstseinszust\u00e4nde aus, zumindest die, die dir gut tun. Und f\u00fcr alles, in das man sich versenkt, gilt: Man sollte es ganz und gar tun. Wer beim guten Essen daran denkt, dass er zu dick wird, bei Gespr\u00e4chen fortw\u00e4hrend auf die Uhr schaut,bringt sich um sein Erlebnis. Zuweilen an die Zukunft zu denken, mag sinnvoll zu sein, fortw\u00e4hrend an die Zukunft zu denken, raubt den Moment. Leben ist das was&nbsp;den meisten Menschen passiert, w\u00e4hrend sie eifrig dabei sind, andere Pl\u00e4ne zu machen.<\/p>\n<p class=\"wichtig\">Regel 4: Realistische Erwartungen<\/p>\n<p>Gl\u00fcck ist eine Frage von dem, was man erwartet. H\u00e4ufige Fehler sind, sich zu \u00fcberfordern, aber auch sich unterzufordern. Beides f\u00fchrt zur Unzufriedenheit. Wer sich \u00fcberfordert, leidet an vermeidbarem Stress, wer sich unterfordert, erleidet einen Mangel an Dopamin-Ausst\u00f6ssen, Antriebslosigkeit und Gleichg\u00fcltigkeit sind die Folgen. Und der Mangel an Elan f\u00fchrt m\u00f6glicherweise wieder dazu, sich zu&nbsp; unterfordern, ein Teufelskreis.<\/p>\n<p class=\"wichtig\">Regel 5: Gute Gedanken<\/p>\n<p>Sie ist vielleicht die wichtigste Regel \u00fcberhaupt. Gl\u00fccksgef\u00fchle sagt die positive&nbsp; Psychologie, sind kein Zufall, sondern eine Folge der \u201erichtigen\u201c Gedanken und Gef\u00fchle. Richtige Gedanken sind danach solche, die Lust erzeugen und Unlust&nbsp;vermeiden. Ein besonderer Trick der Psychologen liegt in der Aufforderung: \u201eTue so, als ob du gl\u00fccklich w\u00e4rst, und du wirst es sein!\u201c Leichter gesagt, als es ist.&nbsp;Wenn es mir sehr schlecht geht, werde ich kaum die Kraft aufbringen, mir selbst gut Laune vorzuspielen. Der springende Punkt ist, dass es mir wohl zu mindest in einem gewissen Rahmen mehr oder weniger freigestellt ist, die Ereignisse in meinem Leben zu bewerten. \u00dcber den Grad der Freiheit kann man freilich streiten. Verweile ich im Buch meines Lebens eher bei den sch\u00f6nen Passagen oder bei&nbsp;den traurigen und langweiligen? Manchen Menschen gelingt es, dem Leben vor allem das Gute abzugewinnen, bei andern ist es umgekehrt. En m\u00f6glicher Zugang dazu k\u00f6nnte darin liegen, sich der Rolle des Verstandes bei der Beurteilung der eigenen Gef\u00fchle bewusst zu machen. Warum halte ich mich so lange mit dem Negativen auf und verbeisse mich darin? Gewiss steht es mir frei,&nbsp; die Dinge negativ&nbsp;oder positiv zu empfinden, aber wie ich meine Empfindungen bewerte &#8211; an diesem&nbsp; Punkt habe ich doch eine gewisses Mass an Freiheit. Eine Freiheit, die ich trainieren kann. Was sich leichter lernen l\u00e4sst, ist die bestimmte Unlustquellen zu vermeiden. Eine der h\u00e4ufigsten ist der Vergleich.&nbsp; Hier gilt immer und \u00fcberall: Wer vergleicht, verliert! Ich sehe nicht aus wie das Model aus der Zeitung. Ich habe nicht das Einkommen meines erfolgreichen Klassenkameraden. Ich bin nicht so witzig wie andere. Oder besonders makaber: Ich bin nicht so gl\u00fccklich wie meine Geschwister. Solange Sie das denken, werden Sie es auch nicht werden.<\/p>\n<p class=\"wichtig\">Regel 6: Gelassener mit dem Umgl\u00fcck umgehen<\/p>\n<p>Gelassener mit dem Umgl\u00fcck umzugehen, ist eine grosse Kunst. In vielem &#8211;&nbsp; wenn auch nicht in allem &#8211; Ungl\u00fcck liegt auch etwas Gutes. Manche Menschen mit f\u00fcrchterlichen Leiden sagen, dass sie seit ihrer Erkrankung intensiver leben. Krisen, Schwierigkeiten und sogar Schicksalsschl\u00e4ge k\u00f6nnen auch heilsam sein.&nbsp; Manche Krisen f\u00fchren zu besseren Neuanf\u00e4ngen, man weiss oft nicht \u201ewozu sie gut\u201c sind. Mit Umst\u00e4nden zu hadern, an denen sich nichts mehr \u00e4ndern l\u00e4sst, ist eine verbreitete Passion. Der Gl\u00fcckspsychologe droht mit dem Zeigefinger.<\/p>\n<p class=\"wichtig\">Regel 7: Freude durch Arbeit<\/p>\n<p>Dieser Punkt h\u00e4ngt eng mit dem ersten zusammen, der Aktivit\u00e4t. Arbeit ist etwas, das uns zwingt aktiv zu sein, und die meisten Menschen brauchen diesen Druck, um hinreichend viel zu tun. Nat\u00fcrlich gilt dies nicht f\u00fcr jede Arbeit, aber doch sehr oft. Arbeit ist die beste Psychotherapie.&nbsp; Und die Crux an der Arbeitslosigkeit besteht genau in jenem psychischen Mangel an Selbsttherapie. Wer nicht&nbsp;arbeitet, f\u00fchlt sich leicht nutzlos und schlaff: zu wenig Dopamin und zu wenig Serotonin. So sah das auch Sigmund Freund. F\u00fcr ihn bestand das Gl\u00fcck darin, \u201elieben und arbeiten\u201c zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Leicht gek\u00fcrzte Zusammenstellung aus dem Buch von Richard David: Wer bin ich und wenn ja, wie viele? (Goldmann Verlag, 2007) <\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/diverse\/glueck-kl.jpg\" alt=\"glueck-kl\" width=\"175\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Sieben Regeln f\u00fcr Fortschritte auf dem Weg zum gegl\u00fcckten Leben<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-191","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/191","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=191"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/191\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}