{"id":120,"date":"2010-01-22T11:21:44","date_gmt":"2010-01-22T11:21:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit.ch\/wordpress\/?p=120"},"modified":"2010-01-22T11:21:44","modified_gmt":"2010-01-22T11:21:44","slug":"zauberwort-gelassenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/?p=120","title":{"rendered":"Zauberwort Gelassenheit"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/diverse\/suedost-ag.jpg\" alt=\"suedost-ag\" width=\"364\" height=\"483\" \/><\/p>\n<p> <span class=\"Titel3rot\">Ein Neujahrs-Interview mit spirit.ch-Initiant Andreas Giger<\/span> <\/p>\n<p class=\"Stil28\">Am 3. Januar 2010 erschien in der &#8222;S\u00fcdostschweiz am Sonntag&#8220; dieses Interview mit Andreas Giger<\/p>\n<p class=\"klein\">Ank\u00fcndigung Frontseite:<\/p>\n<p><strong>Weniger haben, gl\u00fccklicher leben <\/strong><\/p>\n<p>In der Zukunft werden immateriel\u00adle Werte f\u00fcr den Menschen wichti\u00adger. Dies sagt der Sozialwissenschaftler und Zukunftsphilosoph Andreas Giger im\u00b7 Interview mit der \u00abS\u00fcdostschweiz am Sonntag\u00bb. So w\u00fcrden die Menschen k\u00fcnftig mehr Zeit und Energie in Fragen nach dem Sein investieren. Dass die heute \u00fcbertriebene .Orientie\u00adrung an materiellen Werten nicht gl\u00fccklich mache, sei ausreichend bewiesen. F\u00fcr Giger ist es gar m\u00f6g\u00adlich, dass l\u00e4ngerfristig die Mehrheit der Gesellschaft zur Einfachheit zur\u00fcckfindet.<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"Titel2\">\u00bbDas Zauberwort heisst Gelassenheit\u00ab<\/p>\n<p class=\"Titel2\"><span style=\"font-weight: normal; line-height: normal; font-size: 16px;\"><em>Die Welt steht vor einem Jahrhundert der Werte. Einfachheit wird wichtiger als Prestige. Fragen nach Sinn und Identit\u00e4t bekommen mehr Raum als die Frage nach Besitz und Reichtum. Das sagt zumindest Zukunftsphilosoph Andreas Giger voraus.<\/em><\/span><\/p>\n<p class=\"klein\">Mit Andreas Giger sprach Nathalie Schoch<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Wer oder was ist denn nun schuld an der Finanzkrise?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> F\u00fcr mich ist es eine Wertekrise, in der sich die abstrakte Gier nach Geld verselbst\u00e4ndigt hat. Das Geld schafft nicht mehr reale Werte, sondern wurde Spielgeld, das nur noch zur Geldvermehrung gebraucht worden ist. Dass das Blasen gibt, ist fast unvermeidlich.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Kann es auch sein, dass die Gesellschaft, die sich stark nach materiellen Werten orientiert, dazu beigetragen hat?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> V\u00f6llig klar, der zu starke Materialismus ist der Kern einer Finanzkrise.\u00a0 Materialismus geh\u00f6rt zur Grundausstattung der Menschen. Und deshalb ist mittelfristig\u00a0 unsere einzige Chance, davon wegzukommen, der fundamentale Wertewandel, indem man sich von dieser Fixierung wegbewegt, von diesem Suchtartigen der materiellen Werte. Das ist der Ausweg nach vorne.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Also sollte die Gesellschaft generell mehr zur\u00fcckschrauben und zur Einfachheit zur\u00fcckfinden?<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Es w\u00e4re ein Akt der Klugheit, denn es gibt unterdessen gen\u00fcgend Beweise, dass die \u00fcbertriebene Orientierung an materiellen Werten alles andere als gl\u00fccklich macht. Und schon gar nicht gesund, was noch weit wichtiger ist. Und von daher geht es nicht um eine Finanzkrisenbew\u00e4ltigung, sondern darum, den n\u00e4chsten Schritt der kulturellen Evolution zu gehen, damit mehr Intelligenz und Klugheit einkehren.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Die heutige Gesellschaft besteht also nur noch aus geldgierigen, oberfl\u00e4chlichen Egoisten?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Die Grundausstattung des Menschen hat sich in den letzten paar tausend Jahren kaum ver\u00e4ndert. Seit dem Sesshaftwerden sind Besitz und Recht ungleich verteilt. Und daran knabbern wir noch heute. Aber sicherlich tr\u00e4gt die Existenz wachsender Technologien und M\u00f6glichkeiten dazu bei, dass sich die Jagd nach materiellen Werten in den letzten Jahrzehnten beschleunigt hat.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Glauben Sie, die Menschen finden zur Einfachheit zur\u00fcck?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Ein Teil der Gesellschaft schafft dies bestimmt, das stelle ich immer wieder in Forschungen fest, und es ist sicherlich auch eine wachsende Gruppe. Aber in absehbarer Zeit bleibt sie nach wie vor eine Minderheit. L\u00e4ngerfristig k\u00f6nnte daraus eine Mehrheit werden.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Lebensqualit\u00e4t ist eines Ihrer zentralen Anliegen, das Sie in Ihrem Schaffen verfolgen und auch weiterzugeben versuchen, aber nur wenige halten sich daran. Warum?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger: <\/em>Diese Beobachtung stelle ich in Frage. Ich beobachte ganz klar, dass das Wort mehr gebraucht wird als auch schon, in allen m\u00f6glichen Zusammenh\u00e4ngen. Das Wort Lebensqualit\u00e4t ist etwas sperrig, das hat den Vorteil, keine illusorischen Versprechungen zu wecken, ganz im Gegenteil zum Wort Gl\u00fcck. Auf jeden Fall sehe ich jedoch, dass diese Alltags-, ja Lebenskunst-Philosophie immer mehr an Wert gewinnt.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Aber wer kann sich diese Lebensqualit\u00e4t heute \u00fcberhaupt noch leisten, im Hinblick auf immer weniger Freizeit, immer mehr Arbeitsdruck, immer gr\u00f6sserer Forderungen nach Besitz und Reichtum?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger: <\/em>Nun gut, wenn man sich diese Frage nicht ganz bewusst von Zeit zu Zeit stellt, dann ist der Zusammenbruch oder ein Burnout nicht mehr weit. Aber es ist schon so, dass viele oft zu faul sind, sich die Frage, was f\u00fcr einem selbst Lebensqualit\u00e4t bedeutet, und wie diese noch zu verbessern w\u00e4re, \u00fcberhaupt zu stellen. Es braucht einen gewissen Aufwand. Die einen sind vielleicht zu absorbiert. Andere jedoch kommen sicher noch drauf, dass Lebensqualit\u00e4t wichtig ist. Im Moment stecken wir eher noch in der Phase der Infragestellung der alten materiellen Werte, nicht in der Umsetzung des neuen Leitwerts Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Was treibt Menschen und Gesellschaften generell an?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger: W<\/em>enn man es ganz oberfl\u00e4chlich betrachtet, dann m\u00fcsste man sagen: Nur Geld.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Das h\u00f6rt sich ziemlich brutal an.<\/p>\n<p><em>Andreas Giger: <\/em>Ja, aber es gibt diese Tendenz, dass alles nur noch in Geldwert ausgedr\u00fcckt wird, was fr\u00fcher eine normale zwischenmenschliche Unterst\u00fctzung gewesen w\u00e4re. Aber wenn man das umfassende Konzept betrachtet, dann kommt schon das Streben nach Lebensqualit\u00e4t oder das Streben nach Gl\u00fcck dazu, wobei Gl\u00fcck ein dehnbarer Begriff ist. Es gibt verschiedene Arten von Gl\u00fcck. Und Gl\u00fcck ist oft von aussen abh\u00e4ngig. Nicht so die Lebensqualit\u00e4t, die Zufriedenheit, die schafft man sich mehrheitlich selber.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Wie zufrieden ist unsere Gesellschaft? Wie lauten Ihre Befragungsergebnisse?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger: <\/em>Auf einer Skala von 1 bis 100 (h\u00f6chte denkbare Lebensqualit\u00e4t) bewegen sich die meisten zwischen 70 und 80. Darunter gibt es ein paar und dar\u00fcber. Steigt der Wert auf \u00fcber 90, dann denke ich jeweils, es hat ein oder zwei Verliebte unter der Gruppe. Aber an sich ist ein Durchschnittswert von drei Vierteln des Denkbaren durchaus als gut einzustufen, wobei man bedenken muss, dass in den Durchschnitt immer individuelle Schicksale einfliessen. Ich habe die Befragungen auch schon in kleineren Gruppen durchgef\u00fchrt, und da gab es dann die extremsten Aufs und Abs.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> In aller Munde sind nebst der Finanzkrise auch unsere Generationenkonflikte. Welche Chancen sehen Sie k\u00fcnftig f\u00fcr die \u00e4ltere Generation?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger: <\/em>Wir stecken diesbez\u00fcglich in einer bisher unbekannten historischen Situation und sollten uns schon ein paar Gedanken dazu machen. Da gibt es zwei Ebenen. Zum einen die pers\u00f6nliche Ebene: Was mache ich aus diesen Lebensphasen? Das Streben nach Reife finde ich ganz wichtig. Dabei zeigt sich, dass sich verschiedene Aspekte von Lebensqualit\u00e4t bis mindestens zum Alter von 80 positiv entwicklen k\u00f6nnen, etwa die Beziehungsf\u00e4higkeit, der Sinn f\u00fcr das richtige Mass und Balance, psychische Stabilit\u00e4t. Das einzige, was permanent bergab geht, ist die k\u00f6rperliche Verfassung. Alles andere ist verbesserungsf\u00e4hig. Wichtig ist, sich Perspektiven zu schaffen oder zu erhalten. Was nicht heisst, dass man in hektischen Aktivismus ausbrechen soll, doch gilt es eine Menge Entwicklungschancen zu nutzen.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Und die zweite Ebene?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger: <\/em>Das ist die gesellschaftliche Ebene. Hier gibt es interessante Ans\u00e4tze. Auf jeden Fall k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, alle 65-J\u00e4hrigen in den kompletten Ruhestand zu verfrachten, dass w\u00e4re eine enorme Verschleuderung von Potenzial. Stattdessen wollten wir die Potenziale reiferer Menschen f\u00fcr die Gesellschaft nutzen. Zum Beispiel Lehrpersonal im Unterricht zu unterst\u00fctzen oder \u00e4hnliches, hier werden wir ansetzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Auf Kosten junger Arbeitnehmer?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Nein. Die Ergebnisse sind eindeutig: Wir werden immer \u00e4lter, als Einzelne wie als Gesellschaft. Und weil zur steigenden individuellen Lebenserwartung sinkende Geburtenraten kommen, steigt nicht nur das Durchschnittsalter, sondern sinkt bald auch die Zahl der Bev\u00f6lkerung. Einwanderung wird diese Entwicklung abschw\u00e4chen, sie aber kaum aufhalten. Wir werden unweigerlich \u00e4lter. Nur wird diese Entwicklung eher zaghaft und unwillig zur Kenntnis genommen<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Doch, denn viele j\u00fcngere Mitarbeiter haben Angst, dass die R\u00fcckkehr \u201ealter\u201c M\u00e4nner in die Gesch\u00e4ftswelt ein neuer Trend ist, und die Alten das Ruder \u00fcbernehmen und die Jungen vom Arbeitsmarkt verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> In vielen Unternehmen zeigt sich ein ganz anderes Bild, weil sie kaum noch Mitarbeitende \u00fcber 50 besch\u00e4ftigen. Nichtsdestotrotz zeigt die blosse Existenz eines so d\u00e4monisierenden Szenarios, wie tief die \u00c4ngste vor jenem Gespenst sitzen, das bis vor kurzem \u201e\u00dcberalterung\u201c genannt werden durfte. Zu seinen Fratzen geh\u00f6ren nicht nur die Gerontokratie, sondern auch der Zusammenbruch des Rentensystems und ein enormer Bedarf an neuen Pflegepl\u00e4tzen, f\u00fcr deren Finanzierung sich die noch aktive Bev\u00f6lkerung krumm und d\u00e4mlich schuften muss. Als magische Gegenmacht dazu wird derweil das Bild der neuen Alten heraufbeschworen, einer wachsenden Schar von aktiven, fr\u00f6hlichen \u201eBest-Agern\u201c, die \u00fcber Geld verf\u00fcgen und \u00fcber Zeit und damit Aufmerksamkeit \u2013 und so mit ihrem Konsum die Wirtschaft ankurbeln. Beide Extrempositionen sind so eindeutig \u00fcberzogen, dass klar wird: Die richtige Einstellung zum unbestreitbaren Ph\u00e4nomen der demographischen Revolution haben wir noch nicht gefunden.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Wie geht die junge Generation damit um? Wohin entwickelt sie sich?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Je \u00e4lter ich werde, desto mehr M\u00fche habe ich mit diesen Generationenverurteilungen. Die Lage ist n\u00e4mlich nicht so dramatisch wie man sie darstellt. Die Klagen \u00fcber die Jugend sind so alt wie die Zivilisation. Die Situation f\u00fcr die junge Generation hat sich gewandelt, ganz klar. Die Aussichten sind unsicher. Das macht es immer schwieriger, seine Rolle zu finden.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Dann ist diese ausgepr\u00e4gte Gewaltbereitschaft ein altbekanntes Ph\u00e4nomen?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Das ist immer eine Frage der Vergleichsbasis. In Zeiten der Exports\u00f6ldner hat es sicherlich nicht minder Gewalt gegeben, nur wird es heute kundgetan und thematisiert. Die \u00f6ffentliche Dimension ist neu, nicht die Gewalt an sich.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Aber was ist mit dieser brutalen Gewalt, Menschen grundlos auf offener Strasse zu verpr\u00fcgeln? Auch kein heutiges Gesellschaftsproblem?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Ich weiss es nicht. Oft lautet ja die Begr\u00fcndung der T\u00e4ter, sie h\u00e4tten es aus Langeweile getan. Dass es anscheinend zu wenige alternative M\u00f6glichkeiten gibt, sinnvolle Erlebnisse zu finden und Erfahrungen zu machen, das ist beunruhigend. Aber inwieweit es diese paar Prozente einer jungen Generation schon fr\u00fcher gab, das wissen wir nicht. Vermutlich gab es diese Gewaltt\u00e4ter fr\u00fcher schon,\u00a0 und diese schickte man dann einfach ins franz\u00f6sische Heer oder so. Sie sind dann einfach von der Bildfl\u00e4che verschwunden. So sehr diese Gewaltakte zu vereurteilen sind, so wenig sehe ich darin Anlass f\u00fcr eine pauschale Verurteilung einer ganzen Generation.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Wohin entwickeln sich unsere Werte generell?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Ein paar Grundwerte sind immer die gleichen. Die Familienwerte wurden schon zig Mal tot gesagt, und sie bl\u00fchen immer wieder auf. Und auch wenn die Realisierungschancen nicht berauschend sind, so tr\u00e4umen doch viele noch von der lebenslangen Liebe. Grunds\u00e4tzlich glaube ich aber schon, dass wir von materiellen zu immateriellen Werten \u00fcbergehen werden: Im Zweifelsfall wird uns Sch\u00f6nheit mal wichtiger sein als etwas zu besitzen. Oder aber Einfaches wird wichtiger als Prestige. Da sind wir auch schon dran. Wir werden mehr Zeit und Energie in die Fragen nach Identit\u00e4t und Sinn investieren. Werte werden wertvoller, in Wirtschaft und Gesellschaft. Vor uns liegt ein Jahrhundert der Werte.<\/p>\n<p><em>Nathalie Schoch:<\/em> Und wie lautet das Zauberwort f\u00fcr 2010?<\/p>\n<p><em>Andreas Giger:<\/em> Gelassenheit. Diese hilft uns, uns von der permanenten Panikmache, sei es nun Finanzkrise oder Schweinegrippe oder anderen noch kommenden Dingen, die wir sowieso nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen, abzugrenzen. Und die Gelassenheit schafft uns Raum f\u00fcr wichtigere Dinge, wie zum Beispiel, unseren eigenen Werten zu folgen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zur Person:<\/p>\n<p>Andreas Giger ist im Jahr 1951 geboren. Der promovierte Sozialwissenschaftler lebt und arbeitet heute als eigenwilliger, unabh\u00e4ngiger Zukunftsphilosoph, Autor und Fotograf in Wald AR. Neben B\u00fcchern publiziert er Artikel, h\u00e4lt Vortr\u00e4ge und ist als Unternehmensberater t\u00e4tig. Andreas Giger ist Initiant der neuen Internetplattform f\u00fcr Nachhaltige Lebensqualit\u00e4t, www.spirit.ch.<\/p>\n<p>Als Zukunftsphilosoph versucht Andreas Giger, die Bedeutung von grunds\u00e4tzlichen Wandlungen in der Gesellschaft, vor allem auch in ihrem Werte-System, zu erfassen und die Konsequenzen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft auszuloten. Philosophie ist dabei f\u00fcr ihn vor allem die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen, denn nur diese erweitern den Zukunftshorizont. Besonders fasziniert ihn, die Potenziale offen zu legen, die in so unscheinbaren Reizworten wie Reife oder Lebensqualit\u00e4t liegen \u2013 und die f\u00fcr unsere Zukunft so bedeutend sind. So sagt er: \u201eIch interessiere mich f\u00fcr den dynamischen Aspekt der Welt, nicht f\u00fcr die Frage nach dem Sein, sondern f\u00fcr die Frage nach dem Werden.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/diverse\/suedost-ag-kl.jpg\" alt=\"suedost-ag-kl\" width=\"99\" height=\"131\" \/><\/p>\n<p>Ein Neujahrs-Interview mit spirit.ch-Initiant Andreas Giger<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-120","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=120"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.spirit.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}