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Von Thailand und anderen Abenteuern

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28. Juli 2009

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Gestern wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Basis-Fragenspiel, trotz sommerlicher Flaute. Ich habe mittlerweile gelernt, mich in Geduld zu üben und mich über jeden kleinen Fortschritt zu freuen. So sehr habe ich mich über den Meilenstein gefreut, dass ich sogleich die Zwischenergebnisse mit 50 Antwortenden durch jene mit 100 ersetzt habe. Wie ich es nicht anders erwartet habe, hat sich der Gesamtstand nicht wesentlich verändert, 50 Antworten genügen eben tatsächlich, um eine Tendenz festzustellen. Was nicht bedeutet, dass ich mich nicht über jede zusätzliche Teilnehmerin und jeden zusätzlichen Teilnehmer freue, denn jede zusätzliche Stimme macht die Ergebnisse wertvoller. Wenn Sie deshalb schon am Basis-Fragenspielteilgenommen haben oder dies noch tun werden, ist Ihnen mein Dank ist gewiss:

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Ein Teil der neuen Antwortenden ist sicher einem Mail zuzuschreiben, mit dem ich auf einen Artikel aufmerksam gemacht habe, der sich, passend zum 1. August, dem schweizerischen Nationalfeiertag, mit unserem Logo und dessen Geschichte beschäftigt und sich dabei auch mit der Frage befasst, was spirit.ch mit der Schweiz zu tun hat: Was will uns diese Werbung sagen? Ich habe dabei gemerkt, dass unser Projekt tatsächlich schweizerische Eigenschaften und Tugenden verkörpert, ohne deswegen Menschen ausserhalb der Landesgrenzen auszuschliessen. Die Wurzeln von spirit.ch liegen in der Schweiz, seine Äste und Früchte können überall wachsen und geerntet werden.

Zu den schweizerischen Tugenden gehört eine gewisse Gelassenheit gegenüber kurzfristigen Veränderungen und Schwankungen, und eine dazu passende Beharrlichkeit bei der Verfolgung nachhaltiger Ziele. Beides passt im Moment gut zur Situation von spirit.ch: Christian ist noch einen Monat voll von seiner Masterarbeit absorbiert und braucht danach eine gewisse Erholungszeit, ehe wir gemeinsam voll loslegen können. Ich nutze die Zwischenzeit nicht nur für Übungen in Geduld, sondern auch für die Arbeit an der Evolutions-Vision von spirit.ch. Mehr demnächst in diesem Theater…

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20. Juli 2009

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Eine erste Partnerschaft mit der uns beiden wohl vertrauten Internet-Plattformwww.seniorweb.ch ist angelaufen. Es geht dabei speziell um das Thema Reife Lebensqualität. Dieses hat sich viel versprechend angelassen: Ein reiferes Alter beeinträchtigt offenbar die Lebensqualität nicht. Im Gegenteil. Ist doch wunderbar…

Nicht so wunderbar fanden das zwei Meckerer auf seniorweb, die uns der Nähe zu einer obskuren Sekte verdächtigten. Und das ausgerechnet mir, der ich doch ein entschiedener Gegner jedes festen Gedankengebäudes bin – und Sekten haben nun mal extrem starre und abgeschottete Gedankengebäude. Ich weiss nicht, ob ich ob solcher Unterstellungen weinen oder lachen soll. Nun ja, seltsame Zeitgenossen sind eben überall anzutreffen…

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Ein alter Bekannter, der sehr gekonnt auf Humor und Lachen als wichtige Elemente von Lebensqualität setzt, hat mich angerufen und mir zu meinem Moses 2.0-Buch gratuliert. Vor allem aber fand er das Lebensqualitäts-Profil als Instrument der Selbsterkenntnis sehr hilfreich. Was mich darin bestätigt, dass Selbstreflexion, also das bewusste Nachdenken darüber, was einem im Leben wie viel wert ist, ein unerlässlicher Schritt hin zu einer besseren Lebensqualität ist.

Vor dem als verregnet angekündigten Wochenende habe ich an mein Netz ein kurzes Mail versandt, in dem ich empfohlen habe, nach dem ausgiebigen Fluchen über das Wetter etwas für die eigene Lebensqualität zu tun und auf spirit.ch vorbei zu schauen. Darauf kamen etliche sehr positive Reaktionen. Und einige sind der Empfehlung wohl auch gefolgt, ein paar ausgefüllte Fragenspiele sind dazu gekommen.

Noch könnte es mit der Beteiligung am Fragenspiel schneller voran gehen. Ich habe jetzt die ensprechende Einladung auf der Startseite noch stärker auf das Thema Selbsterkenntnis ausgerichtet. Mal sehen, was es nützt. Hauptsache, es geht voran. Beim Tempo weiss ich ja schliesslich längst, dass jeder Prozess und jedes Projekt ihr eigenes Reifungstempo haben. Gras wächst bekanntlich auch nicht schneller, wenn man daran zupft…

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15. Juli 2009

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Einiges gelaufen die letzte Woche nach dem Vollmond. Am Donnerstag Mittagessen mit einem Marketing-Professor der berühmt-berüchtigten Hochschule St.Gallen. Er bewundert die Hatnäckigkeit, mit der ich nun schon etliche Jahre am Thema Lebensqualität dran sei. In der Tat: Man muss dicke Bretter bohren, wenn man einem neuen Leit-Wert auf die Sprünge helfen will…

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…um dann manchmal festzustellen, dass die ganzen Arbeiten doch nicht ganz für die Katz‘ waren, sondern unbekannterweise auf Resonanz gestossen sind. Zum Beispiel bei jenem Münchner Marketing-Professor, der sich von meiner Zukunftsinstituts-Studie über Lebensqualitäts-Märkte seit deren Erscheinen vor fünf Jahren inspirieren lässt und mich jetzt eingeladen hat, an „seinem“ Münchner Marketing-Symposium den Abschlussvortrag zu halten. Über Lebensqualität natürlich.

Das war am letzten Freitag. Ausgerechnet in meiner „zweiten Heimat“ München, wo ich noch nie einen öffentlichen Vorrag gehalten hatte. Und jetzt gleich im Allerheiligsten der Uni. Ganz schön aufregend. Und herausfordernd. Den Reaktionen nach zu schliessen habe ich sie (die Herausforderung) nicht schlecht gemeistert. Und in Gesprächen danach durfte ich feststellen, dass bei einigen Zuhörern (und vor allem Zuhörerinnen) der Gedanken allmählich Resonanz findet, wonach in einem konsequenten Lebensqualitäts-Marketing enorme Chancen stecken – für Kunden und Anbieter.

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Danach noch eine gute Zeit in München mit meiner Liebsten. Am Montag ein weiteres Mittagessen mit einem Marketing-Mann, der allerdings kein Theoretiker ist, sondern immer aus der prallen Praxis geschöpft hat. 35 Jahre kennen wir uns jetzt schon, und stellen gemeinsam fest, dass Lebensqualität im reiferen Alter tatsächlich besser werden kann.

Jetzt wieder volle Konzentration auf spirit.ch. Der Zug hat Fahrt aufgenommen – auch dank Ihnen. Bleiben Sie uns treu, auf dass wir keinen Notausstieg brauchen…

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7. Juli 2009

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Zwar tröpfeln die Antworten auf das Lebensqualitäts-Basis-Fragenspiel langsamer als gehofft (ob wegen der beginnenen Ferienzeit, des Wetters oder einer gewissen Befragungsmüdigkeit, sei mal dahingestellt), doch ausgerechnet gstern, an meinen 58. Geburtstag, wurde die magische Zahl von 50 erreicht. Und 50 Antworten genügen nach meiner mittlerweile dreizehnjährigen Erfahrung mit solchen Fragenspielen, um die Antwortverteilung von auch wesentlich mehr Mitwirkenden ziemlich exakt vorherzusagen. Mal schauen, ob es auch diesmal so ist. Sie können das quasi live mitverfolgen, denn ab sofort ist der aktuelle Stand der Antworten des Basis-Fragenspiels zugänglich.

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Die Weichen sind also gestellt, nun muss der Zug nur noch Fahrt aufnehmen. Natürlich möchten wir die Zahl der Mitwirkenden noch beträchtlich steigern. Sie können uns dabei unterstützen, indem Sie selber mitmachen (falls Sie das noch nicht getan haben), und/oder Ihren Freundeskreis auf spirit.ch aufmerksam machen. Unser herzlicher Dank ist Ihnen gewiss!

Und da wir es mit spirit zu tun haben, nützen entsprechende positive Gefühle und Gedanken für unser Projekt sicher auch. Wünschen Sie uns also Glück, wie es manche Zeitgenossen unter den Menschen und unter verwandten Arten schon getan haben…

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2. Juli 2009

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Endlich geht es los! Die letzten Korrekturen sind gemacht und mit Christian abgesprochen, und heute Nachmittag gehen ein paar hundert Mails raus, um auf spirit.ch aufmerksam zu machen. Wir sind natürlich gespannt auf das Echo – auf Ihr Echo! Und hoffen, dass spirit.ch sich in ungeahnte Höhen aufschwingen wird. Unterstützt und beflügelt von Ihnen.

Um es noch einmal zu wiederholen: spirit.ch ist zwar in der Schweiz zu Hause, weil wir glauben, dass gerade dieses Land eine wichtige Rolle beim Werte-Wandel vom Lebensstandard zur Lebensqualität spielen wird und spielen sollte. Doch sind uns selbstverständlich alle Menschen von ausserhalb der Schweiz genau so willkommen. Gerade wir, die wir im Dreiländereck zwischen der Schweiz, Österreich und Deutschland leben, wissen, dass der Leit-Wert Lebensqualität vor keiner Landesgrenze Halt macht…

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30. Juni 2009

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Jetzt liegen erste Ergebnisse der Befragung von Christian vor – die angestrebten 500 TeilnehmerInnen sind deutlich übertroffen worden. Gute Nachrichten, fürwahr – sowohl die Zahl als auch die Existenz von Resultaten. Denn jetzt können wir die Teilnehmenden und andere Interessierte auf spirit.ch aufmerksam machen. Die Website ist zwar schon aufgeschaltet, doch so lange niemand davon weiss, existiert sie nicht wirklich. Das wird sich jetzt bald ändern, doch noch ziemlich pünktlich zum siebenjährigen Jubiläum meines Einzugs… (siehe Notiz vom 11. Juni 2009).

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Doch noch zuvor erreichte uns seltsame Kunde von unseren seltsamen Brüdern im Schweizer Geiste (siehe Notiv vom 16. Juni 2009). Mit denen hatten wir ja in einem Gespräch gegenseitigen Respekt vor dem Projekt der anderen vereinbart. Dazu gehört für uns selbstverständlich, dass man einen Kreis von potenziellen BefragungsteilnehmerInnen erst dann wegen einer neuen Umfrage anspricht, wenn die Ergebnisse der letzten vorliegen. Doch davon konnte keine Rede sein. Vielmehr verschickten die anderen schon am letzten Donnerstag eine Einladung zu einer eigenen neuen Befragung, also bevor es Ergebnisse unserer letzten gab, an der auch viele aus dem Kreis der von den anderen Angesprochenen teilgenommen hatten. Respektvoll sind solche Überschneidungen sicher nicht. Dabei bildet Respekt laut unseren Erkenntnissen eine der sechzehn wichtigen Lebensqualitäts-Sphären. Tja, der Frisör schneidet sich die Haare auch nicht selber…

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Aber lassen wir das und freuen wir uns lieber darauf, dass es nun bald richtig los geht.


23. Juni 2009

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Nun ist die ganze Website www.spirit.ch aufgeschaltet und öffentlich zugänglich. Dasselbe gilt für das Lebensqualitäts-Basis-Fragenspiel. Bis wir eine erste Werbekampagne für spirit.ch starten, wird es noch etwa zwei Wochen dauern, bis dahin wird sich also auf der Site nicht viel tun. Doch ab dann hoffen wir natürlich auf eine starke Aufwärtstendenz – so ähnlich wie beim aktuellen Wetter, mit dem es ja auch nur besser werden kann…

Gestern und heute hatte ich gute Gespräche mit einem Uraltfreund, der zufällig denselben Vornamen trägt wie ich. Hoffen wir, das sei ein gutes Omen für mein neues Projekt, das Ihnen hoffentlich etwas von der Spannung und Lebensfreude eines Zirkus bieten wird…

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22. Juni 2009

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Wie man sieht, war ich übers Wochenende in Berlin. Diese Stadt, von der so viele träumen, wäre als permanenter Wohnort für mich und meine Lebensqualität völlig ungeeignet. Viel zu gross, viel zu viele Eindrücke, Reizüberflutung. Da bin ich doch zufällig in ein grosses Schwulen- und Lesben-Fest geraten, und da gab es Stände von schwulen Polizisten oder Kirchenmenschen, für lesbisches Yoga und für schwul-lesbische Fotografie – to much für einen Normalo-Hetero vom Lande…

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Am Anfang hat mich diese Überflutung jeweils schnell wieder aus Berlin fort getrieben, doch mittlerweile habe ich gelernt, mich ihr dosiert auszusetzen und diese homöopathischen Dosierungen dann auch zu geniessen und in Bilder umzusetzen. Und eine reiche Bilder-Ernte bedeutet für mich immer ein Plus auf meinem Lebensqualitäts-Konto. Schriftzüge zum Beispiel haben mich dieses Mal fasziniert. Man kann daraus eine ganze Lebens-Philosophie basteln…

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Der Anlass für meine Reise war eine Geburtstagsfeier. Für einen Klatschreporter wäre sie ein gefundenes Fressen gewesen, wenn er denn Zugang gehabt hätte. So verrate ich auch nicht mehr, als dass unter den hunderten von Gästen eine Menge dabei waren, die wegen ihrer Bedeutung einen vollgestopften Terminkalender haben. Für sie war dieses Ereignis eines unter vielen. Für mich war es etwas Besonderes – und vielleicht noch besonderer ist meine Möglichkeit, die ganzen Ereignisse und Eindrücke in Ruhe zu sortieren und zu reflektieren, nicht zuletzt anhand der gefundenen Bilder. Das ist für mich wahre Lebensqualität, und ein Luxus, den ich sehr geniesse.

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Diesen Luxus können sich die Angespochenen nicht leisten – dafür andere. Hauptsache, die gewählte Lebensform führt zur Optimierung der jeweiligen individuellen Lebensqualität. Denn was die konkret bedeutet, kann jede und jeder nur für sich herausfinden. Wobei es wieder ein Luxus ist, sich diesen Prozess der Selbstbefragung zu leisten, denn das braucht Zeit und Musse, was für manche wiederum ein knappes Gut ist – und so weiter…

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Panik habe ich keine gekriegt, aber doch Stoff zum Nachdenken. Im von spirit.ch verwendeten Slogan „Vom Lebensstandard zur Lebensqualität“ steckt ja doch immer auch ein bisschen die Vorstellung, es handle sich hierbei um Gegensätze ohne Berührungspunkte, weil Geld und Geist nun mal nicht zusammen finden können. Pustekuchen. Ich habe erlebt, dass sich Geld sehr wohl in Geist verwandeln kann. Am zweiten Abend der Feier gab es nämlich eine Einladung zum Mittsommernachtstraum auf einem wunderbaren Landsitz irgendwo in der Nähe von Berlin. Und als Höhepunkt wurde spät nachts im Park, der für sich schon sehenswert ist, eine Inszenierung aus Beleuchtung, Musik und Schauspielerei geboten, die tatsächlich magisch wirkte, ein echter Mittsommernachtstraum war.

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Natürlich möchte ich nicht wissen, was die ganze Feier im Allgemeinen und diese magische Inszenierung im Besonderen gekostet haben – sicher könnte man damit spirit.ch viele Jahre lang komfortabel betreiben. Aber es spielt auch keine Rolle. Wichtig ist nur die Erkenntnis, dass in begnadeten Momenten sich Geld und Geist sich sehr nahe kommen können. Was ja auch ein gutes Omen für spirit.ch sein könnte…

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Morgen werden wir den Neustart von spirit.ch ins Netz stellen – etwas früher als geplant, aber dafür noch ganz nah bei der Mittsommernachtswende. Wir werden darauf mit einem Gläschen edler Prickelbrause anstossen – und auch darauf, dass die Teilnehmerzahl bei Christians Umfrage jetzt deutlich über 500 liegt. Und wir werden uns dabei wünschen, dass möglichst viele davon auch bei spirit.ch dabei sein werden…


16. Juni 2009

(Die heutigen Bilder entstanden auf einem Spaziergang nach der Niederschrift des Blogs. Bezüge zu dessen Themen sind rein zufällig – ein Schelm, der sich dabei was denkt…)

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Langsam nimmt die Sache Gestalt an. Die Homepage von spirit.ch ist praktisch fertig und wartet nur noch darauf, freigeschaltet zu werden. Und auch der Basis-Fragebogen Lebensqualität steht. Es war jetzt, glaube ich, die vierte Befragungs-Software, in die ich mich eingearbeitet habe, doch es hat erstaunlich gut geklappt, und schliesslich gehört zu einem echten Spirit eine ordentliche Portion Flexibilität…

Unglaublich, an was man bei so einer etwas komplexeren Homepage alles denken muss. Ich habe nicht gezählt, wie oft ich jede Seite neu hochladen musste, aber es waren etliche Male. Teils wegen eigener Fehler, teils aber auch, weil irgend ein Detail nicht mehr stimmig war. Heute Vormittag habe ich zum Beispiel überall unser Logo ausgewechselt. Das heisst, nicht eigentlich das Logo, sondern dessen Beschriftung.

Die stammte noch eigenhändig vom Grafiker, der vor bald zwanzig Jahren einen Wettbewerb gewonnen hat, mit dem ein neues Symbol für „Swiss Spirit“ gefunden werden sollte. Ich war schon damals an vorderster Front dabei, als das neckisch laufende Schweizer Kreuz zum Sieger gekürt wurde. Eigentlich sollte das nur der Startschuss für eine mächtige Beförderung von Swiss Spirit sein, doch daraus wurde dann nichts.

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Heute früh nun las ich in meinem Leibblatt diesen Begriff „Swiss Spirit“ wieder. In einem Artikel über die zunehmende Lust an der Eheschliessung. Aus weiter nicht nachvollziehbaren Gründen wurde dazu der Leiter eines Instituts zitiert, der verkündete, gemäss den Studien dieses Instituts sei diese Tendenz die logische Folge eines allgemeinen Werte-Wandels vom Lebensstandard zur Lebensqualität.

Hoppla, dachte ich, diese Formulierung kenne ich doch, sie stammt eindeutig von mir und ziert den Untertitel meines neusten Buches. Schön, dass meine Meme dergestalt ansteckend wirken und sich ausbreiten, wenngleich selbstverständlich ohne Quellenangabe. Was macht es da, wenn die Zahl der dafür zitierten Studien und der genannte Zahlenwert, der einen dramatischen Wandel signalisiert, so ganz einfach nicht stimmen können… (Habe übrigens zwischenzeitlich erfahren, dass das besagte Interview unter eher fragwürdigen Umständen ablief und deshalb nicht unbedingt zum Nennwert genommen werden kann…)

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Woher ich das mit dem Nicht-stimmen-können weiss? Nun, die Studien dieses Instituts laufen unter dem Namen Swiss Spirit, und ich habe sie vor einem Jahr für das besagte Institut geleitet. Ich habe damals, gleichsam als Mitgift, den Namen jener längst vergessenen Aktion aus den frühen neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts eingebracht. Der wurde gerne übernommen und beibehalten, auch nachdem sich das Institut von mir getrennt hatte, aus mir übrigens nach wie vor völlig unbekannten Gründen. Macht nichts. Mir und spirit.ch geht es viel besser seither.

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Doch das ist Vergangenheit. Geblieben ist als starkes Symbol die dynamische Verkörperung von spirit.ch in Form unseres Logos. Das hätte das Institut damals übrigens auch haben können. Wollten sie aber nicht, sondern zogen irgendeinen nichtssagenden grafischen Erguss vor. Selber schuld. So haben wir jetzt für spirit.ch ein Bild, das zwar aus uralten Tagen stammt, aber stracks Richtung Zukunft ausschreitet. Und selbst wenn es Ihnen nicht gefallen sollte: Wiedererkennen werden Sie es allemal.

Tja, worum man sich so alles kümmern muss… Meiner Katze Xenia, die wesentlich zu meiner Lebensqualität beiträgt, ist das alles egal. Ihre Lebensqualität ist mit einem gut gefüllten Fressnapf und einem schönen Schlafplatz gewährleistet.

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11. Juni 2009

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Vielleicht ist es kein Zufall, dass der geplante Neustart von spirit.ch am 1. Juli 2009 genau mit dem siebten Jahrestag meines Einzugs in meine Dichter- und Denkerklause hier im appenzellischen Wald zusammenfällt. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich lebe hier nicht im Wald, sondern in Wald, einem kleinen Dorf, dessen Kirchturm Sie hier sehen. Dieser steht etwa einen Kilometer entfernt und rund hundert Höhenmeter tiefer als der Landgasthof Hirschen“, in dem ich lebe.

Um einem weiteren Missverständnis vorzubeugen, dem einmal eine Journalistin erlegen ist: Ich bewohne in diesem Landgasthof nicht einfach ein Zimmer, sondern eine ganze eigene Wohnung. Mit phantastischen Ausblicken, von denen im Bild nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen ist. Sie eröffnen mir als Zukunfts-Philosophen genau jene Aussichten, die ich für meine Einsichten in die Welt und deren evolutionäre Weiterentwicklung brauche, wobei die ständig wechselnden Wetterlagen diese Einsichten durchaus befördern…

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Das alles trägt wesentlich zu meiner Lebensqualität bei – womit wir endlich beim Thema wären. Seit ich hier lebe, schätze ich jedenfalls meinen Lebensqualitäts-Index permanent über 80 (von 100 möglichen Punkten) ein, und das war früher auch schon mal anders. Dieser deutlich überdurchschnitliche Stand meines Lebensqualitäts-Kontos wiederum war sicher eine wichtige Energiequelle für meine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Lebensqualität, die ebenfalls ungefähr mit meinem Einzug hier begonnen hat.

Natürlich hatte ich schon wesentlich früher beschlossen, meine Lebensqualität deutlich höher zu gewichten als meinen Lebensstandard – nur wusste ich das damals noch nicht. Erst hier begann ich, bewusst über das Thema nachzudenken, über meine eigene Lebensqualität und über diesen Wert mit all seinen Facetten generell. Ergebnis dieses Denkens sind mehrere Bücher, wobei es für meine Lebensqualität ganz wichtig war, dass die Denk- und Schreibarbeiten alle hier an diesem Ort, der mir gut tut und Kraft und Inspiration gibt, stattfinden konnten.

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Dank der Segnungen der modernen Technik konnte ich auch meine bisherigen Befragungen rund um Lebensqualität von meinem Schreibtisch aus ausführen. Sie haben mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass der Werte-Wandel vom Lebensstandard zur Lebensqualität generell sinnvoll und richtig ist, und dass es für mich sinnvoll und richtig ist, einen Beitrag zu diesem Wandel zu leisten. Nicht als Marktschreier – dazu eigne ich mich nicht – sondern in Form der guten alten Augklärung. Wozu primär gehört, dass wir das Wissen rund um Lebensqualität verbreitern und vertiefen, indem wir die Experten dafür fragen. Und diese Experten sind Menschen wie Sie und ich, die angefangen haben, sich bewusst mit ihrer Identität, mit ihren Werten und mit ihrem Lebens-Sinn auseinanderzusetzen.

Dafür sind weitere kontinuierliche Online-Befragungen nötig, die ein technisches Wissen voraussetzen, über das ich nicht verfüge. Nun will es eine weitere glückliche Fügung, dass seit sechs Jahren Christian Engweiler nur ein paar Häuser weit in der Nachbarschaft lebt. Nun ja, Nachbarschaft bedeutet hier zu Lande zehn Minuten Fussmarsch, weshalb man auf diesem Bild zwar die Richtung sieht, nicht aber sein Haus:

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Kennengelernt haben wir uns vor über zehn Jahren – online, obwohl wir nur zwei Dörfer auseinander lebten… Er betrieb damals eine Website namens visonen.ch, ich eine namens forum-futurum.com. Woraus schon klar wird, dass wir ähnliche Werte und Ziele hatten und haben. Zudem kann Christian all das, was ich nicht kann. Zum Beispiel eine frei zugängliche Befragungs-Software zu finden und zu installieren, für die man bis vor kurzem tausende von Franken hätte ausgeben müssen.

Das wiederum hat es uns ermöglicht, den Neustart von spirit.ch zu planen, ohne auf Geldgeber angewiesen zu sein (wobei natürlich jeder Beitrag hoch willkommen ist…). Das heisst, im Moment plane ich weitgehend alleine. Christian ist voll mit seiner Master-Arbeit in Nachhaltigkeitskommunikation beschäftigt und führt dafür eine Online-Befragung durch. Die erste seines Lebens. Er hat mir zwar früher schon über die Schultern geguckt, aber eine selbst zu verantwortende Umfrage ist natürlich etwas ganz anderes. Entsprechend fasziniert ist er davon. Im Moment freut er sich über jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer (brandaktuell sind es 383 vollständig ausgefüllte Fragebogen), und verfolgt gespannt die Entwicklung der Antwortverteilung – da bleibt wenig Raum für anderes.

Ich kann es ihm nachfühlen. Obwohl ich ja nun wirklich eine alter Hase im Umfragegeschäft bin, fasziniert es auch mich noch immer, mir Fragen auszudenken, sie in die Weiten des Netzes zu schicken und Antworten zurück zu bekommen, die mich manchmal bestätigen und manchmal überraschen. Deshalb freue ich mich auch so auf die Fortsetzung dieses Tuns im Rahmen von spirit.ch und arbeite jetzt weiter daran, dass die Homepage pünktlich aufgeschaltet werden kann.

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